Seite - 416 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Bild der Seite - 416 -
Text der Seite - 416 -
416 Kamieüski
Heimat geflmden und sich dort auch
verheirathet hatte, erreichte das hohe
Alter von 87 Jahren und liegt
daselbst auf dem Powyzkowgki'fcben
Friedhofe bestattet, wo ihm seine über
lebende Gattin einen Denkstein hatte
sehen lassen. Die Compositionen K.'s
sind einfach, lieblich und sehr melodiös.
Sie waren zu seiner Zeit sehr beliebt, und
seine Polonaisen zählten zu den Lieblings-
compositionen der polnischen Nation.
Bemerkenswerth erscheint es. daß nicht
Gerber weder in seinem alten noch
neuen „Lexikon der Tonkünstler" und auch
das neueste von Schladebach begon«
nene und von Bernsdorf f fortgesetzte
,Universal«Lerikon der Tonkunst" seiner
gedenken' nur Gaßner widmet ihm eine
kurze Erinnerung von zwei Zeilen, wohl
etwas zu wenig für den eigentlichen Nr»
Heber der nationalen polnischen Oper.
ni i ki^oi^i roäaiu
k, derb? kolorowans, po^tret?
«to. eio., d. i. Materialien zu einer Mono»
grapbie und Geschichte der Geschlechter Ka.
nuenski und Kaminski, il?re colorirten Wap»
pen. Porträte u. f. w. (Lemberg 1854—1836.
s^soli^ skische Druckerei, kl.8«) Bd. I, S. 97,
123 u. 234 ftiese drei Mittheilungen ergänzen
sich wechselseitig, die auf S. 234 ist die ans«
führlichste und berichtigt alle früberen abwei-
chenden Angaben seiner Geburt und seines
Todes). — ko-mailoäei, d. i. Miscellen
(Unterh. Beiblatt zur amtlichen polnischen Lem«
dergerZeitung (t-H2etH ^a^vs^Q). 182!.S. 92.
— ri'^^iaciel luäli, d.i.DerVolksfreund
(I.6ü2llo, schm. 4°.) IV. Jahrg. (1837). S. 162
bis 164. — Libliotslc«, ^Vars^^vsk»,
d. i. Warschauer Bibliothek (eine der Lsvue
äsä 6eux iliuuäe:. ähnliche Monatschrift),
Jahrg. 1354. Vd. I , L. 23. — Ho^sN
aaici^ uL st ina<i6i'Uti6 äictionnHire dio^rH-
pdi<iuo etc. erc. (I»iu-i6 18ll7 , Marien le
cit-iu H: c'o., Zr. li".) v. 289. — pgrträt.
Mit der Unterschrift: HlacjH ^Huiieuslci
ribi-^L^^ nvoroa 0pei-)- ^oiü^i«^ ur. 1734
1821 (d. j . Mathias Kamilnski. der erste Begründer der polnischen Oper. geb. 1734,
gest. 182t). lith. E. Blotnicki (Lemberg 1853.
Srauropignianische Druckerei, kl. 4o.. auch in
Iul. Al. Kamiüski'S Wert ^laterMz'".
— Vrabdenkmal. Der Denkstein auf dem Po-
wazkowSlischen Friedhofe aufK.'s Grabe trägt
folgende Inschrift: ^>i »poc^w^'a 2^-loki j
87 I
1821 r. I ta!a ?c> nim >väo^ä l pi-osl
0 wkgtoüQleuio äo L032. D. i. Hier ruhen
die Gebeine des Mathiaä Kaminski. der
nahezu 87 Jahre lebte und ani 25. Jänner
1821 sein Dasein beschloß. Die zurückgeblie»
bene Witwe bittet um ein Gebet zu Gott.
fNuf dem Grabsteine ist sein Name irrig K a«
miüski angegeben, denn er heißt Kamieu Ski
und schrieb sich auch immer selbst so.) — Noch
sind erwähnenswerth: Anton Kamieu 2 ki,
Lehrer (oder wie es dort heißt: Collabo»
rator) am Lyceum zu St. Anna in Krakau;
rr trug im Jahre 1849 in der ersten und zwei»
ten Classe die polnische Sprache vor. später,
wie es scheint. wurde er Bibliothekar des
Grafen Peter Moszyüski in Krakau. Er
hat durch den Druck veröffentlicht: „Xkuki ^ .
27k» poi8kis3o e-tzää I'"«, d. i. Unterricht
in der polnischen Sprache. 1. Theil (Krakau
1853. 8<>.) und 5,8tono 0 -^clio^Huiu cl-isei",
d. i. Ein Wort über die Erziehung der Kinder
(Warschau 1857 . 12".). ^a^/««Hl ^«7.
l^./eks.>, Nlatkr^at^ äo Nono i^-Hki 5 disto.
i^i roä^iu I^ amieüslcicd i Klamingkiok
stc. (wie oben). Bd. I I , S. 15. 78 u. 315.^ j
— Thaddäus Alexius K. war Hauptmann
im ehemaligen lithauischen Armeecorps, dann
Kanzleidirector deS Krakauer VerwaltungS»
cuntes und ein fruchtbarer Gelegenheitüdichter.
Viele seiner Dichtungen Zählt Iul. Alex. K a»
miuski in den oben citirten „^latsr^Hl^"
(z>. 99) und im Anhange zum 1. Bande
(S. 90) auf. — Ein Walentin K. (geb. zu
Wasilow in der (5helmschen Diöcese 1702,
grst. zu Krakau 11. Februar 1781) war Piarist,
und versah als solcher das Lehramt in den
unteren Schulen seines Ordens; dann in der
Philosophie und Theologie. Im Jahre 1731
kam er als Examinator in das Kloster zu Kra»
kau, und hat
sich
um die Ausschmückung der
dortigen Piaristenkirche ein nicht geringes
Verdienst erworben. Er war ein gelehrter
Mönch und seine Rede auf den h. Thomas
von Aquino ist zu Warschau (1733, Fol.) im
Drucke erschienen. ^ami?isÜ2' l^«l. ^.isa:.^,
. Vd. I, S. 32.) — Ein Vincenz
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon