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Kaprinai 434 Karacs
handschriftlich hinterlassen. Es befinden
sich darunter eine „Slö?l'<Ms<?a scnAo-
?-«m H. <7°.", als Supplement zu deS
David Czwitt inger res NuliFarias
1itter2.ria; eine „Abhandlung über den
Geschichtschreiber Samuel Timon 8. ,7.;
über die Stadt Kaschau und die von
ihr geprägten Münzen; über die Münzen
der ungarischen Könige auS dem Hause
Anjou; des Bischof von Vacz und ungari«
schen Reichskanzlers Stephan Broderi-
cius Beschreibung der Schlacht bei
MohacS; die Zerles pra
Orä. I>lg.6mouLtr., und
m (Üon.v6ntu3 8. Oruois äs
; beiden Abhandlungen geht die
Geschichte des Ursprungs und der Stif.
tungen der genannten Klöster voraus;
ferner
Dipiomawm. KsFQi llunFarias und
noch vieles andere. Insbesondere hat K.
über die Numismatik Ungarns und Sie«
benbürgens vieles gearbeitet. Ein großer
Theil dieser wichtigen Handschriften
wird in der Ofner Universitätsbibliothek
aufbewahrt.
d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Joseph Daniel ik (Pesth 1856, Gustav
Emich, 8".) S. 233 l^ nach diesem geb. 12. August
1717^. — ^loT-an^l ^/ea?l'us^^ Äl6inori2 Huu-
s^rorum et I'rovincialiuiu LLi-iptlL eäiti5
notoruiu (Vieull^s 1776, ^.ut. Iw^vs, 8<>.)
I'oill. I I , p. 293 ^nach diesem geb. 14. Sep.
tember i?!^.— Oesterreichische Natio»
nal<Encyklopädie von Gräffer und
Czikann (Wien 1833, 8«.) Bd. III, S. 153
l^ führt ihn irrig als Kapriani auf^ j. —
H.U3ii-iaca6 8ocistkti5 ^S2U (Visuuas et Lg.-
tiäb. 1853, I.ex. 8«.) 9. 168. — (De Luca)
Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien
1776. Ghelen'sche Schriften. 8°.) I. Bandes
t. Stück, S. 226 snach diesem geb. 14. Sep. tember1724). — Leidenfrost (Karl Floren«
tin), Historisch'biographischeS Handwörterbuch
der denkwürdigsten, berühmtesten und berüch«
tigtesten Menschen aller Stände, Zeiten und
Nationen (Ilmenau 1825, B. F. Voigt, 8")
N. I I I , S. 240 ^nennt ihn auch unrichtig
Kapriani^. — F's^ 'e?' ^OsoT'Li««), llistoria
^.o26.6lliil>.s 8eisutialuili ?H2Na,Qi2,s ^rebi-
rari^ (Lliäas 1335, t?p. HuivOi-sUatis, 4«.)
p. 54 st 82.
Karacs, Franz (Schriftsiecher und
Chartograph, geb. in Ungarn im
Jahre 1769, gest. zu Pesth 14. April
1838). Er erlernte die Kunst des Schrift-
stechens; der erste seines Faches in
Ungarn, arbeitete er und dieß mit Opfern
zu einer Zeit, als die geographische
Literatur in Ungarn noch sehr dürftig
bestellt war. Nicht nur fremde Bestellun-
gen führte er aus, sondern von dem
Dränge beseelt, eine fühlbare Lücke in der
vaterländischen Literatur auszufüllen, be-
gann er aus eigenem Antriebe 1813 den
Stich einer großen Karte Ungarns, und
wurde in seiner Arbeit von Ladislaus
Grafen Teleki wesentlich unterstützt.
Diese Karte — in 4 Blättern — zählt
noch heute in Betreff der Ausführung
wie der Genauigkeit zu den besten über
Ungarn vorhandenen. Auch vollendete
K. der Erste einen Atlas Europa's in
24 Blättern und in ungarischer Sprache.
Aus der Leichenrede des Andreas
Kunoß erfuhr man aber, daß auch K.
das Loos so vieler Strebenden, denen
nicht bereits in der Wiege das Glück
zugelächelt, nämlich das, mit Mangel
und Theilnahmslofigkeit zu kämpfen, zu«
gefallen war. Karacs war mit Eva
Takacs vermalt, welche zu ihrer Zeit
an dem luäom. 0^tsm.6Q^) d< i.-
Wissenschaftliche Nachrichten, mitarbeitete.
Die Tochter aus dieser Ehe, Therese
Karacs, leitet ein Erziehungsinftitut
zu Miskolcz, war aber früher auch als
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon