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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 448 -
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Kapeller 448 Kapeüer Orden der frommen Schulen, welcher in K. eine Kraft erkannt hatte, wie er sie für seine Zwecke benöthigte. berief ihn zu sich,, ihm die Leitung des bischöflichen Seminars in Raab übertragend. Neben derselben lehrte Kapeller daS canonische Recht. 8 Jahre wirkte K. in diesem Amte, dann folgte er einem Rufe des Grafen Palf fy, der ihm seinen Neffen zur (5r< zichung übergab. Als im Jahre 1748 die österreichische Pinnsten-Provinz von der böhmischen getrennt wurde, kam K. als Rector in das Löwenburgische Convict nach Wien, brachte als solcher den schon von seinem Vorganger begonnenen Bau der Stiftskirche zu Ende und wurde dann Rector der savoyischen adeligen Ritter- akademie. Nachdem er nock im Jahre i738 dem Generalcapitel seines Ordens in Rom beigewohnt hatte, wurde er da« selbst zum Vorsteher der österreichischen Provinz erwählt, die er aber nur kurze Zeit bekleidete, da ihn schon wenige Mo» nate darnach der Tod im 53. Jahre ereilte. I ln Dmcke gab er heraus: l740>; — <,IVii7^^/tta/<?6i!o- a" (?030mi 1743, 8".) und dem von Adolph Grol l verfaßten ., Psalterium vÄviäis" fügte er Erkla» rungen und Phraseologie hinzu, wid> mete es der großen Kaiserin Mar ia Theresia und lieh es sin Wien 1737) im Drucke erscheinen. Schall er (Iaroslaus), Kurze Lebensbeschrei« bungen jener verstorbenen gelehrten Männer auö dem Orden der frommen Schulen, die sich durch ihr Talent und besondere Verdienste um die Literatur u. s. w. ausgezeichnet haben lPrag l799, 8°.) S. 84. Kapeller, Joseph Anton Wal er und Kupferstecher, geb. zuImst im Oberinnthale Tirols 22. Februar 176l. nahm sich 1806 selbst das Leben). Der Sohn eines MalerS, der aber feinen Vater frühzeitig verlor und da er Talent für die Kunst zeigte, von einem mittet» mäßigen Maler in Imst, Namens Wib». ber, nach Anderen Witwer, Unter« richt erhielt. Im Jahre 1773 kam er in die Schule des I . I . Zeiler zu Reute, eines ziemlich geschickten Künstlers, bei dem er bis 1782 blieb. Nun begab er sich nach Wien, besuchte die k. k. Akademie der bildenden Künste, wo er unter Füger's und Maurer's Leitung sein Talent vervollkommnete und bald einer der besten Zöglinge wurde. I m Jahre 1786 erhielt er für sein Oelbild „Ein schlafend rr Fann" den ersten Preis. Neben der Oelmalerei betrieb er auch das Miniaturmalen und Nadiren und brachte es in Beiden zur großer Voll« kommenheit. Im Jahre 1787 erhielt er von dem fürstlichen Hause Iablonow« ski unter sehr vorthcilhaften Bedingungen einen Ruf nach Warschau. Seine Auf» gäbe dort war: die mit einem seltenen Kunsttalente begabte Prinzessin im Zeich' nen und Malen zu unterrichten. Bei dieser Beschäftigung, denn seine talent- volle Schülerin machte leichte und schöne Fortschritte, blieb ihm viel freie Zeil übrig, die er denn auch zu Porträten in Oel und Miniatur, welcke sehr gesucht waren, verwendete. Die Unruhen, welche nun ausbrachen, machten aber dem künstlerischen Schaffen plötzlich ein Ende, K. selbst griff zu den Waffen und that während Warschau's Belagerung Dienste als gemeiner Soldat. Zu den Lichtpuncten jener traurigen Periode gehört seine Be> kanntschaft mit General Kosciuszko, » den K. besonders verehrte und sein Bild in Oel malte, wie auch in Kupfer geschabt herausgab. Dieses schöne Bild gehört zu den großen Seltenheiten. In« dessen änderten die politischen Verhältnisse
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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