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schriftenund Sammelwerken abgedruckten
Abhandlungen mitgetheilt. Von ersteren
find mehrere auch in den Büchercatalogen
nicht ersichtlich gemacht und bibliogra
phische Seltenheiten. Die selbstständigen
Werke sind in chronologischer Folge:
„Beiträge M Geschichte der lllndestürstlichen
Münze Men5 im Mittellllter" (Wien 4838,
80.) früher abgedruckt in Chmel's Ge
schichtsforscher (Bd. I, S. 274); — „Von
den Ziben Zläküren. Gedicht des13. Jahrhunderts"
(Heidelberg 1839, 8«.). nach einer Per-
gament» Handschrift der Wiener Hofbi»
bliothek und einer Papier.Handschrift der
Klosterneuburger Stiftsbibliothek: —
„Friihlingsgabe tiir Freunde älterer M.eratur"
(Wien 1839. Mö.Sle's Witwe, 8<>); sie
enthält Bruchstücke eines bis dahin unbe«
kannten deutschen Gedichtes aus dem
13. Jahrhundert, betitelt: Walther:
mittelenglische Balladen, darunter eine
in zweifacher Bearbeitung; ein histori«
sches Volkslied auS dem Jahre 1397;
mehrere Legenden, 2 niederdeutsche und
eine mittelgriechische und die Visio ?kili>
berti im lateinischen Original aus dem
12. Jahrhundert und in 2 deutschen
Nachbildungen, deren eine aus dem
14. Jahrhundert stammt. Dieses Werk
wurde von Otto Wigand in Leipzig
unter dem Titel: „Der Schatzgräber. Bei»
träge für altere deu-tsche Literatur" (Leip.
zig 1842. 8o.), ohne K.'S Wissen zum
zweiten Male herausgegeben; — „Mi-
chael Neheim'ö Buch nun den Menrrn, 3A62 bis
IA65. Slim ersten Male nach der Heidelberger
Md Wiener Handschrift mit llnsiiihrlichen Or-
l'linternngrn herausgegeben" (Wien 1843,
8^.); — Heitrid Helbling, ein iisterreichizchrr
Hichtrr dr5 13. Jahrhunderts pm ersten Male
herllN5Mrben und erläutert" (Leipzig 1844,
Ho.); auch in Haupt's „Zeitschrift für
deutsches Alterthum« (Leipzig 1844,
Bd. 4, S. 1 u. f.), eine der vorzüglich« sten Quellen zur Geschichte der Sitten
und Gewohnheiten der Oesterreich er im
13. Jahrhunderte; — „Deutsche Sprach-
Denkmale des Mältten Jahrhunderts. Anal ersten
Nlllle herausgegeben. Mit 53 Nildern unk einem
Facsimile der Handschrift" (Wien 1846,
Braumüller und Seidel, 8".); sie ent-
halten den Abdruck folgender Stücke:
I. Vom Rechte; I I . Die Hochzeit;
I I I . Vom Verlornen Sohne: 1^ . Phy.
siologus; V. St. Paulus. Die ersten vier
aus einem handschriftlichen Coder, der sich
im Besitze des Vereins für Geschichte und
Landeskunde Kärnthens befindet und wo-
von die ersten drei Stücke völlig, das
vierte aber in dieser Form neu ist; das
fünfte aus K.'s eigener Sammlung. Alle
fünf Stücke gehören dem 12. Iahrhun«
derte an. Die merkwürdigen Bilder zum
Physiologus sind von Eduard Freiherrn
von Sacken gezeichnet; — Gin Labspruch
der Hochl'Michen weitbernmdten NhüniMichen
Stat Nienn in Österreich . . . durch Walffgang
meltll, Schulmeister zun Schatten, und
bnrger daselbst in I5'48 Jar. Sn dem dritten mal
übersehen und grbessert" (Wienn in Oster«
reich durch Matheum Kuppitsch, Buch»
furer1849, 8o.j, ein facsimilirter Abdruck
der zweiten bereitä höchst seltenen Ausgabe
dieses für die deutsche Sprachkunde werth»
vollen Gedichts; — „Zehn Gedichte Michael
Nehcitu's znr Geschichte GesterceichZ und Vnzrrns.
Nach einer Heidelberger- und einer Münchener
Handschrift mit Erläuterungen herausgegeben"
(Wien 1859. 40.); auch in dem Werke:
„Quellen und Forschungen zur valer«
landlschenGeschichte, LiteraturundKunst"
iien ^849, 4".); — „Nlittelhllchdentche
:nmattk, I. 2)nnt> und Fleii ans lehre" (Wien
1830. Braumüller, kl. 8".), als Manu-
pt gedruckt; — „Teber dis Ganril üan
n I2Ä5" (Wien 1830, 4".); auch im
zweiten Bande der „Denkschriften der
philos. histor. Classe der kaiserlichen Aka»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon