Seite - 419 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11
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Zlrbeit"; — „Ner Munderdarwr"; — „Her-
KnleZ als Schutzmann"; —> „Hachzeit in lle,
Maske"; — „Arbeiter und Name"; — „Ne,
Ge5llnt>t5chnft5'Ättach6"; — „Geliebt sein alle
sterben"; die letztgenannten 44 sämmtlich
an verschiedenen Bühnen WienS gege-
ben. Auf Provinzbühnen kamen zur
Aufführung: „Prinz <5onti"; — „U
Nr. N"; — „Nrr Mann mit der AttLetnZch
Von den nicht zur Darstellung gelangten
find zu nennen: „Die Greißlerin": —
„Wurm und Sturm"; — „Die gebro>
chene Tasse; — „Der Charlatan"; —
„Das Kostkind auf dem Lande; —
„Der Tugendpreis". I n den genannten
Stücken beurkundete sie ein seltenes Ge>
schick als Bearbeiterin, sie ließ weg.
setzte zu, änderte den Dialog, würzte ihn
durch Witz, Humor und geistvolle Gedan
ken, blieb aber dabei immer so gewissen
haft, die Quelle, aus der
sie
schöpfte,
zu nennen. Der Feindschaft Saphir's,
wi? derjenigen, die, ihn fürchtend,
sie ver-
folgten, allen diesen Angriffen, welche
ihr das Dasein verkümmerten — denn
sie schrieb, um zu leben und einen Sohn,
den sie aus ihrer früheren Ehe hatte,
zu erziehen — allen ihren meist heim-
lichen Widersachern fast mit männlichem
Muthe Trotz bietend — sehte
sie
diese
wenig lohnende Beschäftigung bis an
ihr Lebensende fort. Sie hinterließ zwei
Kinder, einen Sohn nnd eine Tochter,
welch' letztere, Mar ieSaph i r, seit Iah«
ren von der Mutter fern, durch literarische
Arbeiten, die
sie unter dem Pseudonym
Max Stein veröffentlicht,
sich selb st erhalt.
Waldheim'6 Illustrirte Zeitung (Wien. Fol.)
4863. Nr. 102 (12. December). S. 5220 lnnt
Porträt nach einrr Photographie, welche einem
in jüngeren Jahren gemalten Bilde von
Georg Decker entnommen ist). — Der Bot«
schafter (Wiener polit. Blatt, Fol.), heraus-
gegeben von Friedrich Uhl. 1863, Nr. 316. —
Fremden-Blatt 1853. Nr, 3ll» (!6 Nov.) N Goßmann, Friederike s^. d. Bd. V,
S. 277^. Sie blieb bis zum Jahre 1861
im Verbände des Wiener Hofburg»Thea-
ters. Im genannten Jahre (10. März)
vermalte sie sich mit Anton Frei--
Herrn von P r o kesch-Osten, alte-
stem Sohne des Internuntius Anton
Freiherrn von P.«O. und I r e n e n s
gebornen Kiesewetter von Wiesen»
brunn. Sie verließ aber nicht, wie
anfänglich vermuthet wurde, für immer
die Bühne, sondern im Jahre 4862
betrat sie dieselbe von Neuem und gab
Gastrollen auf den Theatern in Mün»
chen. Stuttgart und spater auf anderen
Bühnen. Einzig in ihrem Fache, wel-
ches freilich nur im jugendlichen Alter
mit Erfolg gespielt werden kann, war
sie eine Specialität, begünstigt durch
Talent, Geist, Anmuth in ihrer äußern
Erscheinung und das Glück, daß die
Dichtung Charaktere schuf, welche durch
eine bühnenkundige mütterliche Freundin
für sie in höchst dankbarer. aber auch
nur von ihr in unvergleichlicher Weife
gespielte Rollen umgeschaffen wurden.
Pi lsner Bote (Wochenblatt für Unterhat
tung u. s. w.) 18Ü1, Nr. 1? u. 18: „Friede-
rite Goß >nan n'6 erster Ausflug". — Oester-
reichische Zeitung (Wien) 1861. Nr. 62
lim Feuilleton). — Pesth-Ofner Zeitung
1859, Nr. 49: Biographische Skizze; — die-
selbe 1861. Nr. 60. — Wiener Theater»
Zeitung, herauög. von Adolph Bäuerle
(Wien, gr. 40.) 1838. Nr. 38. — Breslauer
Zeitung 1861. Nr. 123; 1862. Nr. I2i. —
Presse 1862. Nr. 77. — Fremden-Blatt
(Wien. 4o.) 1362, Nr. 238; 18L3, Nr. 272. —
Psrträt. Der Historienmaler Engelbert Sei-
ber tz hat sie in der Nolle als „Kind des
Glückes" in einein größeren Oelbilde gemalt.
Micner Zeitung 1860. Nr. 54: Korrespondenz
aus München.)
N Grillparzer, Franz j^ s. 0. Bd. v,
3. 338^. Mit Allerh. Handschreiben
om 18. April 4861 wurde G. zum
^ebenslanglicben Reichsrathe ernannt.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Károlyi-Kiwisch, Band 11
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Károlyi-Kiwisch
- Band
- 11
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 498
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon