Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 207 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 207 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

Bild der Seite - 207 -

Bild der Seite - 207 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

Text der Seite - 207 -

Köck 207 saik am Vatican angestellt wurde. Köck blieb bis an sein Lebensende ununter» brochen in Rom, daher seine Arbeiten weder in seinem engeren Vaterlande Tirol, noch überhaupt im Kaiserstaate viel gekannt sind. I n seiner Heimat befinden sich die zwei mythologischen Stücke: „Venns" und „Hndinninn". jedes 1 Fuß lang, 2 Fuß hoch. im Jahre 4826 zu Botzen im Privatbefihe; zwei Heiligen» bilder: „Johann der Ganter" und „Mngda- lena", besaß seine Schwester in Lermos. Von seinen übrigen Arbeiten stnd be- kannt: „Nie Geschichte kc« Ächüleä", in 14 Bildern, nach welchen der berühmte Mosaiktisch ausgeführt wurde, den Papst Leo XII . dem Könige von Frankreich zum Geschenke verehrte. Die Skizze dieser Bilder ist im Besitze des Ferdinandeums zu Innsbruck. Einen besonderen Ruf erwarb er sich durch seine meisterhaften Copien Raphaelischer Bilder, von denen eine bei der Plünderung Rom's durcb die Franzosen von diesen nach Paris mitge« nommen, später aber wieder zurückgestellt wurde. Auch in Fresco hat K. gemalt, und zwar hat er zur Zeit der französischen republikanischen Herrschaft in Rom den großen Saal der Municipalität mit zeit» gemäßen Fresken ausgeschmückt. Von seinen Arbeiten mit der Radirnadel und in Schabmanier sind nur wenige bekannt, die ihn aber auch als Meister auf diesem Gebiete erkennen lassen. Köck hatte sich in Rom mit Katharina P e t e r s , der Tochter eines Hauptmanns der päpst« lichen Leibgarde, verehelicht, die er aber schon nach wenigen Jahren durch den Tod verlor. Sie hatte ihm eine Tochter und zwei Söhne Franz und Raphael geboren. — Franz (geb. 1800) betrat unter der Anleitung seines Vaters die künstlerische Laufbahn und gab auf der. selben solche Proben seines Talentes, daß , er im Jahre 4824 auf dem Capitot feierlich mit dem großen aus der goldenen Medaille bestehenden Preise ausgezeichnet wurde. Auch hat Franz noch mehrere gerühmte Bilder gemalt. — Sein um wenige Jahre jüngerer Bruder Raphael widmete sich der Baukunst. Ueber des Vaters Michael Bruder Johann, wie über andere Künstler dieses Namens siehe Näheres in den Quellen. Hormayr's Archiv für Geschichte. Statistik, Literatur und Kunst (Wien. 4«.) XVII . Jahr« gang st826). S. 206. — Meusel (Johann Georg). Miscellcmren artistischen Inhalts lErfurt «783 n. f. . gr. 8<>.) Heft XVII I . S. 249 s)vo er irrthümlich Johannes statt Michael genannt wird). — Oesterrei» chische National 'Encyklopädie von Gr äffer und Czikann (Wien 1835. 8".) Vd. I I I , S. 234. — Tirolisches Künst. ler<3erikon oder tune Lebensbeschreibung jener Künstler, welche geborne Tiroler waren (Innsbruck!L30. Felic. Rauch, 8<>.) S. 13t. — Staf f l er (Job. Inc.). Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschicht» lfchen Bemerkungen (Innsbruck <847, Felic. Nauck. 8« > Bd. I, S. 467 fnach diesem geb. 27. August 4760). - Tschischka (Franz). Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien l836. Fr. Bect. ar, 8°.) S. 139, 370. — Meyer (I .) . Das große Conuersations'Lerikun für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8".) Erste Ausgabe, Bd. XVI I I , S. 359 ^lr< tikel Kocck. Nr 2). — Porträt. Michael Aö ck's Bildniß, im Jahre 1820 in Rom ge< zeichnet, befand sich in der Porträtsammlung des kön. sächsischen Hofmalers C. Vogel. — Michael's B«uder l. Johann war gleich« falls Maler und gegen 20 Jahre Knoller'ä Gehilfe, dein er bei der Ausschmückung des Klosters Mal und im gräflich Taxis'schen Hause in Innsbruck half. Dann kam Johann zu d?m Grafen uon Cnzenberg nach Kla- genfurt und von diesem nach Venedig, wo er bis i803 als Zeichnenmeister thätig war. Im letztgenannten Jahre erhielt er eine kaiserliche Anstellung in Galizien. — Von ander?« Künstlern dieses Namens sind anzuführen-. 2. Gottfried K., der um das Jahr l?2U al5 Hofmaler in Weißenfels lebte. Ein non ihm gemaltes Hochaltarblatt befindet sich in der
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich