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Kandier 427 Aandler
kalischen Zeitung in Wien: „Rück-
blicke auf die Chronometer und Herrn
Mälzel'S neueste Chronometerfabrik in
London" (1817. S. 33-36, 41-43,
49—32 und 37—88) — und in der W i e-
nerZeitschriftfĂĽr Theater und Mode:
„Erwiderung auf Herrn Carpani's Send«
schreiben ĂĽber den FreischĂĽtz von C. M.
v. Weber und dessen Ansichten" (1824,
S. 838—884). Mehrere Musikvereine
und philharmonische Gesellschaften Ita«
liens und des Kaiserstaates haben K.
zu ihrem Ehrenmitgliede ernannt. Er
wĂĽrde, bei seinen tĂĽchtigen Kenntnissen,
gewandter Schreibart und kritischem
Scharfblicke, unter den Musikschriftstellern
eine hervorragende Stelle eingenommen
haben, wenn ihn nicht der Tod so frĂĽh
— er zählte, als er starb, erst 39 Jahre
— dahingerafft hätte.
GaĂźnerF. S. Dr.). Universal'Lerikon der Ton.
kunst. Neue Handausgabe in einem Bande
(Stuttgart 1849, Frz. Köhler. 3er. 8».) S. 473.
^Daselbst befindet sich in Kand ler's Lebens-
skizze folgende unbegreifliche Stelle: „K. starb
1826 als eines der ersten Opfer der kaum erst
ausgebrochenen Cholera, und zwar am 26. Sey«
tember 1831 im 2 Meilen entfernten Curorte
Baden". Also er wäre zweimal, zuerst 1826,
dann 1831 gestorben.) — Uni versal-Lexi«
kon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Iu l .
Schladebach, fortgesetzt von Ed. Berns»
dorf (Dresden. Schäfer. Lex. 8°.) Bd. I I ,
S. 563. — N ou.vo1IsN i oFi>2.i)ki6 6«Q6-
rkio ... pud!i66 V2,r^ irinin I) iäot Q «1-02,
50U5 Ia äirsctioii 6s 21. Is Dr. llosler
(I>Hi-i3 1830 st 8., 8".) lom. XXVII, x. 402.
— Neuer Nekrolog der Deutschen (Il<
menau. B. F. Voigt, kl. 8«.) IX. Jahrgang
(1831). S. 1246. — Becker (Carl Friedrich),
Systematisch <
chronologische
Darstellung der
musikalischen Literatur (Leipzig 1836, Nob.
Friese, 4».) S. 89. 173. 182. 259, Anhang
S. 22 u. 137 ^nach diesem geb. 1794).
Kandler, Peter (Archäolog, geb.
zu Triest im Mai 1804). Ueber das
Leben dieses unermĂĽdlichen Forschers,
dem wie dem bereits verstorbenen Dr. Nossetti zunächst die Aufhellung der
alten Geschichte und Topographie Triests
und Istriens zu verdanken, ist nur sehr
wenig bekannt. Dr. Kandler lebt in
Triest als Advocat und zugleich Anwalt
dieser Stadt; die MuĂźe seines Berufes
widmet er antiquarischen Forschungen
ĂĽber seine Vaterstadt und dehnt sie ĂĽber
sein ganzes Heimatland aus; er ist dort
Director des Museums triestinischer Alter-
thĂĽmer, Conservator der Baudenkmale
für das Küstenland nnd wurde in An«
erkennung seiner Verdienste um das Ge>
meinwesen der Stadt Triest und um die
Wissenschaft von Sr. Majestät mit dem
Orden der eisernen Krone 3. Classe aus»
gezeichnet. Nm die Alterthumskunde seines
engern Vaterlandes, nämlich Triests und
Istriens, besitzt er groĂźe Verdienste; er
hat nicht nur manche alte verwitterte
Inschrift kenntniĂźreich beschrieben und
herausgegeben, er hat Monumente ent-
deckt, ausgegraben, entweder auf eigene
Kosten, oder auf die mehrerer Privaten,
die er für den Zweck der Archäologie zu
gewinnen wuĂźte, gerettet und zu Tage
gefördert. Er hat junge Männer für diese
Studien zu gewinnen gewuĂźt und sie
angeregt, mit ihm vereint Nachforschungen
zur Auffindung und Erhaltung von
AlterthĂĽmern im Lande anzustellen. Auch
als Schriftsteller war K. in der genannten
Richtung sehr thätig und hat bisher fol»
gende Werke herausgegeben:
1826), 3ie-
ses Gedicht des Bischofs Rapicius, der
im 17. Jahrhunderte lebte (gest. 1673),
an Sigismund Grafen Herberstein
gerichtet, ist seines geschichtlichen, die
Stadt und das Gebiet von Triest betreff
senden Inhalts wegen interessant; —
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Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon