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Körner 264
I l l l . b) Andere literarische Nachwelsuugen. D ie
Garrenlaube (Leipzig. Ernst Keil's Ver<
lag. gr. 4".) 1863. S. 116.- „Theodor Kör<
ner's Leier und Schwert". Nach ungedructtcn
Prioatmittheilungen zweier Zeitgenossen Kör-
ner'6 lmit nnem Holzschnitte von I l l ne r .
„Körner'S Fahrt von Zschocher nacb Leipzig"
darstellend. Im obigen Aufsahe wird die Ent^
stehung von Körner's 12 Dichtungen, welche
später sein Vater unter dem Titel: „Leier und
Schwert" herausgab, und seine Verwundung
in Kitzen am 17. Juni 1813 erzählt) - G o t t -
schall (Ruoolph). Die deutsche National'
literatur in der ersten Hälfte des neunzehnten
Jahrhunderts lBreslau 1861 , Trewendt).
Zweite verm. Aufl. Bd. I , S. 17? u. f.:
Korner als Dichter; S. 175: Gegensatz zu
Hölderlin; S. 179: Trauerspiele; S. 180.-
Lyrik: S. 183: Arndt und Körner; S. 413
und Bd. I l , S. ^ 1 : Kleist und Körner;
Bd. I I I , S. 22: Rückert und Körner; S. 100:
Körner, Hölty. Mar Waldau. — Kurz (Hein«
rich), Geschichte der deutschen Literatur mit
ausgewählten Stücken aus den Werken der vor»
züglichsten Schriftsteller (Leipzig 1859. Teub-
ner. schm. 4«) Vd. I I I , S- !97 d: Körner's
Leben srnit Holzschnitt); 198 d: über seine
Kriegslieder; 296 t,.- über seine Balladen;
389 b: über seine Dramen; 322 ä: über seine
Erzählungen. — Schenckel ( I . Dr.). Deutsche
Dichterhalle deS neunzehnten Jahrhunderts
(Mainz 1831. Kunze. 5<>.) Bd. I I , S. lOl
bi5 113. — Presse (Wiener polit. Blatt)
1863, Nr. 241: K. Guhkcw's Denkrede auf
Th. Körner. Gehalten bei der Körnerfeier in
Dresden a:n 26. August 1862. — Pröhle
(Heinrich), Kriegsdichter de5 siebenjährigen
Krieges und der Freiheitskriege (Altona 1863.
Mayer, 8«.) ^behandelt neben dem „dichten»
den Grenadier" G le im, wie sich von selbst
versteht, auch den Sanger Theodor Kö rn er.
Besonders scharfsinnig und zutreffend i!5 die
Unterscheidung, welch«! Pröhle zwischen „S o l«
daten l iedern" und „K r i eg s l i ed e rn"
macht, die in der That, wie er bemerkt, ebenso
verschieden sind, wie Soldaten und Lieder^. —
Die von Hoffinann von Fal lersleben
herausgegebenen „Findlinge. Zur Geschichte
deutscher Sprache und Dichtung", vier Hefte
(Leipzig 1829, Engelmann, gr. 80.), enthalten
manche literarische Reliquien Körner's, und
zwar S. 58: einen StammbuchuerS (geschrie--
den am 15. April 1813); S. 14 l : ein Gedicht
„an den Frühling", auS der Urkundensamm
lm:g deS Licentiaten Scbneioerz« Verlin, welches in die Gesammtausaaben von Kör»
ne r's Werken sich nur in gan; verstummet»
rer Weise findet; S 142: ein „Stammbuch«
blatt vom 1«. Avril <8il" (im Besitze des
Herrn Richard Zeune i:i Berlin) und ein
„Studentenlird" . auS Körner's Handschrift»
lichem Nachlasse, und 2. 263 das letzt in
einer Privatsammlulig befindliche Gedicht.-
„Der holden Geberin". Andere literarische
Reliquien Körner's sinden sich in den
Taschenbüchern Urania und Penrlope, und
zwar in der Urania für 1810 (Amsterdam,
F, A. V:ocloüuö, i'»",,; S, 132: „Der Schre«
ctenstein und der Elbstcom" swas rauschest dl:
ewig mit Hunger, Flutk) S. 220: „^.wpli^'
rs.05" (vor Thebens siebenfach); — in der
Penelope, Taschenbuch für 1312. heraus»
gegeben von Th. He l l . S. 20: „Die Harfe.
Ein Beitrag zum Geisterglauben". Nooelette
— und in demselben für 1812.- „Die Nacht in
der Portechaise". — Chateaubriand cm
?. Bande seiner „Memoiren" gedenkt auch
Körner's und seiner Kameraden. Treffend
bemerkt er von Körner.- „Körner kannte nur
eine Furcht, nämlich die, vielleicht prosaisch
zu sterben. „Poesie, Poesie, rief er aus, gib
mir den Tod beim Lichte des Tagcs". Auch hat
Chateaubriand Körner's „Schwertlied"
in's Französische überseht. Aber diese schlep-
pende Ueberfetzung ohne Enthusiasmus ist nicht
als gelungen zu bezeichnen.
I!ll. e) Uebersehungcn uan Aörner's Dichtun»
gen. Was die U eb e rtra au ng en Körner'6
in fremde Sprachen betrifft, so ist der Ge>
dichte, welche in'6 Englische übersetzt wurden,
und im Anhange der Strectfuß'schen AuS'
gäbe der „Gesammtwerke ^örner'c," sich befin-
den, schon gedacht worden. An anderen Ueber
setzungen sind noch anzuführen: Hlolporusno.
L'ksoäol' Környi-'ä udv^I^ts Hool-^eLpiel,
luetrisk ove^Llltts kfOc>8p. <7oi^ . Ito^s (lva-
psnn^VQ 18l6, 8v.). — "loiii. OrHlNK i
3 ^.otsr a5 Xörnor ovorsllt at'l>kulins Olau.»
662 (8Io^ LQ 2^FSQ 1826, 30.). — 1'iti
sllsr N».ä 03 Ivioi-liKllcä l^ t s
^ksoHor Llöruoi', oveisat »,5 ^sisls Ilenricii
^Vsinniok (l<opoukk!;sn 1820). sUebersetzung
seines Singstückes „Das Fischermädchen oder
Haß und Liebe".) — ülaUnläs ou 1^ I'iaaeött
du. kinkiit; di>.Nlläs illiitso (äo i'aliamäQä)
ä« ^oorner (Paris «. ä. 1^827^ , I'slioisr,
18<>.) j^ die erste. Aussage dieser Uebersehung
rourde nur in 10 Erempl. gemacht; es wurde
noch im nämlichen Jahre eine zweite Auflage
veranstaltet^ — VHIIHÄ65 alleuiHnäsZ ttroe»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon