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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Károlyi-Kiwisch, Band 11
Seite - 421 -
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Wruber 421 Grün malerei, gedrängtwurde, eine Erscheinung parallel zu der in Deutschland während der Dreißiger Jahre erwachten politischen Dichtung. Constitutionelle österreichische Zei- tung (Wien, Fol.) 4862, Nr. 397. — Wie« ner Abendpost (Abendblatt der Wiener Zeitung) 1863, Nr. 64, S. 258. — Wiener Zeitung 1863. Nr. 140, S. 885. — Kro- nikü (Krakauer polit. Blatt) 1863, Nr. 50. l -j-V Gruler, Franz Xaver. B lumen» maler ^s. d. Bd. V, S. 379^. gest. zu Wien 12. April 1862. Die Presse, die dem in seinem Fache trefflichen Künstler einen kurzen Nachruf widmet, schließt denselben mit folgenden Worten: „Seine Disteln haben ihm im Munde des Wie« ners einen volksthümlichen Beinamen (der Distelgruber) erworben. I n diese stillen verschmähten Disteln legte er die ganze Schönheit der an Formenreichthum und Farbe so ausdrucksvollen Pflanzen. Er fand sie als Künstler und Mensch so häufig auf seinem Lebenswege blühen, daß er sie kannte, liebte und poetisch schöne und wahre Bilder daraus malte. In Folge der vom Grafen Thun in der Akademie angestellten Reformen wurde er 'in den zeitlichen Ruhestand versetzt und ihm im Wege der Gnade die Hälfte seines Gehaltes bewil l igt. Er errichtete nun eine Zeichen- und Maler- schule, malte und lehrte bis zu seinen letzten Stunden, war der Jugend und seinen Mitmenschen, für die er in sei« nem 34. Jahre noch Studien unternahm, um sie weiter lehren zu können, nützlich; diese haben ihm seinen ganzen Gehalt, wenn auch leider nur seinen moralischen, zuerkannt." Fremden-Blat t (Wien, 4<>.) 1862, Nr. 104. in der Rubrik: „Theater und Kunst". — Süddeutsche Zeitung 1862, Nr. 204 ^nach dieser gestorben am 13. April 1862). — Presse lt>62, Nr. 108. -l-V Grün, Johann s^. d. Bd. V, S. 3911, geb. zu Wien 24. Mai 4814, gest. 29. Februar 1860. Führte anfanglich das übliche Wanderleben kleinerer Buh. uen — sogmannten Schmieren — kam dann als Tanzer in das Leopoldstädter Theater, von dort 1846 als Komiker nach Trieft in das tsatro KIoära.ui- inatioo, wo der bekannte humoristische Vorleser Wiest auf ihn aufmerksam ge» worden, ihn auf seinen Irrfahrten als Declamator mitnahm. Nachdem ihn ein Conflict von Wiest trennte, nahm er ein kleines Engagement bei Po körny im Theater an der Wien, wo er einen Ortswachter in der Poffe „Waldmärchen" so trefflich gab, daß er nun durch Zu» theilung von Wachterrollen in gelinde Verzweiflung gerieth. Im Jahre 1848 spielte er in Pesth, wo aber ein bedenk- liches Nebel für einige Zeit ihn der Bühne entzog. Hergestellt, trat er in Wien auf. Seine Wirksamkeit daselbst ist im Haupt- werke geschildert. Rollen wie Körndl im „Mädchen von der Spule", Da»' misch in den „Kreuzköpfeln", der Men- schenfeind in „Wie man's treibt, so geht's", den Fleischselcher Fet t in „Judas im Frack", hat er geschaffen und Niemand spielt sie ihm mit gleicher Wirk- samkeit nach. Auch hat G. sich mit dra» malischen Arbeiten versucht und bereits in Pesth die Stücke: „GainllrMll"; „Mrger und Stnüent"', „NlltillNlllgnrlliZt und Munin", mit gutem Erfolge zur Aufführung g.e- bracht; in Wien schrieb er — die mit einem " bezeichneten in Gemeinschaft mit Ottocar Franz Ebersberg ss. d. S. 396 d. Bds.^j — folgende: „Nas TM- mlltmu in der Uuü"; „Ä5ll steckt der Geut'el"; *„Nie Brenzküpleln"; ^'„Zm AirrnZ"; „Gine innere Ztiuime"', „Vcr Uamdieb" ; „Mldzehn Nhr" und „Nie lchte Fahrt". Während er bei Lebzeiten den Glauben, er sei ver.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Károlyi-Kiwisch, Band 11
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Károlyi-Kiwisch
Band
11
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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