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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 462 -
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Seite - 462 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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462 AaracMy Dip lom vom 1. Octobcr 1798. —Porträt. Lithoßraphirt mit der Unterschrift: Andreas Graf Karac'.ay, k. k. General'Feldmarschall. Lieutenant (8".) sauch in Rittersberg's „Bio» graptnen"). — Genealogie, heutiger Familien- stand und Wappen des VrafenKaraszan. Die Familie, namentlich Andreas Graf Kara. czan, erscheint hie und da. z.B. im Eraän« zungsbande von M egerle von Mühlfeld's „Adclslerikon" (S. 17) als Karaicsay; das ist unrichtig, weder heißt die Familie so. noch schrieb sich der Graf Andrea S je anders als Karaczav; übrigens erscheint in ungarischen Werken der Name auch mit einem s statt z geschrieben: als ^ aracsar,. Die Familie war ursprünglich in Croatien ansässig, wo sie einige Besitzungen desaß. aber durch die Einfälle der Türken in's Land veranlaßt wurde, das Land zu verlassen und nach Ungarn zu übersiedeln. Peter, der Vater deö berühmten Reitergene, rals Andreas ^s.d. Obigen^, erhielt im Jahre 1773 von Kaiser Joseph I I . den Freiberrn. stand. Von seinen Kindern starb eine Tochter Martha in jungen Jahren und srin zweiter Sohn Kasimir (geb. 1746. gest. 1793) unver. mält im Alter von 47 Jahren. Das Geschlecht pflanzte Freiherr Andreas fort. welcher mit 1. Octoder 1798 in den Grafenstand erhoben wurden. Dltz Freiherrn Andreas K. Frau war Aosalia Zreiin von Wimmersöerg auf Pe- terwitz in Prcußisch»Schlesien; aus dieser Ehe stammen 4 Srdne: lie Grafen Fedor, Ale- xander, Joseph und Andreas Alpheus. Graf Fedor (geb. 3. Octobei,' l7d7 . gest. 2. Juli 1859), besuchte einige Zeit die Wiener« Neustädter Akadcmie, irat 1803 als Cadet bei Fürst Liechtenstein-Huszaren ein, und zeichnete sich als ^berlieutenant im Jahre 181Z bei Pirna a^,s. wo er freiwillig den Brückenkopf mitstürmte; später bei Lyon, wo, cr bei einer Streifung auf dem Wege ein rühmliches Gefecht mit 20 Gensdarmen und 300 Mann Infanterie bestand. Er war einige Zeit Dienstkämmerer bei Sr. k. Hoheit Erzherzog Mar im i l i an . wurde Major im 1. Uhlanen'Negimente und dann Oberst und Platzcommandani zu Mantua; dann trat er in persische Dienste als Instructor für den in Teheran zu gründenden Generalstab und war im Jahre 1834 Chef des persischen General' stabes mit dem Range eines Generals. Der Aufsatz in Hormayr'S „Archiv" 1815: „Die Moldau, ihre Bewohner" (2. 2)^ stammt aus seiner Feoer; wahrscheinlich ist er auch der Verfasser des Werkes: ^ H sieils. ! >lanuel <w vo^HFOur" (Stuttgart 1825, Cotta, 12"., mit Karte), wovon eine neue Ausgabe unter dem Titel: MknusI äii vo^a- 36111° sn siciis" (?Hli5 1826 , Ksnouarä, 18«.) erschien. Der Graf war (seit 1853) mit Iosephine VelMti-Bianchi (geb. 2. Mai 182^), einer Adoptwtochter der Marquise Julia Vianchi-Noran, vermalt. Aus dieser Ehe sind keine Kinder vorhanden. Die Gräfin»Wltwe lebt zu Brünn. — Graf Alexander (Tändor) (geb. 18. August 1790 . gest. 2. September 1858) war Suw aro w's Pathe, wurde noch in der Wiege von der russischen Kaiserin Kathar ina zum Oberlieutenant im Fana- goriski'schen Negimente ernannt, im Jahre 1794 — also als er 4 Jahre alt war — zum Haupt» mann und 1799 — im Alter von 9 Jahren — zum Major und Flügeladjutanten ernannt. Er gab aber seine glänzenden Aussichten im russi- schen Heere auf und trat als Lieutenant bei Erzherzog Ioseph.Huszaren in die österreichische Armee, die er aber als Rittmeister wieder ver- ließ. Aus seiner Ehe mit Aolalia Rornis (gest. 1847) stammen die heutigen Sproßen dieses Geschlechts: Graf Alexander, Graf Joseph, Gräfin Glodie und Gräfin Alerandrine. Diese letztere ist am 3, März 1837 gestorben. Gräsin El odie (geb. 1815) ist mit Max Edlen von wimmcr, Besitzer von Zsadany bei Szathmär in Ungarn, vermalt. — Graf Jo- seph (geb. 1816). Herr auf Aranyküt bei Kalas nächstÄlausenburg. starb im Jahre 1862, und Graf Alerand er «.geb. 1814), das ge- genwartige Haupt der Familie, ist kais. otto- manischer Gestütsdirector zu Khjulahja in der Türkei, vermalt seit 1844 mit Johanna Freiin von Uiesselsnui, aus welcher Ehe nur zwei Töch» ter: Melanie (geb. i845) und Clementine (geb. 1847), stammen. Von den zwei anderen Söhnen des Gmerals Andreas diente Graf Joseph in der kaiserlichen Armee und war zuletzt Oberst, als welcher er im Jahre 1848 zu Aranyküt in Siebenbürgen starb; der jüngsteSohnaver, Graf Andreas Alpheus, starb 1813 als Rittmeister im Regimente Kaiser »Huszaren. — Wappen. Gevierteter Schild mit Herzschild. Dieses letztere zeigt im rothen Felde einen schrägrechts strömenden silbernen Fluß. Die Felder des Hauptschildes weisen l u. 4.- in Roth einen vorwärtSsehenden aufrechtstehenden geharnischten Ritter mit offe- nem Visir, in der ausgestreckten rechten Hand ein entblößtes Schwert an goldenem Griffe schwingend, die Linke in die Hüfte stemmend; 2 : in Blau auf grünem Boden einen Strauß
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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