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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 255 -
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Seite - 255 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Korn» 288 und theili ihre Aussagen im obigen Aufsatz mit, dem ein Holzschnitt: „Das Gärtnerhaui in Groß'Zschocher". wo Körner oamali wohnte, beigegeben ist. Da die Matron, nicht eben in den besten Umstanden sich besin det, nahm die „Gartenlaube" Spenden ent gegen, welche auch mit sinnigen Gedichten un' Devisen reichlich einliefen.) — Posene Zeitung 1862, Nr. 76: „Die Pflegerin Kör« ner's" ^betrifft die Witwe Häusser und wir! nebenbei berichtet, daß dieselbe einen filberrm Becher besitze, den ihr Körner zum Andenke, gegeben, als sie ihn im Jahre 18l3 nach seinei Verwundung bei dem verrätherischen Ueber, falle zu Kitzen sorgsam gepflegt. Obwohl in Noth. habe sie nie den Becher, für den i! große Summen geboten wurden, verkaufen wollen. Zur National'Körnerfeier aber hat die Witwe den Becher geschickt, damit er sowohl bei der Vorfeier im Hamburger Ioachimsthal, als an der Tafel in Ludwigslust am 26. August 1863 den Festtheilnchmern credenzt werde) — Süddeutsche Zeitung 1863, Nr. 165 „Die Pflegerin Theodor Körner's" ^enthäli keine neuen Angaben und scheint den Mitthei lungen der „Gartenlaube", die übrigens viel< fach und ohne Angabe der Quelle nachgedruckt worden, entnommen zu sein). — Die Körner- Eiche. Für die Eiche an Körner's Grab, hat die Familie Körner den Schätzungspreis mit 16 Thalern erlegt. Der Begräbnißplatz aber ist von dem Herzoge Friedrich Franz 2. von Mecklenburg »Schwerin der Familie Körner geschenkt worden. Die Eiche selbst ist ein wundersamer Baum; aus derselben Wur> zel erwachsen, theilt sie sich, eine Winter» und Sommereiche, in zwei gesonderte Stämme, um sich dennoch wieder zu vereinen, bis sie wieder in zwei Aeste auseinandergeht, aber mit ihren Kronen innig verwachsen ist. Der alte Körner richtete an den merkwürdigen Baum einige Distichen, welche er in das Wöbbeliner Stammbuch geschrieben hat. Das< selbe ging im Jahre 1815 bei einer Feuers' brunst verloren. Die Distichen haben sich aber in Handschrift erhalten, und die wunderliche Gestalt des Baumes beschreibend, lauten sie: Heil euch, seliges Paar! Hoch schwebet ihr über der Erde; Wir verweilen noch hier, wandelnd auf dor< nigter Bahn. Aber in Blumen und Sternen, in jeder Zierde des Weltalls Sieht der sehnende Blick seine Geliebten verklärt. Auch in der Eiche, die hier die bethranien Gräber beschattet, Zeigt, was ihr wäret und seid, uns sich als liebliches Bild; Noch an der Wurzel entsteh'n aus dem Her-. zen des Stammes zwei Aeste, Kräftig strebt einer empor, ihm schließt der zweite sich an. Bald, wie durch fremde Gewalt, seh'n wir sie gehemmt und vereinigt, Aber der höhere Trieb siegt über irdische Kraft. — In der Eiche selber findet sich ein altes Erinnerungsmal auf dem bloßen Stamme, nach Wegschälung der Rinde mit glühendem Eisen hineingebrannt. Dieses lautet: „Th. Körner 26. Aug. i3". Aber der größte Theil dieser Schrift, welche der alte Markwar t aus Berlin am Begräbnißtage Körner's ein» gebrannt, ist überwachsen und nur wenige Buchstaben davon sind noch sichtbar. Auch hängt an der Eiche ein Schwert, dem, so mächtig es ist. der Rost der Zeit schon arg mitgespielt hat. Vor der Schlacht bei Ligny (l6. Juni 18l5) gelobten sich mehrere Freunde, deH' Waffe, der verwundet fallen würde, an der Körner»Eiche aufzuhängen. Schnelle, ein Mecklenburger, einer aus diesem Freundes- kreise, fiel zu Belle Alliance (45. Juli 1813) und seine Waffenbrüder erfüllten am l6. April 1816 das Gelübde. Ueber dem Schwerte ist eine Eisentafel befestigt mit folgender Inschrift: Dieß Schwert von Eisen, stark und gut. Führte mit eisenfestem Muth, Deß Name mit Ehren genannt, Gottlieb Schnelle aus dem Mecklenburg« Land. Drei Feldzüge hat er vollbracht, Da siel er in einer Heldenschlacht. Die geschlagen worden zur guten Stunde Und geheißen die Schlacht vom schönen Bunde. Der Aörner-Stuhl. Die Gar ten laube (Leipzig, gr. 4°.) Jahrg. l363 . S. 288, gibt in dem Aufsahe: „Eine Reliquie von Theo« dor Körner", Nachricht über einen Stuhl im alten Nniversitäts»Ca^er zu Leipzig, in den Theodor Körner seinen Namen einge« schnitten, als er wegen eines als CorpS- bursch der saxouia, in Cannewitz ausgefoch« tenen Duells hatte „brummen" müssen. Es ist nicht ausfindig gemacht worden, wobin dieser Stuhl gekommen ist. — Körner'« erster Todtenkraui. Die Gar ten laube l863, S. 400, und nach dieserdieBotz nerZ eitu ng
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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