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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 405 -
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Kaiser 408 veranlaßt sein. In der Abbildung in Nagy's 5>Ias72rorL2az o8^»äai« (Bd. VI, S. 32) fehlt die silberne zwischen 3 und 4 eingepfropfte Spitze mit dem Bären, der Pelikan in 3 ist links gekehrt und auf dem Helmsch mucke sind der durchschossene Bär und Hirsch blutend dar« gestellt. Auf Petschaften sieht man öfter nur den durch den Rachen geschossenen Bären, der in der silbernen zwischen 3 und 4 eingelegten Spitze erscheint, und dürfte dieß das eiaent» . liche Stammwappen der K^lnoky und eine Erinnerung sein, wie Andreas Nemes von Kälnok seinen in den Karpathen jagenden König 1345 von einem Bären befreit hat, welche Begebenheit Lehoczky erzählt. Kalser Edler von Mllllsfeld, Johann Nepomuk (k. k. Oberst, Heb. zu Karl- stadt in Croatien 13. April 1779. gest. zu Salz bürg 7. Juli 1851). Entstammt einer Tiroler Familie, welche im Puster- thale ansäßig war, wo noch heute daS Kalserthal. der Kalser Tauern, der Kal« ferbach vorkommen. Schon der Groß- vater des Obigen diente gegen den fran- zösischen General Vendome inz öfter« reichischen Succesfionskriege. Der Vater deS Obigen, Michael, im Kalserthale geboren, war anfänglich Cleriker bei den Jesuiten; ging aber nach Aufhebung des Ordens zur Artillerie, wurde Haupt« mann, focht im Türkenkriege unter 3o u» don, wohnte der Eroberung Belgrads bei und erlag den Strapazen deS Krieges. Sein Sohn Johann besuchte das Piariftengymnafium in TemeSvär und trat am 6. Jänner 1793 als Kaiser. Cadet in daS Bombardiercorps zu Wien «in. Hier beendete er unter dem berührn« ten Bega die höhere Artillerieschule, wurde 1800, damals 21 Jahre alt, Lieutenant im 3. Artillerie«Regimente, focht als solcher bei Marengo (14. Juni 1800) und in der Schlacht am Mincio (26. August) als Commandant einer Cavallerie«Batterie. Seine in der Schlacht bewiesene kaltblütige Tapferkeit wurde im Armeebefehle öffentlich gerühmt. In letzterer Schlacht erhielt er eine schwere Contufio». Wahrend der Friedenszeit wirkte er als Professor der Mathematik in der Artillerieschule zu Palmanova. wurde 1803 Oberlieutenant bei den mährisch.schlesischen Jägern, mit welchen er den unglücklichen Feldzug d. I . mit» machte. Im Jahre 1809 kam er zum Generalstabe und in diesem zum 3., von dem Feld marsch all» Lieutenant Cha« steler befehligten Armeecorps. Im Mai d. I . entfaltete er bei der Organifirung deS steirischen Landsturmes und der Ver« theidigungsanstalten an der steirischen Grenze eine erfolgreiche Thätigkeit. Seinen Anordnungen ist die Rettung der Stadt Friedberg zu danken, wie auch er es war, der daS Vorrücken der Franzosen gegen Grah vereitelte, indem seine treff« lichen Verhaue, die Besetzung der Ver« theidigungspuncte bei Hartberg, die un« unterbrochenen RecognoScirungen gegen den Feind, wie die tapfere und kluge Leitung der Vorpostengefechte zu Aspang die feindlichen Truppen in Schach hielten. Am 26. Juni d. I . nahm er mit einem Cavallerie«Streifcorps, mit welchem er über GünS nach Lukenhausen vordrang, dem Feinde eine große Menge Proviant (30.000 Brotportionen) ab, machte mehrere Gefangene und zwang den feind« lichen General St. Sulpice zu einer Bewegung, durch welche vier feindliche Kürasfier>Regimenter der Theilnahme an der Schlacht von Wagram entzogen wurden. Für diese seine ausgezeichnete Verwendung wurde er noch im nämlichen Jahre außer seinem Range zum Capitän und einige Wochen darauf zum Haupt« mann bei Hoch« und Deutschmeister-In« fanterie Nr. 4 befördert. Im Jahre 4813 wurde er zum 3. Iäger.Bataillon über« setzt, welches bei dem von dem Fürsten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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