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Aapeller 430 Kapferer
genden. Handzeichnungen, Aquatinta
Blätter. Radirungen, 48 unvollendet,
Porträts u. dgl. m. Kapeller war ein
fimker. sehr geschickter und vielseitiger
Künstler, der nicht bloß eine groß
Thätigkeit in eigenen Arbeiten entfal«
tete, sondern immer daö künstlerische
Moment bei denselben fest im Auge be-
hielt, und dem es auch um die Hebung
der Kunst ernstlich zu thun war.
B ote für Tirol und Vorarlberg (amtliches Blatt
in Innsbruck) 4823, Nr 36. 87, 88. —
Hormayr's Archiv für Geschichte. Statistik,
Literatur und Kunst (Wien. i°.) XVII I . Jahrg.
(1827). Nr. 132. — Tirolisches Kunst'
ler« Lexikon (Innsbruck 1830. Nauch. 8".)
S. 107. — Die Künstler aller Zeiten und
Völker. Begonnen uon Prof. Franz Mül ler ,
fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stutt>
gart 1857. Ebner und Seubcrt. gr. 8".)
Bd. H , S. 467. — Tschischka (Franz),
Kunst und Alterthum in dem österreichischen
Kaiserstaate (Wien 1836, Friedr. Beck. gr. 8°.)
S. 139 , 368. — Fust?u,i6«^i ^c5«?a?-
Nowuik N^ki-öon xo!äkien, d. i. Polnisches
Künstler-Lexikon (Warschau 1859. Orgelbrand,
gr. 8°.) Bd. I , S. 215. - Das „Tirolische
Künstler'Lerikon" führt noch einige Künstler
oes Namens Kapeller auf, u z. den Anton
K.. aus dem Lcchthale. dcr in der zweiten
Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte. 1?89 das
zweite Stockwerk des Thurmes der Klosterkirche
zu Neresheim baute, eine schöne Laternenkup'
pel darauf setzte und das Frontispiz erhöhte. —
Dominicus K. (geb. zu Imst 1761),
Maler, der aber sein Vaterland verließ und
sich 1784 zu Passau als Maler niederließ. —
Joseph K. (geb. zu Imst 26. Jänner
179«. gest. zu Wien 15. Juli 182u). besuckte
das Gymnasium zu Innsbruck und nahm bei
Leopold 3 enifle Unterricht im Zeichnen, bei
dem Maler Joseph Schöpf im Malen. Nach
dem Wunsche seines Eltern sollte er Theologie
studicen, was ihm aber nicht zusagte, daher
blieb er sich fast selbst überlassen und hatte mit
Mangel zu kämpfen. Nachdem er zu Meran
und zu Innsbruck seine Studien beendet, vor»
züglick aber im Zeichnen, Porträtmalen und
im Radircn sich vervollkommnet hatte, begab
cr sich im Jahre 162t) nach Wien und wurde
dort in der kaiserlichen Akademie der bilden«
den Künste aufgenommen. Nebenbei besuchte er den dritten Jahrgang der philosophischen
Studien und war entschlossen, sich dem Forst»
wesen zu widmen, zu welchem Zwecke er sich
um die Aufnahme in das Forstinstiwt zu
Maria »Brunn bei Wien bewarb, aber ein
früher Tod — denn er starb schon im ersten
Jahre seines Wiener Aufenthaltes — entriß
ihn der Kunst, für die er eine schöne Begabung
an Tag gelegt hatte. ^Bote für Tirol und
Vorarlberg 1823, Nr. 45. — Nagler (G.
K. Dr.), Neues allgemeines Künstler«Lexikon
(München 1838 , E. A. Fleischmann, so.)
Bd. VI, S. 330.)
Kapferer, (Maler. geb. zu
Set l ra in im Unterinnthale Tirols).
Zeitgenoß. Bildete sich auf der Akademie
der bildenden Künste in Wien, welche er
aber Kränklichkeit halber im Winter
1833/36 für einige Zeit verlassen mußte,
worauf er sich in seine Heimat zurück
begab und dort. bis zu seiner Rückkehr
nach Wien, arbeitete. Von seinen Ar«
beiten ist nur Weniges bekannt, aber ein
paar Male schon machte der Tiroler Bote
derselben ehrenvolle Erwähnung. So
hatte K. im Jahre 4837 vollendet: „Nen
an einem Sammerabende heimkehrenden Anatim",
auf welchem Bilde neben der gelungenen
Figur des Knaben, vornehmlich auch die
landschaftliche' Durchführung gerühmt
wird; in Gemeinschaft mit dem Ma«
er Maas auS Ried arbeitete er die
Bilder für den restaurirten Schrofensteiner
Altar in der alten Pfarrkirche zu Landeck,
und ist von ihm „Nie Vorstellung im Gimpel",
an welchem der „Tiroler Bote" die
„treffenden Charaktere voll Leben und
Wahrheit im wohlthuendsten Colorit, die
richtige Auffassung in der Composttion,
die bedeutende Meisterschaft in der Tech«
nik der Farben und das emsige Bestreben
en strengen Forderungen der Kunst
gerecht zu werden, ohne die Rücksichten
eS herrschenden Geschmackes zu ver»
etzen", hervorhebt. K. malt auch histo«
lische Bilder. Näheres über den Künstler
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon