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Kampellk. 424 Kampelik
gibt sie mit 49 an und darunter Duetten
für 2 Violinen (0p. 8. 42, 48, 49),
Quartetten (0p. 4. 8, 44, 47); Sonaten
für 2 Violinen, und für Violin und Baß
(0p. 2. 7, 13); 6 Violinsolo (0p. 9);
6 Ouvertüren (0p. 40) u. m. a. Vieles
ist ungedruckt und in Böhmen in Hand
schrift verbreitet. Auch soll er mehrere
Kirchenstücke componirt haben. Weitere
Nachrichten über ihn sind nicht aufzu-
treiben gewesen, und daß er um 4788
schon gestorben gewesen, ist auch nur eine,
wenngleich gut unterstützte Annahme.
Dlabacz (Gottfried Ioh.), Allgemeines histo
risches Künstler«3erikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
i8l5. Haase. 4".) Bd. I I , Sp. 3s. — Ger-
ber (Ernst Ludwig). Historisch>biographisches
Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1790, G. I .
Breittopf, gr. 8".) Bd. I, Sp. 706. — Des»
selben Neues historisch<biographisches 3eri»
ton der Tonkünstler (Leipzig i3l3, Kühnel,
gr. 8«.) Bd. I I I , Sp. l«. — Universal»
Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr.
Julius Schladebach, fortgesetzt von Eduard
Bernsdorf (Dresden, Schäfer, gr. 8°.)
Bd. H, S. 56l.
Kampelik, Franz Cyrill (Schrift-
steller, geb. zu Si renow im Bid»
schower Kreise in Böhmen im Jahre 1806).
Er besuchte das Gymnasium zu Gitschin,
begab sich dann nach Wien, wo er die
Philosophie hörte und dem Studium
der technischen Wissenszweige oblag.
Später begann er das Studium der
Theologie und ging nach Brunn, gab es
aber nach zwei Jahren wieder auf und
kehrte nach Wien zurück, wo er Medicin
studirte. Er hat folgende Schriften durch
den Druck veröffentlicht:
d. i. Am Grabe der Frau Julie Urban
u. s. w. (Brunn 4834); ^ „
d.i. Das Franklin'scheSchatz. kästlein u. s. w. (Bystritz 1838. Machold.
8".); —
") d. i. Der öechoslave
oder die Volkssprache in Böhmen,
Mähren, Schlesien und in der Slovakei
(Prag 1842, Pospisil, 8«<); — „ s « s ^
^o^") d. i.
Bruchstücke der öechoslawischenSprache in
Bildern für die Jugend der höheren und
niederen Schulen (ebd. 1842); — „^>äu?a
naH/^s« a n<5?-oFnosi5'", d. i. Die Rechte
unserer Sprache und Volksthümlichkeit
(Prag 1843, Iar.Pospisil, 8".); - ^^-a-
u. s. w., d. i. Die Rechtschreibung der
eecho «slavischen Sprache, anleitendes
Handbuch mit vielen Beispielen. 2 Theile
(Prag 1845 und 1847, K. W. Medau);
" u. s. w., d. i. Die Schön»
heit und Vortrefflichkeit der secho»slavischen
Sprache (Prag 1846); —
") d. i. Vertheidigung der öechischen
Sprache gegen ihre Lästerer und Wider»
sacher (Prag 1847, 8".); — „
d. i. Die Anrede auf Ihr als Vertrau«
lichkeit im gesellschaftlichen Umgänge
der Slaven in Fragen und Antworten
(Prag 1847, 8<>.); — ^oöT-ti ?-aHa o
^6") d. i. Guter Rath über die
Cholera (Prag 1850). Ueberdieß schrieb
K. auch für mehrere öechische Zeit»
schriften. Kampel ik zählt, wie das
obige Schriftenverzeichniß mehr als einen
Beleg dafür abgibt, zur Partei der
Großöechen oder öechischen Centralisten,
unter welchem jene öechen verstanden
werden, die Böhmen, Mähren, Schlesien
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon