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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 478 -
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Seite - 478 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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Karl 478 Karl rühmte den Arbeiten dieses Künstlers. ?on dem in ocn späteren Jahren nichts mehr gehört wurde. Geist in Wahl und Behandlung der Stosse und Grazie nach. Ein Kritiker schreibt: „Er scheint das, was in der Malerei Genre« bild ist. in die Tkulptur übertragen zu wollen". Kein Äünstler»Lerikon gedenkt seiner. Hrank l (3, A.). SonntaZöblätter 1842. S. 472.^ — 2. Joseph Karl (geb. am Gasteigergute in der Fager in Salzburg 30. December 1742), ein sehr geschickter Mechaniker, der neben anderen zweckmäßigen Einrichtungen im Jahre 1798 die Blechlochmaschine erfand, welche in Hallein aufgestellt ward und von der ein genaues Modell nach Wien in die k. t. Hofkammer geschickt wurde. Mit dieser Maschine konnten die dicksten Bleche geschnitten und die Löcher in gehöriger Eintheilung ge< bohrt werden. Sie corrigirte sich selbst, wenn der Handlanger zufällig etwas vergaß und blieb von selbst stehen. Freiherr uon Eggers in seiner „Reise durch Franken. Baiern. Oester» reich, Preußen- und Sachsen" (Leipzig 1810), S. 450. gedenkt Karl 's in ehrenvoller Weise. lP i l lwein (Benedict). Biographische Schil< derungen oder Lerikon Salzburgischer, theils verstorbener, theils lebender Künstler (Salz» bürg 1821, Mayr. kl. 8<>.) S. 110.) — 3. KasparK a r l . welcher in der zweitenHälfte des 18. Jahrhunderts lebte und seines Frei« sinns wegen mannigfache Verfolgungen zu erfahren hatte. Er war zuerst Benesiciat und Curat bei St. Peter in Wien und seiner Ge» diegenbeit und Gelehrsamkeit wegen zum Büchercensor bestellt. Da er aber jener Partei, zu der eben nicht. oder vielmehr zu deren Gegnern er gehörte, sein Amt nicht strenge genug handhabte, gelang es den Umtrieben des Propstes von St. Michael. Nikolaus Spenger, ihn zu verdächtigen und er ver» lor die Censur. Im Jahre 1778 wurde K. Di« rector des theologischen Studiums zu Olmütz und Vorsteher des dortigen Priesterhauses. Aber auch dort entging er den Ränken seiner Widersacher nicht, denen es zwar gelang, ihm die Oberaufsicht des Priesterhauses zu nehmen; aber das Direktorat behielt er in Anerkennung „seiner Kenntnisse. seines Eifers und seiner guten Eigenschaften" auf Befehl de^ Regierung. Ä. dürfte der Uebersetzer der Schrift: „Ab« Handlung r»on der christlichen Hoffnung wider den Geist der Kleinmüthigen" (Wien 1793, 8v.) und der Verfasser der „Lebensgeschichte der Heiligen, auf alle Tage im Jahre". 2 Theile (Troppau 1 ?di») sein. sO e ste rr eickischeBie« d?rmanns« Chronik. Ein Gegenstück zum Fantasien» und Prediger»Almanach (Freiheits» bürg ^Akademie in Linz) 1783, kl.8<>.) S.106.) — 4. Nudolph Kar l , ein zur Zeit in Wien lebender Thiermaler. Eines seiner Bilder voll Humor, ein Hundestück: „Der Beneidete", war im Jahre 1839 in der April.Aus stellung zu sehen. Sein Preis betrug 200 fl. Spätere Ausstellungen hat er nicht mehr beschickt. ^Katalog der Ausstellung des österreichischen Kunstoereins, Nr. 106. 18S9, Monat April. Nr. 70.) — 5. Der Oberjäger Kar l im Gör g ey'schen Corps, eine mysteriöse Persönlichkeit, welche im ungarischen Kriege 1848 und 1849 von sich reden machte. Sie war ein Frauenzimmer und soll mit der Wiener Barricadenheldin Karol ine eine und dieselbe Person, von Ge- burt übrigens Croatin sein. Im November 1848 trat sie zu Pesth in ungarische Dienste, wurde in das zu Preßburg errichtete Scharf» schützewBataillon eingereiht, in welchem sie bei Windschacht und Kapolna Proben großer Tapferkeit gab. Als sie nach der Schlacht bei Kapolna ermüdet zurückblieb und plötzlich von 3 Kürassieren angegriffen wurde, tödtete sie zwei und der dritte floh, als er Verstärkung heran» kommen sah. Ob erjäger K arl wurde nun Lieutenant in einem HusZaren'Regimente im Heere der Insurgenten. Die Schicksale dieser merkwürdigen Amazone nach der Waffenstre» ckung von Vilagos sind unbekannt. ^Euphro» sine (TemesvärerUnterh. Blatt) 1851, Nr. 3: „Aus meinen Notizblättern der Gegenwart".) Karl V., deutscher Kaiser, siehe: ßabs- burg, Karl V. >M. VI , S. 333, Nr. 430). Karl, Infant von Spanien, gewöhn« lich Don Carlos, Sohn Philipp's II., siehe: ßabsburg, Karl, Infant von Spa. nien j M VI, S. 333, Nr. Karl II. von Steiermark, Erzherzog von Oesterreich, siehe: ßabsburg, Karl I I . von Steiermark ^Bd. V I , S. 338, Nr. 432). Karl II., König von Spanien, siehe: Hllbsburg, Karl I I . , König von Spa> nien jM. VI, S. 360, Nr. 433^. Karl, Markgraf von Nutgau, siehe: Habsburg, Karl, Markgraf von Burgau M . VI, S. 364,'Nr. 434).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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