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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 415 -
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Aamenicky Aamieüski Klunzinger's lexikalisches Werk: „Die Künstler aller Zeiten und Völker" und auch nicht Tschischka in seinem „Kunst und Alterthum im österreichischen Kaiser staate". Kamauf lebte in Preßburg und Ballus gedenkt seiner als eines „glück« lichen Nachahmers der Natur in stillste» henden Sachen, als Obst: Fruchtstücken, besonders Trauben, die auf seinen Gemäl- den der Natur tauschend nachgemacht sind", die er aber auch auf den reben reichen Hügeln der Umgegend von Preß bürg zu studiren Gelegenheit genug hatte. K. malte auch Porträte und war sehr glücklich im Treffen. So ist z. B. das von dem berühmten Kupferstecher Haid aus- geführte Porträt deS Arztes Andreas Hermann ^Bd. VIII, S. 378) nach einem Gemälde von Kam auf gearbel tet. Der tüchtige Porträtmaler Daniel Schmidely war sein Schüler. Schließ lich sei hier bemerkt, daß dieses Lexikon auch schon eines Gam auf, der gleichfalls in Ungarn (und zwar zu Güns) geboren war, und als Naturforscher Mehreres geleistet, im V. Bande, Seite 79, ge« dacht hat. Ballus (Paul von), Preßburg und seine Uni' gebungen (Preßburg 1823, A. Schwaiger und I. Landes. 3«.) S. l87. Kamenickl), Franz Alois, stehe: Wacek, Franz. KlMl'ellskl, Mathias (Tondichter, geb. zuOedenburgin Ungarn 13. Oc- tober 1734, gest. zuWarschau 23. Iän< ner1821). Von slovakischen Eltern, zeigte er früh ein großes Talent für die Musik und da Graf Henkel, der große Beschun« gen in seinem Geburtsorte besaß, eine Capelle unterhielt, fand er bald Gelegen- heit, sein Talent auszubilden. Später kam er nach Wien, wo er sich weiter in seiner Kunst vervollkommnete. Längere Zeit befaßte'er sich nur mit dem Unter« richtertheilen im Pianospiel, und da er sich als Lehrer einen guten Ruf begründet hatte, erhielt er einen Antrag nach War» schau, den er auch annahm. Dort lebte er auch einzig seinem Berufe. Als aber im Jahre 1776 der König gleich den Deutschen, Italienern, Franzosen, die eine nationale Oper besaßen, auch eine polnische Oper zu haben wünschte, und von dem Abbe Bohomolec verlangte, er mochte eine solche schreiben, dichtete dieser den Text zu der Oper »UsHsH «ssosssA'weonib", d. i. Das beglückte Un« glück, und K. schrieb aus eigenem Antriebe die Musik dazu. Die Operette kam nun auck 1778 zur Aufführung und gefiel sehr; es ist also dieß die erste polnische Oper und Kamienski demzufolge der Vater dieser Kunstrichtung in Polen. Später schrieb er noch mehrere andere Opern, u. z. „^oscka" oder „n^sHz'a sa- / ^ " , d. i. Leiden auf dem Lande (1779); — ),^ ?-o6?oilcl. sscAsAiva") d. i. Die glück» liche Einfalt; — „Fa?O ^aH^oc?a?-s^") Der ländliche Ball; — „Monl'ä«, d. i. Die Nachtigall — und „F^ach^a sa^aö- «nona«, d. i.die erleichterte Ueberlieferung-, auch zu zwei deutschen Opern componirte er die Musik, u. z. zu „Snltlln Wampnn", anläßlich welcher man aus K.'S eigenen Aufzeichnungen erfahrt, daß unter dem Sultan Wampun der König von Preußen karikirt war; die zweite deutsche Oper K.'s heißt aber: „Anwa und Antmnette". Noch schriev K. mehrere Messen, Offer« torien, Polonaisen und zurEinweihungS« feier der Reiterstatue des Königs Jo- hann III. Sobieski im Jahre 1792 eine Cantate, die öfters aufgeführt wurde und wofür ihn und seinen Sohn, der das Titelblatt des Widmungseiem- plars geschrieben, der König Stanis« laus August fürstlich belohnte. Ka« mieiis ki, der in Warschau seine zweite
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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