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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 408 -
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Seite - 408 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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Aaltenbaeck 408 Kaltenbaeck dücher l>n MittelLlte«" (Wien 1344 u. f., 3er. 8".), wovon nur die erste Reihe, die Pantaidingbücher, erschienen sind; — „An« Vienll Münzrecht ullNJahre 1350" (Wien 1846, 3o.), zum ersten Male auS einer SeitenstettenerHandschriftherausgegeben. I m Jahre 1848 auch in die politischen Wirren hineingerissen. forderte er die Massen mit dem in dieselben geschleuder« ten Gedichte „Schwarzgelb" heraus, und von der besonnenen Partei wurde er in den Gemeinderath gewählt, in welchem er zuletzt nur noch von Einem Gefin« nungsgenoffen unterstützt, bis zur letzten rettenden Entscheidung ausharrte. Mit einer Deputation des Gemeinderathes an daS kaiserliche Hoflager nach Olmütz sich begebend, wurde ihm dort der ehrenvolle Auftrag, die drei jüngeren durchlauch» tigsten Brüder Sr. Majestät des Kaisers im freien Vortrage in die Kenntniß der allgemeinen Geschichte einzuführen. Auch gab er den Herren Erzherzogen Ferdi- na ndMax und Karl Ludwig auf einer im Jahre 1830 unternommenen Reise nach Griechenland und auf dem Rückwege über Dalmatien nach Venedig das Geleite. Am 10. Mai 1331 wurde K. zum ersten Archivar befördert und am 21. Juli d. I . zum StaatSprüfungs-Commiffär ernannt. Auch war er Präsident des im Jahre 1849 gegründeten Katholikenvereins, der später seinen Namen in den „Severinus- Verein" umänderte, und hatte im ge» nannten Jahre Antheil an der Redaction des von Olmütz nach Wien übersiedel- ten .Oesterreichischen Correspondenten", eines politischen Blattes, welches unter seiner Leitung, für die er durchaus nichi befähigt war, auch in Kürze zu erscheinen aufhörte. Am 23. September 1882 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nie mehr ganz erholte; wiederholte, in kurzen Zeiträumen eingetretene neue Anfalle machten ihn alsbald arbeitsunfähig und die Versuche, in den Bädern von Neuhaus bei Cilli Linderung für sein Leiden zu finden, blieben vergeblich. Am 30. April 1837 erfolgte seine Pensionirung durch kaiserliche Gnade mit ganzem Gehalte. Vier Jahre spater erlag er seinem Leiden. Seit 1842 war er mit der Tochter des im Jahre 1836 verstorbenen k. k. Ge- mäldegallerie.Directors und Schloßhaupt- manns im Belvedere. Peter Kraf f t , verheirathet, auS welcher Ehe keine Kinder vorhanden sind. Seine Biblio- thek, etwa 10.000 Bände stark, war ein seltener Schatz, der ganz belassen und für eine Anstalt vom Staate hätte angekauft werden sollen. Aber damals dachte man leider nicht daran, und die werthvolle Sammlung, welche allein über den dreißigjährigen Krieg an 1800 Nummern und darunter viele Unioa, außerdem die werthvollsten VisnnsuZia enthielt, kam unter den Hammer. Einen großen Theil, darunter sehr schätzbare Werke, soll die Antiquariatshandlung Klemm (vormals Wal l is hausser) erworben haben. Kaltenbaeck war keine angenehme äußere Erscheinung, ja vielmehr abfio- ßend und schwer zugänglich, aber er war ein Charakter, consequent in seinen Handlungen und begabt mit nicht ge« wohnlichen Kenntnissen. Doch vornehm- lich auf antiquarischem Gebiete sich bewegend, hatte er sich der Gegenwart entfremdet, verstand sie selbst nicht, warf ohne Prüfung zugleich mit dem Schlech« ten auch das Gute über den Haufen und stand vereinzelt da, gemieden, da doch sein reiches Wissen Annäherung an seine Person heischte. Die unter dem Titel: „Vaterländische Denkwür» üigkeiten" von Kalten b aeck in der „Austria" mitgetheilten Aufsätze sind: im Jahrgange 1842. S. 96—136; 1843. S. 115—212; 1844. S. 132; 1845, S. 1-192, 184S, S. 1—96,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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