Seite - 396 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11
Bild der Seite - 396 -
Text der Seite - 396 -
Dreher 396 Ebersberg
Fleiße und Thatkraft aus kleinen Ver-
Hältnissen zu Millionären bringen. Bei
allem seinem Reichthume war er aber
bescheiden und so rastlos thatig geblieben,
wie zu jener Zeit, als man ihn bei
Beginn seiner Unternehmungen — vor
27 Jahren — als „englischen Brau-
meiftcr" verspottete. Seit Strauß's
Tode gab es kein so lebhaft besuchtes
Ieichenbegängniß — das Radehky's
abgerechnet — wie jenes Dreher 's .
D. hinterließ eine Witwe und einen
14jährigen Sohn, der den testamenta-
rischen Verfügungen des Vaters zu
Folge nach beendetem Gymnasium in
der Brauerei von Barklar) u. Comp.
in London das Geschäft feines Vaters
zuerst vollkommen erlernen und dann
weiter führen soll.
Wald Heim's i l lustrirte Blätter (Wien,
gr. 4») 1864. Nr, 2. S. 13 »uf S. 9 sein
Porträt im Holzschnitt nach einer Photogra
phie von A O st^, — Fremden B la t t
(Wien, 40) 1863, Nr 242, 3ö5 u, Ao7, —
Presse (Wiener polit. Blatt) itiUö. Nr. 355,
ö36 Abendbl. u, Nr, 337, — Mährischer
Korrespondent l8«3, Nr. üoo. — Con
stitutionellc österreichische Zeitung
(Wien, Fol.) 1863, Nr, 607. — BotznerZei.
tung1863. Nr. 179.— Die Glocke (Wie-
ner polit. Blatt), herausgeg, von Terzky, I Nr. 239 u. 240: „Dreher's Besitz". — Wie-
ner Zeitung li>«l. Abendblatt Nr. 1«4:
Variationen ^ine Schilderung der Dreher'-
schen Brauerei in Klein-SchwechaH.
N Dreyschock, Alexander, Tonsetzer
und Claviervictuos ^s. d. Bd. I I I ,
S. 382^. Der Künstler machte seit dem
I . !838 viele Kunstreistn und wurde durch
Ernennung zum österreichischen Kammer»
virtuosen und großherzoglich Heffischen
Hofcapellmeister ausgezeichnet. Als bei
Gelegenheit seiner im Jahre 1861 unter»
nommenen Kunstreise in den Norden,
wo er in Warschau, Kiew und in anderen
Städten mit großem Erfolge Concerte
gab, von einem Warschauer Correspon-
denten die Nachricht verbreitet wurde,
D. habe seinen Namen und seine Religion
zu Gunsten der dortigen Nationalver»
Hältnisse verläugnet, welche Nachricht
dann auch andere Journale brachten,
trat D. in einem aus Kiew vom 7. Fe«
bruar 1861 datirten Schreiben diesem
böswilligen Gerüchte, es einfach in Ab-
rede stellend, entgegen.
Vohcmia (Präger Journal, 4".) lülii. Nr. 43,
S. l>l>4. — vklidor. <^kt>opi8 >^io duädu,
äivuc^o 2. t. ä., d. i, Dalibor. Zeitung für
Musik. Theater u. s. w. Redigirt von Ema«
nuel Meli« ^Prag. 4",) t««2, Nr. 14.
G.
^ Ebcrsberg, OttocarFranz (Schrift-
.fteller, geb. zu Wien 10. October
1833). Schreibt unter dem Pseudonym
O. F. Berg. Jüngerer Sohn deS
Redacteurs des „Oesterreichischen Zu-
schauerS" Joseph Sigm und Ebers
berg sVd. I I I , S. 412). Beendete die
Gymnasialclaffen in Wien und trat dann
bei der Lotto. Gefallsdirection in den
Staatsdienst, in welchem er neun Jahre
zubrachte. Seit dem Jahre 1854 be>
schäftigt er sich mit dramatischen Ar» beiten für die Wiener Vorstadttheater.
Als ihm 1860 die Theatercensur ein
bereis erlaubtes und dreimal aufgeführ«
tes Stück „wiener nui> Franzose" Nachtrag-
lich verbot, verzichtete er auf seine k. k.
Anstellung und übersiedelte nach Berlin,
wo er sich mit journalistischen Arbeiten
befaßte. Im Jahre 1861 kehrte er nach
Wien zurück, wo er seine dramatischen
Arbeiten fortsetzte und im November
1862 das Witzblatt „Kikeriki" begrün-
dete, welches die verjährten, mannigfach
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Band 11
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Károlyi-Kiwisch
- Band
- 11
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 498
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon