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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 461 -
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Seite - 461 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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KaracMy 461 Kara^an gene, darunter einen General, und erbeu« tete zwei Fahnen. Am merkwürdigsten aber ist sein Abzug bei Bosco, wo drei starke feindliche Colonnen auf ihn loS- rückten, und er in der Nacht, obgleich von ihnen eingeschloffen, ohne den gering« sten Verlust erlitten zu haben, sich ihnen doch zu entziehen wußte. Als im Jahre 4800Feldmarschall'3ieutenant Kray den Oberbefehl über das österreichische Heer in Deutschland erhielt, erbat sich Kray den mittlerweile in den Grafenstand erhobenen Feldmarschall-Lieutenant Ka« raczay zur Rheinarmee. Karaczay kam aus Italien, ebm als die Schlacht bei Engen (3. Mai) gekampft wurde. Schon war unsere Reiterei geworfen. Kray trug K. auf, sie zu sammeln und wieder vorzuführen, waS ihm auch gelang. Aber im Augenblicke des Gelingens stürzte er, von zwei Kugeln im Unter, leibe getroffen. Es war dieß die erste, aber auch letzte Wunde, die K. erhalten hatte. An den Folgen ihrer Vernachläs» sigung auf dem schnellen Rückzüge der Armee nach der verlorenen Schlacht, litt er viele Jahre. Die Kugel konnte nicht mehr herausgezogen werden und so erlag er den Folgen seiner Wunde zu Wiener» Neustadt, wo seine vier Söhne für den Militärstand gebildet wurden. K. war 64 Jahre alt geworden. Einer seiner- Biographen schildert ihn folgendermaßen: „Unerschrockene Tapferkeit, seltene Fas« sung und Gleichmuth, schneller Ueber« blick und richtiges Auffaffen der Absichten deS Feindes, eben so schneller, klug berechneter Entwurf zu wirksamer Ver« eitlung derselben, hatten ihn zu einem glücklichen Anführer gestempelt. Die Trup« pen zweifelten nie unter seiner Leitung am guten Erfolge eines Treffens. Streng und ernst im Dienste, besonders gegen höhere Befehlshaber, war er herablaffend und nachsichtig gegen niedere Untergebene, für deren Fehler er ihre Vorgesetzten ver« antwortlich machte, um diese dadurch selbst zu strengerer und sorgsamerer Beachtung der Pflichterfüllung ihrer Untergebenen zu spornen. Die strengste Redlichkeit ohne Schonung persönlicher Rücksichten und eine seltene Uneigen» nützigkeit wagten ihm selbst seine Gegner — deren er nicht ermangelte und welche auf einen höheren Wirkungskreis, der ihm einigemal zugedacht war, nicht ohne hin. dernden Einfluß blieben — nicht abzuspre« chen." K. war einer der hervorragendsten Reitergenerale der österreichischen Armee. DaS Chevaur»legerS.Regiment Riche- court erhielt ihn im Jahre 1789 zum Inhaber und behielt ihn als solchen auch, als es im Jahre 1798 in ein Dragoner» Regiment umgewandelt wurde; im Jahre 1801 wurde eS aber dem Prinzen Friedrich von Hohenzollern'Hechingen ver« liehen und Karaczayim folgenden Jahre zweiterInhaber des 4., damals Kronprinz Kürassier-Regiment. Ritter von Rittersberg (I.), Biographien der ausgezeichnetsten verstorbenen und lebenden Feldherren der k. t. österreichischen Armee auS der Epoche der Fsldzüge 1788—1821 . . . (Prag 1828 . C. W. Enders . 8".) S. 121 bis 137. — Hirtenfeld ( I . 1^.), Der Mili» tär'Maria TheresiewOrden und seine Mitglie« der (Wien 1837. Staatedruckerei. 4".) S. 267, 293.1733, 1734^ nennt ihn falsch Karaicz ay). — Oesterreichisches Militär«Konver» slltions-Lerikon, herausg. von I. Hirren» feld (Wien 1850, gr.8<».) Bd. I I I , S. 452. — ss i652äi-ni22H8i täbläkkal, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stamm- tafeln (Pesth 1860. Mor. Räth, 8°.) Bd. VI, S. 82. — H7öva7-i e^ckH5?<5) , Ni-äsl? novo- 2sts5sbb csaliiäki, d. i. Siebenbürgens ade» lige Familien (Klausenburg 1834, Barrän und Stein, gr. 6o.)S. 142. — Kneschke (Ernst Heinrich Prof. I>r.), Deutsche Grafen<Häuser der Gegenwart (Leipzig l854, T. O. Weigel, 80.) Vd. I I I , S. 187. — Grafenstands-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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