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Aaitner
die große silbeine Medaille. Ein glück-
licher Verfasser von Chronographien,
sind deren mehrere in der Stiftskirche an>
gebracht. Im Jahre 1832 beging er die
festliche Feier seines 3l)jahrigen Priester,
thums, bei welcher Gelegenheit er zum
fürstbischöflich Seckauer geistlichen Rath
ernannt und von Sr. Majestät mit dem
goldenen Verdienstkreuze mit der Krone
ausgezeichnet wurde.
(Schäfer, Friedrich ?.) ?. Leo Kaltenegg«-.
Prior des Stiftes Admont, Eine biographische
Skizze (Gratz 1837, A. Leykam, gr. 8".). —
Gratzer Zei tung 5837, Nr. 9 und io ^die
obige Skizze; der in derselben erwähnte Ios.
A. F üstrl ist der berühmte Staatsrath I ü
st
e l
(f. d. S. 30?) und das wohl ein Druckfehler,
der im Separatabdrucke berichtigt ist).
Kllltner, Dionys (Mitglied des Pau-
lanerordens , gest. zu Wien im Juli
1780). ES ist von ihm nichts bekannt,
als daß er in den Orden des h. Franz
uon Paula zu Wien eingetreten und
Lehrer des canonischen Rechtes in seinem
Kloster war. Er hat folgende Schriften
herausgegeben:
8".); — „Neüe uut duz H:Zt ües heiligsten
Aümrn Ieün" (ebd. 4777, 8".). Unter
seinem Vorsitze erschienen:
i llsi'NHläi van Vspsn,
0. et 88. Oan. ?rot'. !
ex Husäom säit.
und
a äs
(ebd. 1776, 8<>.).
Kal tner zählte zu den freisinnigen
Theologen seiner Zeit und war. wie man
nachmals und noch heute zu sagen pflegt,
ein „Iosephiner". Die erste der vorge»
nannten Dissertationen war dem berühm» ten Professor Ios. Val. Eybel M . IV,
S. 118^, die zweite dem geistvollen Abte
Franz Stephan Rautenstrauch ge»
widmet.
Weidlich (Christoph). Biographische Nachrich»
ten von jetztlebenden Rechtsgelchrten (Halle
t7S1 u. f.. Schwetschke). Bd. I I I , S. l68. —
Meufel (Johann Georg), Lexikon der vom
Jahre !?3l) bis 1800 verstorbenen teutschen
Schriftsteller (Leipzig tuttg. Gerh. Fleischer.
8«.) Bd. V I , S. 4l>6. — (De Iuca) DaS
gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien t7?N,
Ghelen'sche Schriften, 8".) I. Bdö. i. Stück.
S. 226.
Kllluzll, Augustin (Schulmann und
Naturforscher, geb. zu Kauthen bei
Troppau in Oesterreichisch . Schlesien
28. August 1776. gest. zu Nafsidel
in Preußisch-Schlesien 3./4. December
l836). Der Sohn eines Viehhändlers,
der bis zum neunten Jahre nur den
slavischen Dialect seiner Heimat sprach
und erst auf der Schule zu Hrabin in
Oesterreichisch.Schlesien die deutscheSpra.
che erlernte. Indem er später ein Kloster-
gymnasium und 1799 die Schulen zu
Leobschüh besuchte, begab er sich 1792
nach Breslau, wo er die Theologie
studirte und 1798 beendete. Einige Zeit
versah er nun die Seelsorge, dann wurde
er Hofmeister bei dem Grafen Sedl-
nihky zu Geppersdorf. Auf diesem
Posten erregte er die Aufmerksamkeit
der damaligen höchsten Schulbehörde in
Schlesien, die ihn 1811 als Professor an
das kath. Gymnasium nach Breslau
berief. Während er selbst als Lehrer eine
ersprießliche Thätigkeit entfaltete, unter-
ließ er nicht seine eigene Bildung fortzu-
setzen und ward einer der eifrigsten
Schüler des berühmten Naturphilosophen
Steffens. Sein AeblingSgegenstand
war die Naturwissenschaft und er war in
derselben als Schriftsteller und Sammler
thätig. So verdankt ihm daS BreSlauer
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon