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Frankl 411 Gaal
Iagemann (Brustbild für dic Gallerie dcr
Zeitgenossen) und von Anderen.
V Frankl, Wilhelm »'. d. Bd. IV,
S. 334 im Texte zur Biographie von
David Bernhard Franks. Im
Jahre 4839 wurde F. durch das Ver»
trauen seiner Glaubensgenossen in den
Vorstand der israelitischen Cultusge«
meinde, im Jahre 1861 als Neprasen»
tant der Kaufmannschaft Wiens und im
letztgenannten Jahre als Gemeinderath
der Stadt Wien gewählt. Als Letzterer
betheiligt er
sich
lebhaft durch Wort und
That an allen wichtigeren, im Gemeinde«
rathe zur Sprache kommenden Angele»
genheiten. als in der WafferversorgungS«
frage, in der Angelegenheit über die
Markthallen, die Buchhaltung der Stadt,
das Turnwesen, die von der Stadt
unterhaltenen Schulen u. dgl. m. Die
stenographischen Protokolle dieser Ver«
sammlung sind fortgesetzte Zeugen seiner
nicht zu ermüdenden Arbeitskraft. In
jüngster Zeit erst war er es, welcber den
Antrag der Ectheilung des Ehrenbürger-
rechtes der Stadt Wien auGrillpar- zer eingebracht. Im Jahre 1861 wurde
F. als Rath der niederösterreichischen
Handels« und Gewerbekammer gewählt.
In Anerkennung der Verdienste, welche er
sich bei der großen Neberfchwemmung
1862 um die Stadt Wien erworben,
wurde er am 20. April g. I . von Sr.
Majestät mit dem goldenen Verdienst«
kreuze mit der Krone ausgezeichnet.
Ueberdieß ist F. Vorsteher des Vereins
für Unterstützung hilfsbedürftigerWaisen,
bei dessen Gründung er sich namhafte
Verdienste erwarb.
Die Väter der Stadt Wirn (Wien l86l).
V Filger, Friedrich Heinrich, Histo»
rienmaler j> d. Bd. V, S. 1).
Hormayr's Archiv für Geschichte, Statistik,
Literatm und Kunst (Wien. 4".) Jahrg. 1819,
Nr, 2!), 20. 32. 34. 36. 42: „Aus Füger's Nach-
laß"; Nr. 39, S. 156: über Füger Cäsar; —
dasselbe. Jahrgang 182 l. S. 2U?.
1- Führer, Robert ss. d. Bd. V, S. 3).
geb. zu Prag 18l1, gest. zu Wien
28. November 1361.
umir (üechischrS. in.Prag erscheinendes Unter-
Haltungsblatt. gr. 8".). herausgegeben von
el,-. lktil. Nr. 49. S. 1169.
G.
^N Gaal, auch Göl de Gljllll!, Sandor
j^s. d. Bd. V, S. 43. in dm Ouellen zu
Nikolaus Gaal de Gyula). Nach dcr
Waffenstreckung bei VillagoS floh Gaal
nach Constantinopel und blieb lange
verschollen, bis er zur Zeit der Garibal-
dischen Campagne wieder auftauchte.
Dem Befehle Kossuth's, sich an der
Bildung einer ungarischen Legion zu
betheiligen, stellte G. Widerstand ent-
gegen und wurde in Folge dessm durch
Türr auf Kossuth'S Befehl zu Neapel
in seiner Wohnung am 11. Mai 1361
verhaftet. Als Grund seiner Verhaftung
wurde vorerst der Angriff auf die Autori» tät des „Gouverneurs von Ungarn" (!),
später Geldunterschlagung angegeben.
Was mit ihm ferner geworden, ist nicht
bekannt. Man forderte später, als ver»
schiedene Vermuthungen einer gegen ihn
von Kossuth'Türr verübten heim«
lichen Gewaltthat ruchbar wurden, seine
Freigebung oder doch die Veröffent«
lichung eines von Gaal selbst unter-
zeichneten Briefes in der französischen
Presse, in welchem beglaubigte Auskunft
über sein Los gegeben wurde. Es ist
aber nichts von alledem bisher erfolgt.
Dieser Vorfall wirft ciu eigenthüm»
liches Streiflicht auf das unsaubere
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Band 11
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Károlyi-Kiwisch
- Band
- 11
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 498
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon