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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11
Seite - 406 -
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Seite - 406 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11

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Flir 406 Förster Gelegenheit verabsäumte, sein trauriges LoS immer noch ein beneidenswertes zu nennen, weil ihm die Gabe der Dichtung und die Liebe seiner Freunde eine reiche Entschädigung für die Verwahrlosung schien, die sich die Natur gegen seinen leiblichen Antheil zu Schuld kommen lieh. Goethe wurde von dem Rathe Grüner (Briefwechsel zwischen ihm und Goethe, Leipzig 1833) auf Firnstein aufmerksam gemacht, und als Goethe am 3. August 1822 den Mineralogen Lößl zu Falkenan besuchte, rollte man ihm den kleinen Naturdichter entgegen G. theilte in den erwähnten Heften ..Kunst und Alterthum" einige Gedichte tzirnstein'S, darunter das Hopfenlied mit; auch hatte Goethe die Absicht, eine größere Sammlung von F.'s Gedichter drucken zu lassen. G. rühmt an diesen Gedichten eine gewisse Anmuth, die Ge> genwart dcr offenen Natur, Behagen an einer sich beschränkenden Geselligkeit, Ge» nuß und Hoffnung und einen menschlich edlen Ernst, dem eine reine Gottesver- ehrung gar wohl ansteht. Dr. Riemer hob an F.'S poetischen Arbeiten noch den gleichbleibenden Gehalt, die reine Form und den angemessenen zierlichen Ausdruck hervor. Goethe. Kunst und Alterthum, Bd. I Heft 2. S. 7i) u. f. 515 Flir, Alois s^. d. Bd. IV, S. geb. zu Land eck in Tirol 7. October 1803, gest. zu Rom 7. März 18->9. In der zweiten Hälfte des Jahres 1833 ging er als deutscher Prediger und Rector der deutschen Nationalkirche (all kniina ge- nannt) nach Rom, wo er bald den geisti^ gen Mittelpunct der deutschen Künstler bildete. Seine Vertrautheit mit der deut« schell Wissenschaft veranlaßte seine Er- nennung zum Consultor der Congrega» tion des Index. Als endlich im Sommer 1838 seine Ernennung zum ^rMtor ro- tas erfolgte, betrat er damit den Weg zu den höchsten Ehrenftellen, aber im Anbeginne der ihm bevorstehenden glan. zenden Laufbahn setzte der Tod derselben ein Ziel. I n neuesterZeit erst wurden seine „Nriet'e anZ Mm" (Innsbruck l864, Wag. ner, 8".) von Ludwig Rapp herausgege- ben, welcher denselben einen kurzen Lebens» abriß Flir 's vorausschickte. Ein zweites Bändchen von Fl-ir's Briefen wird in Aussicht gestellt. I n der Kirche zu Landeck in Tirol, wo er geboren, wurde ihm ein eben so schönes als eigenthümliches Denk- mal in zwei Glasgemalden errichtet, de- ren eines eine Muttergottes-Legende dar- stellt, das andere aber den in den Wolken ruhenden Erlöser zeigt, vor welchem Flir mit gefalteten Händen betend kniet. Fl i r ist nach einer Photographie spre« chend getroffen. In den Glasgemälden sind die Architektonik von Ios. Dopfer in München, die Figuren von Schabet gemalt. Eine ausführliche Beschreibung dieses, über Anregung Sr. k. Hoh. des Erzherzogs Kar l Ludwig und des Brirener Fürstbischofs Vincenz Gasser zu Stande gekommenen schönen Denk- mals brachte der „Bote für Tirol und Vorarlberg" 1860. Nr. lo i , S. 648. Der hie und da als Todcötag angegebene «. März ist falsch. — Katho l ische V lä t - ter aus Tiwl (Innsbruck, 8".) 18«U, Nr. 32: „Leichenrede auf Msgr. Alois Flir. gehalten uon Msgr. Nardi in Nom". — Allgemeine lAugsburgcr) Zei tung 1859. Beilage Nr. 72 bis 78. — Wiener Zei tung 18^9. Nr. 68. S. 1U31. — Innsbruckcr Nachrichten 1860. Nr. 162. S. 1341 — Bote für Tirol und Vorarlberg l8:>8. Nr. 20«. — Volks- und Schützen-Zeitung 1838. Nr. 92. '5 Förster, Christ. Friedr. Ll ldwig '. d. Bd. IV, S. 270), gestorben zu Gleichenberg 13. Juni 1803. Wald Heim's illustrirte Zeitung (Wien. kl. Fol.) I I . Jahrg. (l8«ij), S. U52 ^uit Por-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Károlyi-Kiwisch, Band 11
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Károlyi-Kiwisch
Band
11
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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