Seite - 240 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Bild der Seite - 240 -
Text der Seite - 240 -
Hörner 240 Hörner
lldrr der Sieg der Wahrheit und
Eugend aus dem vierten chngtlichen Jahrhundert"
(Wien i838, 8<>.) und widmete den un>
verkürzten Ertrag der auf seine Kosten
veranstalteten Auflage für den Neubau
der Orgel in der Iosephstädter Piariften-
kirche. Einzelne Aufsätze aus seiner Feder,
kirchlichen und volkSthümlichen Inhalts,
befinden sich in den Zeitschriften
d. i. die Welt. „VuäapSLti
d. i. Pesth-Ofner Berichterstatter, und in
anderen Journalen. K. ist von Sr. Maje-
stät mit dem Ritterkreuze des Leopold«
Ordens ausgezeichnet worden.
d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Joseph Daniel ik (Pesth 1856. Gustav
Emich. 8«.) S. 270. — ^ eisn kor. politi-
Kai ^5 tärLaö ^let Nue^olopasäi^a, d. i. Die
Gegenwart, Politisches Conversations «Lm»
kon (Pesth i8!i8. Heckenast. ar. 8«.) S. 319.
— Salzburger Kirchenblatt 1858,
Nr. K. S. 83.
Körner, Friedrich August (Schul-
mann, geb. zuNietleben bei Halle
47. April 1814). Sein Vater. Schul-
lehrer und Cantor zu Nietleben, hatte
sich als Freiwilliger in den Befreiungs»
kriegen ein Leiden zugezogen, an dem er
feit Jahren hinsiechte und endlich zu einer
Zeit starb, als sein Sohn erst die Kna»
benjahre erreicht hatte. Auch die Mutter
hatte durch langjähriges Nachtwachen
am Krankenbette des Gatten körperlich
sehr gelitten, und so verlebte K. an der
Seite seiner kranken Mutter eine schwere
Jugend. Anfänglich kam er auf die Bür«
gerschule der Franke'schen Stiftungen,
spater auf das Gymnasium daselbst,
machte aber nur mäßige Fortschritte, und
da ihm seine Armuth keinen Verkehr
erlaubte, wurde er in seiner Zurück«
gezogenheit wortkarg und menschenscheu. Unter schweren Entbehrungen brachte er
sich mühsam fort, lernte aber steißig mo-
derne Sprachen und übersetzte auch
metrisch den Horaz und Ovid. Nock
war er auf dem Gymnasium, als er auch
seine Mutter verlor. Da er mittellos
war, gab ihn sein Vormund in die Prä»
parandie, damit er sich zum Schullehrer
ausbilde. Aber nur wenige Monate hielt
er es dort aus. Er verließ die Präparan»
die und setzte — wenngleich in fast unsag»
barer Weise mit Noth und Mangel käm-
pfend — die Studien fort. Als er einen
Beruf wählen sollte, entschied er sich
anfänglich für die Theologie, gab aber
nach einiger Zeit diese Absicht auf und
begann philosophische Studien. Durch
Unterrichtertheilen brachte er sich müh»
selig fort. bestand endlich sein Examen
und wurde Hilfslehrer am Gymnasium
und an der Realschule. 4844 endlich als
Lehrer an der Realschule bleibend ange>
stellt, errichtete er zugleich ein kleines
Pensionat, bekam durch Bekanntschaft mit
einigen Professoren literarische Beschäfti»
gung, ging später selbst an pädagogische
Arbeiten, begründete zuerst in Verbindung
mit Löw in Magdeburg die „Pädago»
gische Monatschrift", und als er von der
Redaction zurücktrat, allein zuerst das
Journal „Der praktische Schulmann",
später „Die höhere Bürgerschule", zwei
tüchtige Fachblätter. Als seine schrift.
stellerischen Leistungen und seine Tüchtig»
keit als Schulmann in weiteren Kreisen
und immer vortheilhafter bekannt wur»
den. mehrten sich auch die Aufforderun»
gen zur Annahme von vortheilhaften
Stellungen im Auslande. Aber immer
noch überwog die Liebe zur Heimat
und erst unverdiente tiefkrankende Zu»
rückfehungen zwangen ihn. daS schwerste
Opfer zu bringen und in die Fremde zu
gehen. Nach Oesterreich, wo ein neues
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon