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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11
Seite - 398 -
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Seite - 398 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11

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Ebersberg 398 Eckardt 20 Mal gegeben. Außer den angeführten Stücken, welche meist ungedruckt sind, schrieb E. eine ganze Reihe komischer und salyrischer Kalender, und zwar 1833 und 4834 den „Komischen Almanach tür Lustige und Traurige u^m Vachrn" (Wien, Pesth. Linz, bei Hartleben, 8".); — für die Jahre 1833 und 1856: „Nein «Nag ohne Witz" (Wien. bei Dirnböck)', — für 4837 den „Flgarn-Kalentler" (ebd.. bei Wald heim); — für dasselbe Jahr auch den „<5hüriullri, komischer IMsKulender" sebd.)', — für 1362 und 1863 den „Kikeriki- Ratender", in welchem E. die.selbe Tendenz verfolgt, wie in seinem Journale „Kikeriki" und welcher eine noch größere Auflage hat als jenes. Während seiner Haft schrieb er das 3'lbell: „Kikeriki im Arrest". I n den Jahren 1838 und 1839 redigirte er gemeinschaftlich mit Wimmer das Spottblatt „Tritsch-Tratsch" und bethet ligte sich — aber nur kurze Zeit — an der Redaction des von Varry heraus- gegebenen Spottblattes: „Der Teufel in Wien". Ueberdieß arbeitet er Feuilletons für die Wiener Journale Morgen'Post, Figaro und Telegraf. Berg's Muse hat viele Gegner, aber auch viele Freunde. Indem er sich selbst unabhängig gemacht hat, geißelt er schonungslos. waS ihm unterkommt. I n diesem Flagellanten- geschäfte unterstützen ihn unversiegbarer Witz, der mitunter an bitteren Sarkasmuö streift, reiche Fantasie, lebendige Auf» fassungg. und leichte Gestaltungsgabe, und ein Gleichmuth, der ihn die nicht eben sanften Ausfälle seiner erbitterten Gegner mit stoischer Ruhe und dem Bewußtsein ertragen läßt, in diesen An- griffen neuen Stoff zu seinem Humor zu finden. Verschiedene Wiener Blätter, als: Theater» Zeitung. Morgen-Post,Telegraf u. ü. — Souff leurbücheln der Wiener Vor« stadt'Theater. , Ludwig, dramatischer Dich« ter und Schriftsteller ^s. d. Bd. I I I , S. 4l8). Die von mehreren Seiten ge« hegten Erwartungen, E. werde in sein Vaterland zurückkehren, was ihm bei den veränderten Verhältnissen in dem» selben auch leicht geworden wäre, haben sich nicht bestätigt. Er blieb noch mehrere Jahre als Docent und Schriftsteller in der Schweiz thätig, und zwar anfanglich in Bern. bis er Mitte October 1860 als Professor der deutschen Sprache an die höhere Lehranstalt nach Luzern berufen wurde. Gegen seine Ernennung legten sämmtliche geistliche Professoren der La> zerner Cantonsschule Protest ein und als Grund ihreS feindseligen Auftretens gegen den Dichter legten sie ein Frag- ment aus seinem Stücke: „Elisabeth von Scharlachthal" vor. welches in der Zeitschrift „Die Schweiz" abgedruckt war. Aber dieser Protest einiger Glaubens» fanatiker machte die maßgebende Behörde nicht irre und Eckardt blieb an seinem Posten. Die bei Antritt desselben gehal- tene Rede erschien auch unt. d.Tit.: „Ueber die Strlluny des deutschen Sprachunterrichts im des Gymnasiums unk die Art und Meise Seiner Behandlung" (Luzern 1861) im Drucke. I m Jahre 1862 folgte Eckardt einem Rufe des Großherzogs von Baden nach Karlsruhe, um dort mehrere Winter hindurch Vorlesungen über Aesthetik und Kuimgeschichte zu halten; zugleich ist E. zum großherzogl. Hofbibliothekar ernannt worden. Zu den bereits im Hauptartikel dieses Werkes angegebenen Werken sind hinzuzufügen: „Anleitung, dichterische Mei- zterwerke ant' eine geist- nnd herzbililende Weise n lesen" (Jena 1837. Hochhausen, 8".): — „Die thristische Begründung der Aesthetik m <Sege«3lltze ju der pantheistischen" (ebd. 1887, 8o.); — in den „Erläuterungen zu den deutschen Klassikern", welche zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Károlyi-Kiwisch, Band 11
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Károlyi-Kiwisch
Band
11
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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