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Kanka 438
selle Canissa an der komischen ^prr in
Paris gesungen; im September 18l>2 hat sie
diese Bühne verlassen und ist zur O^
Iz-i-ihüs in PariS übcrgrtrewi, an welchem sie
in Opern singen wird. die eigmö für sie com
ponirt werden sollcn. sZ-remd en ' Vlat t
(Wien. 4«.) 1862, Nr. 2l3.^
Kanka, die Familie. Großvater, Vater
und Sohn haben sich theils auf dem Ge-
biete der darstellenden und tönenden
Kunst, wie auf jenem der Wissenschaft
bekannt gemacht. Iran) Maximilian
Kanka, in Böhmen geboren, lebte im
48. Jahrhunderte und war ein vortreff»
licher Architekt. I n jungen Jahren kam
er nach Italien und machte dort seine
architektonischen Studien. I n sein Vater-
land zurückgekehrt, gab er in mehreren
von ihm und nach seinen Planen aus-
geführten Bauten Proben seines geläu-
terten Geschmacks. Von diesen sind u. a.
anzuführen: Die St. Salvatorökirche am
Altstädter Iesuitencollegium in Prag, das
St. Katharinakloster sammt Kirche in der
Neustadt, das Karlcollegium (1748); für
den Grafen Czernin, dessen Hofbau«
meister K. war, das Schloß zu Winarz
in der Nähe von Prag' auch ist das von
Augustin Neuraiterin Kupfer gestochene
gräflich Czernin'sche Mausoleum von K.
entworfen. — Sein Sohn Johann Ne-
pomuk (geb. zu Prag 1744-, gest. 4798)
erhielt eine gelehrte Bildung, erwarb
4768 die juridische Doctorwurde, wurde
von der Kaiserin Mar ia Theresia
1778 zum königl. Appellationsrath in
Böhmen ernannt und im Jahre 4783
bei der neuen Organisirung der Gerichts«
stellen in Böhmen zu dem königl. Land«
rechte in Prag als Rath übersetzt, als
welcher er jedoch seine früheren Bezüge
als Appellationsratl) behielt. Im Drucke
erschien vom ihm: nKl/szlsma^'lön's ^sn-
?2'u?n Anivs?-Fa/6" (^lÄF 4798). — Sein
Sohn Johann widmete sich gleich dem Vater dem Studium der Rechtswifsen'
schaften, erwarb die Doktorwürde und hat
sich als Fachscbriftsteller, wie auch als
Componist bekannt gemacht. Als Ersterer
gab er heraus: „NaMnch des üsterrrichischcii
Gesetzes über schwere ^nlizriiibertrrtnngrn mit
llllen . . . bis Ende l^ä22 erschienenen Vernriü-
nnngen und EMnternngen". 2 Vde. (Prag
4823. Scholl, 8b.); — „GlMNlllogiZcheZ
NrzMer über die in dm 12 Stammblinden der
durch Älllinntl Vlasek yrrbssZerten Aothischen
(öesetzsllnilulllllg t'iir NiilMrn enthaltenen Gc>
setze" (Prag 1819. Scholl. 8".); auch
besorgte er die neue Ausgabe der von
Johann Roth verfaßten und von Wilh.
Gerh. Goutta fortgesetzten „Sammlung
aller in dem Königreiche Böheim kund«
gemachten Verordnungen und Gesetze",
welche (Prag 4819—1826) in 20 Ban-
den erschienen ist. Als Tonsetzer hat er
mehrere Compositionen, u. z.: „(7onQs?-t<)
^7- ?s />?'H?!o/o?-?6" (1.65x215 4804);
„Neber österreichischer Wehrmänner uun H.
I. u. Collin". 4. Abtheilung (Prag 4809)
— und n^ / / ^ <^2?-/ai5i'<?ns Loei?' ?s (?/<2-
Vsn'n on 5iatto/c)^s" herausgegeben.
Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgemeines histo-
risches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
1813, Gottl.Haase, 4°.) Bd. I I , Sp.39 l^über
Franz Maximil iau, den Sohn Johann
Nepomuk und dessen Sohn Johanns. —
Nagler (G. K. Or.), Neues allgemeines
Künstler.Lerikon (München 1838, E. A. Fleisch,
mann. 8<>.) Bd. VI, S. 527 sübec Franz
Marim. K.). —- Die Künstler aller Zeiten
und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Mül»
ler, fortges. von Or. Karl Klunzinger
(Stuttgart 1860, Ebner u. Seubert, 3er. 8».)
Bd. I I , S. 46? Wer Franz Mar. K.).
Kanne, Friedrich August (Dichter
und Tonsetzer, geb. zu Dklitsch in
Sachsen 8. März 4778, gest. zu Wien
16. December 4833). Eine jener merk-
würdigen Gestalten im menschlichen Leben,
welche in ungezügeltem Dränge nach
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon