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Kalser 406 Kaltenbaeck
Wrede befehligten bayerischen Armee«
corps eingetheilt war, und mit welchem
erbei Geln hausen und in der*Schlacht
bei Hanau focht, dann aber nach Frank«
reich marschirte. Im Jahre 4844 wurde
er wahrend der Schlacht bei Brienne
(3t. Jänner und 1. Februar) mit der
Erstürmung des Hofes von Beauvois
beauftragt, die er glanzend ausführte,
aber neuerdings durch eine feindliche
Flintenkugel kampfunfähig wurde. Im
Jahre 4849 machte er die neapolitanische
Expedition mit und zeichnete sich zu
wiederholten Malen auf Expeditionen
gegen die Briganti aus, von denen er die
dortigen Gegenden säuberte. Im Februar
1328 zum Major im Infanterie-Regi«
mente Palombini Nr. 36 befördert, mar«
schirre er mit demselben nach Königgrätz,
wurde 1830 Oberstlieutenant im Regi«
mente, zeichnete sich wieder beim Brande
der Stadt Königgrätz aus und rettete
die Kriegscaffe. 1839 wurde er Festungs-
commandant in Kufstein und 1843
Oberst in seiner Anstellung. Im Jahre
1848, nach 32jnhriger Dienstzeit, trat er
in den Ruhestand, welchen er in Salz«
bürg verlebte. Für seine Verdienste wurde
er im Jahre 1826 mit dem Prädicate
von Maasfeld geadelt. Ueber seinen
Antheil an Peternader's Werke:
„Tirols Landes'Vertheidigung", in defsen
3. Theile, S. 3 — 30, ein Auszug aus dem
von ihm geführten Tagebuche der Bela-
gerung und Cernirung der Festung Kuf«
stein im Jahre 1809 abgedruckt steht,
berichtet Peternader selbst in seiner
ausführlicheren biographischen Skizze.
Kalser war seit 1824 mit Baronesse
FriederikeHonrichs zuWolfswaf-
fen vermalt, aus welcher Ehe nebst drei
Töchtern ein Sohn Heinrich hervorging,
der im Jahre 1837 Hauptmann im
Infanterie - Regimente Erzherzog Sig. mund Nr. 43 war, zur Stunde aber die-
selbe Eigenschaft im Infanterie>Negi'
mente Hallgwitz Nr. 38 bekleidet.
Tiro ler Schützen-Zeitung (Innsbruck,
40.) VI . Jahrg. (435l), Nr. 72 u. 73: „Die
Kalser", von Anton Percrnadcr. — Adel»
stands »Diplom vom 23. April 182S. —
Wappen. Gcviertcter Schild, t : in Roth ein
geharnischter Arm, ein Schwert mit goldenem
Griffe schwingend; 2: das goldene Feld mit
drei blauen Balkin schrägrechts belegt; 3: in
Blau auf grünem Boden ein dreizinniger
Thurm mit geschlossenem Thore und im oberen
Thurmtheilc mit zwei Fenstcrluckcn; 4.- in
Roth eine dreispitzige hohe Felsengruppc natür»
licher Farbe. Auf dem Schilde ruht ein rechts«
gekehrter gekrönter Turnicrhclm. Aus der Krone
des Helmes wachsen drei wallende Straußen-
federn, eine goldene zwischen einer rechten
rothen und linken blauen. Die Hclmdcckcn
sind rechts roth mit Silber, links blau mit
Gold unterlegt.
Kalteltbaeck, Johann Paul (Ge.
scbichts forscher, geb. zu Hofkir-
chen im Hausruckkreise Oberösterreichs
li.Jänner48l14, gest. zuWien 22. Juni
1364). Erhielt im Stifte zu Krems-
münster und nach Beendung der philo-
sophischen Studien auf der Hochschule in
Wien, auf welcher er dem Studium der
Rechte oblag, seine wissenschaftliche Aus«
bildung. Obgleich er frühzeitig eine Vor»
liebe für historische Forschungen an den
Tag legte, trat er doch zuerst mit Dich.
tungen in die Oeffentlichkeit und gab die
„Vennche. lt. Vand. Gden, Weder, Parabeln"
(Wien 4826. 46°.) heraus. Er hatte
die Bezeichnung richtig gewählt und
einen 2. Band herauszugeben in weiser
Selbsterkenntniß unterlassen. Glücklicher
war er mit seinen geschichtlichen Arbeiten,
deren erste er in dem von Hormayr
1809 begründeten und bis 4828 fort-
geführten, dann 4829 und 4830 von
Mühlfeld und Hohler, 4834—4833
von Ridler und Veith fortgesetzten
„Archiv für Geschichte" u. s. w. nieder.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon