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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 456 -
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Seite - 456 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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K»ricson 436 Karaczay der Statthalterei eine besondere Unw richtscommission geschaffen wurde, nannte man K. zum Präsidenten derselben, und mm entfaltete er eine energisch Thätigkeit, entwarf einen neuen Nnte richtsplan. stellte den Organismus der z schaffenden Gewerbeschule fest. führte d Reformen im philosophischen und Rechts studium durch, welchem zufolge mehren Gegenstände in der ungarischen Sprach, gelehrt wurden u. dgl. m. Als endlich de Moment der Eröffnung der neuen G Werbeschule herannahte, wurde er noch mit der Instandsetzung der neuen Anstalt betraut, zu ihrem Director ernannt un ihre Eröffnung am 12. November 1846, als dem Tage der öl)jahrigen Feier dei Ernennung des Erzherzogs zum Palatin festlich begangen. Die Gewerbeschule wa bei ihrer ursprünglichen Organisirung, mit dem Hinblicke auf ein aus ihr allma lig hervorgehendes polytechnisches Insti tut, eingerichtet, und sowohl bei dem Bau auf einen für letzteren Zweck nöthig wer denden größeren Flächenraum. wie be treffs der dann zu erweiternden inneren Einrichtung auf größere Geldmittel Ge« dacht genommen worden. Unter der Lei» tung K.'s nahm nun die Anstalt einen raschen Aufschwung und K. war eben daran, seine weiteren Plane zur Verwirk« lichung in Antrag zu bringen, als die Wirren des Jahres 1848 nicht nur diese ganzlich vereitelten, sondern dienoch junge Anstalt selbst empfindlich trafen. K. wurde zu Ende 1849 seiner bisherigen Director- stelle enthoben und zum Präsidenten des Richterstuhls im Pesther Comitate ernannt, worauf ihm spater provisorisch das Prä- sidium des Cllminalgerichts zugewiesen wurde. Koii iLMLi-etek tära, d. i. Neues ungarisches Eonversations.Lerikon (Pesth 1832, Bust. Heckenaft, Ler. 8".) Bd. IV, S. 383. Kar2.csonl)i, siehe: KatÄtsonyi ^S. 473). Karaczay de MlyesMa, Andreas Graf (Feldmarschall. Lieutenant und Commandeur des Maria Theresien« Ordens, geb. zu Kostainicza in der Banal - Militärgrenze 30. November 1744. gest. zu Wiener-Neustadt 22. März 18vs). Entstammt einem alte» ren Adelsgeschlechte, dessen Vorfahren in jenem Theile Kroatiens begütert waren, der von den Türken in Besitz genommen wurde, worauf viele Familien, darunter auch die Karaczay, auswanderten. Sein Vater Peter hatte drei Kinder; ein jün» gerer Sohn, Kasimir (geb. 1746), starb bereits im Jahre 1793; ebenso eine Tochter, Namens Martha; so ruhte nun die ganze Hoffnung des Geschlechts auf dem Freiherrn Andreas. Dieser trat zu Ende des 7jährigen Kueges im Jahre 1733, erst 13 Jahre alt, als Cadet in's confinial-banatische Regiment, wurde bald Fähnrich, gewann als solcher die Theilnahme des FM. Lascy. der den ungen strebsamen Officier dem Capitän der ungarischen Leibgarde, dem Fürsten Eßterhäzy, empfahl, worauf Kara« zay zur Garde übersetzt wurde. Daselbst machte er sich durch seine Verwendung und Geschirklichkeit bemerkbar und wurde chon im dritten Jahre zum Oberlieute« t im Carabmer-Regiment Herzog Albert befördert. Nachdem er darauf im Chevaux'lrgerS. Regiment Georg Wil- elm von Heffen.Darmstadt, nachmals -evenehr (heute Toscana - Dragoner ssr. 4). Rittmeister geworden, zeichnete r. sich in den Feldzügen gegen Preußen 778 und 1779 bei Praußnih und Keul durch ungewöhnliche Tapferkeit und eschickte Führung der ihm anvertrauten ruppe aus. Kaiser Joseph II. ernannte M zum Major, und bald darauf rückte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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