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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 243 -
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Seite - 243 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Körner 243 kennung in maßgebenden Kreisen j erfreuten. Heindl (Ioh. Bapt. Oi-.). Gallerie berühmter Pädagogen, verdienter Schulmänner, Jugend» und Volksschriftsteller und Komponisten aus der Gegenwart, in Biographien und biogra phischen Skizzen (München 1839, Finsterlin, so.) Bd. I, S. 426. Körner, Karl Theodor (deutscher Dichter und Kämpfer in den Be- freiungskriegen, geb. zu Dresden am 23. September 4794, gefallen den Tod für das deutsche Vaterland im Gefechte zwischen Schwerin und Gadebusch am 26. August 1813). Sein Vater ist Christian Gottfried K., damals ckursäckflscher AppellationSrath in DreS den, der treue und vielerprobte Freund Schiller'S, und seine Mutter Anna Maria, eine Tochter des Kupferstechers Stock in Leipzig und Schwester der als Pastellmalerin berühmt gewordenen Emma Stock. Im Hause seiner Eltern, in welchem der Sinn für Wissenschaft, Poesie und Kunst stets lebendig war und daS Familienleben einer echten deutschen Familie aus den gebildeten Ständen in seiner vollen Reinheit blühte, wuchs Theodor auf und besuchte die Kreuz» schule, während tüchtige Privatlehrer ihn zu Hause unterrichteten. Als er sich einen Beruf wahlen sollte, entschied er sich für das Studium des Bergbaues und bezog 1808 die Bergakademie zu Freiberg, an welcher damals der berühmte Werner als Director wirkte. Nachdem er zwei Jahre in Freiberg studirt und den vorge» schriebenen Lehrcurs beendet hatte, ging er t8l(j nach Leipzig, wo er mehrere Collegien besuchte und aus einzelnen Wissenschaften Privatstunden nahm, zu» gleicb aber auch die Idee, sich dem Berg« bau zu widmen, wenn nicht schon aufge» geben, so doch sehr in den Hintergrund geschoben haben mochte. Die Neigung zu ästhetischen und poetischen Arbeiten trat schon damals immer lebendiger hervor und wirkte sonach auch bestimmend für seine Studien. Zugleich von der freien, ja fast unbändigen Weise deS Leipziger Studentenlebens Hingeriffen, hatte er sich in Kampfe und Streitigkeiten feiner Mit< collegen verwickelt, kam in Untersuchung und wurde in Folge derselben mit mehre, ren Anderen auS Leipzig verwiesen. K. begab sich nun nach Berlin, wo er seit Ostern 1811 naturwissenschaftliche Stu- dien hörte; aber schon nach wenigen Mo- naten seiner leidenden Gesundheit wegen nach Karlsbad reisen mußte, wo sich damals auch seine Eltern befanden. Auch in Berlin schien der Boden für den jun« gen reizbaren Poeten gefahrlich werden zu wollen, aber noch zur rechten Zeit riefen ihn die Eltern in ihre Nähe. Indem nun der Vater daran dachte, ihn in eine Lage zu versetzen, wodurch mit einem Male jene gefährlichen Stu> dentenverbindun'gen abgebrochen würden, die bei seinem lebhaften Temperamente nachtheiligen Einfluß auf ihn haben mußten, beschloß er, ihn nach Wien zu senden, wo ihm einerseits keine ahn» lichen Gefahren drohten, und sich ihm andererseits eine neue Welt eröffnen sollte. Im August 1811 trafTheodor in Wien ein und hier beginnt für ihn sozusagen ein neues Leben. Selbst der Vater hatte die Idee, den Sohn Berg. mann werden zu lassen, aufgegeben; ihm war es, wie die Verhältnisse eben standen, zunächst darum zu thun, aus seinem Sohne einen Mann in des Wortes bester Bedeutung zu bilden. Was immer Theodor später anfing, gründliche Bil» düng mußte vorangehen, tüchtige Kennt, nisse in ernsten Wissenschaften ihm den Weg in die Zukunft bahnen. In Wien. wo er die besten Hauser besuchte, lebte K. 16*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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