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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11
Seite - 403 -
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Falimerayer 403 Feifalik ^-V Fallmerayer. Jacob Philipp s^. d. Bd. IV, S. 440^. gest. zu München 23. April 4861. Seit längerer Zeit lei dend. erlag er, 71 Jahre alt, seinem Uebel. Seinen literarischen Nachlaß hat F. seinem langjährigen Freunde, dem Hi storiker Dr. G. M. Thomas, vermacht und sind bereits drei Bande unter dem Titel: „Gesammelte Werke nan Äakllk Mi- lipp Fallinerlllzrr" (Leipzig 1861 u. f., Engelmann, 8^.) erschienen. Thomas hat dem ersten Bande einen Abriß der Lebensgeschichte Fal lmerayer'S vor- ausgeschickt und uns darin mit Freundes- Hand einen Mann gezeichnet, welcher „sein Leben dem Gotte des Lichtes ge« weiht". Diese gesammelten Werke ent« halten u. a.: „Neue Fragmente aus dem Orient", „Anatolische Reisebilder", meh> reve Aufsähe aus dem Jahre 18tN und <85>3 über Constantinovel, Aegypten, Syrien, Palästina; eine byzantinische Correspondenz aus den Jahren 1840 und 1841, vornehmlich politischen Inhalts und mehrere Anzeigen wissenschaftlicher Werke, vornehmlich solcher, in welchen F. seine eigenen Ansichten und Stildien zur Gescbichte des mittelalterlichen Grie- chenlands und seiner Slavisirung bestä» tigt findet. Er selbst hatte in seinen letzten Jahren hekausgegeben: „NaZ todte Mrei" (München 1833. 4".) — und „Nas nlküllrgtZche Olement in (ßrirchrnlaüil". I. und I I . Abtheilung (München 1837 und 1860,4".). Fal lmerayer feiert, leider erst im Grabe, den Triumph seiner wissenschaftlichen Forschungen über diese Mischlingsrace, genannt Neu>Hellenen. Von Keinem wie von ihm wurde dieses Volk so erkannt, geschildert, be« und ver> urtheilt. Scharfsinnig als Kritiker, gedie. gen und gründlich als Forscher, hat er auf dem Gebiete der Prophetie — man lese nur seine Geschichte der Halbinsel Morea im Mittelalter — das Trefflichste geleistet. Sein nicht unbedeutendes Ver« mögen, welches er sich selbst erworben — denn von armen Eltern, hatte er in seiner Jugend Schafe gehütet — hat F. seinem Neffen, einem jungen Kauf. manne in Brixen, verschrieben. Allgemeine Zeitung (Augsburg. 40.) 1861. Nr. 1l9, Beilage S. 1944. — Fremden« Bla t t (Wien. 4".) 1861. Nr. 1l6 l^ nach die« sem wäre F. am 26. April gestorben); — dasselbe, Nr. l39. — Unsere Zeit (Leip- zig , Brockhaus, gr. 8«.) Bd. VII (1863). S. 204. — Deutsche allgemeine Zei- tung <861, Nr. N8. Beilage ^Berichtigungen über seinen Nachlaß). — Beilage zur Zei' tung „Deutschland" 4856. Nr. 249.. „Eine Erinnerung an das Jahr 1848". — Augs- burger PostZeitung 1836, Nr. 26l, Bei- lage S. 4043: „Der Fragmentist, kardinal Antonelli und Mazzini". — Wiener Zci ' tung <86l, Nr. 3. ^N Feifalik, Julius Literarhisto- riker ^s. d. Bd. IV, S. 161^. gest. 30. Juni 1862. In der Blüthe seiner Jahre, erst 27 Jahre alt, starb F.. der fich durch seine Untersuchungen auf dem Gebiete der Germanistik und der alteren slavischen Literargeschichte, insbesondere durch seine Forschungen über die Echt« heit der K ö n i g i n h o f er Hand- chrift, welche er mit den gewich, tigsten Gründen angriff, in kurzer Zeit rühmlichst bekannt gemacht, sich aber auch von einer Seite solche Feinde zugezogen hatte, daß er ebenso bei Lebzeiten auf das Unanständigste verlästert, als nach 'einem Tode in der zu Prag erscheinenden öechischen Zeitschrift Mas in so infa« mirender Weise angegriffen wurde, daß
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Károlyi-Kiwisch, Band 11
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Károlyi-Kiwisch
Band
11
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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