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Hohler 212 Kohler
Tkolc: ^andesvertheidiger. drei Theile in
Einem Bande (Innsbruck littö. Witting. 6°.)
Theil I I I , S. 42—91: „Landesveltheidigungs-
Theilnahme des Joseph Kögl. Schützenhaupt«
mann".^l - 3. Ein Joseph Kögl war
Priester der Gesellschaft Jesu und lehrte zu
Tyrnau, wo er auch das Predigtamt versah,
die Poesie. Er gab im Drucke heraus: „I^am-i
iue oontsxt^e" v. llM).
i'^Orssiauas re.Liae liter»,!'!», (Lndk6 1835,
4«.) p. äl.^ — 4. Ein Georg Joseph
'Kögl de Waldinutzi (geb. zu Steyer in
Oberösterreich 2t. Juli 1699. gest. 20. Juli
1777) war kaiserlicher Hofrath und General«
Auditor»3ieutenant in Preßburg und hat fol-
gende Werke herausgegeben: .,Qe Hnr« civiN
st oiiiuiukU ^uLtriaeo-doMol) yroäromuä"
(i^rnaviHy 1760, 4".). — .,v6)'ui-b oivNi Lt
ciimwHU ^ULtriaco-doilico trn.ot2tN8 pi'll-
otiouä" (?03ouii 1761, ?ol.); ecliU« anrtioi-,
2?owi I I (idiä. l772, ^ol.), wovon in den
Jahren 1769 und 4774 eine deutsche Ueber»
sehung in Pesth erschien. l(De Luca) DaS
gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1776,
Ghelen'sche Schriften. 8".) I. Bds. 1. Stück,
S. 266. — Meusel (Johann Georg).
Leriton der vom Jahre l73l) bis 1300 verstor-
benen teutschen Schriftsteller (Leipzig 180«,
Gerh. Fleischer. «".) Bd. V I I , S. 170. -
Bal lus (Paul von). Preßburg und seine
Umgebungen (Preßburg l«2!j, 3«.) S. i»N.^
Köhler, Johann Nepomuk (Schul-
mann. geb. zu Gostiz in Oester«
reichisch-Schlesien 14. Mai 4750. gest. zu
Breslau 23. Juni 1836). Kam als
Knabe in das Haus seines Oheims, des
Erzpriesters Köhler in RiegerSdorf.
Das Gymnasium beendete er bei den
Jesuiten, zuerst in Langendorf, dann in
Neiffe, worauf er die Universität w Breg.
.lau bezog und nach zurückgelegtem philo-
sophischen Cursus. im October 1770.
in das geistliche Zehrinstitut der Jesuiten
aufgenommen wurde. I n Sagan bestand
er daS Noviciat, kam 1772 als Repetent
an das Gymnasium nach Neiffe, und 1773 nach Breslau, wo er das Studium
der Theologie begann. Er hatte bereits
die Prüfungen zur Erlangung der theo«
logischen Doctorwürde überstanden, als
1776 dieAufhebung deSOrdens erfolgte.
In diesem Jahre noch erhielt er die h.
Weihen, kam bald als Lehrer an daS
Gymnasium nach Glogau. 1780 als
Professor an die Universität nach Bres.
lau, wo er Geschichte und Alterthümer
vortrug und zweiter Vorsteher des
Iosephinischen Convicts wurde. Krank«
heit zwang ihn, das Lehramt für einige
Zeit aufzugeben', wiedergenesen, kam er
nach Oftveln als Lehrer der Poesie und
Rhetorik. Im Jahre 1790. nachdem er
das Jahr zuvor in Brcslau die philo«
sophische und theologische Doctorwürde
erlangt, wurde er Professor der Theologie
in Breslau und nahm auch die Stelle
eines Präfecten und, nach der Trennung
des Gymnasiums von der Universität,
des Rectors am katholischen Gymnasium
in Breslau. jedoch nur unter der Bedin«
gnng an, daß an allen katholischen
Gymnasien Schlesiens wieder die grie«
chische Sprache gelehrt würde. 33 Jahre
wirkte er im Lehramte und feierte am
3. November 1822 sein fünfzigjähriges
Lehrerjub!l.älliu. Noch eilf Jahre nach
dieser Feier setzte er seine Thätigkeit als
Lehrer fort, bis er im Jahre 1833 in
Anerkennung seiner Verdienste — nach
6ljähriger Lehrthätigkeit — zum residi-
renden Domherrn bei St. Johannes in
Breslau befördert wurde. Ein Canonicat
an der Erz°Collegialkirche zu Lencziz in
Polen hatte ihm im Jahre 18l4 der Erz.
bischof von Gnesen Graf Raczyiiski
verliehen. Nur drei Jahre genoß er das
Canonicat bei St. Johannes und starb
allgemeim verehrt als Greis von 86 Iah«
ren. K. war ein ausgezeichneter Schul»
mann, sein Biograph Nowack nennt
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon