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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 267 -
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Seite - 267 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Aößlcr 267 Aöfter Grammatical- und Humanitatsclafsen versah. Die Mußestunden widmete er dem Studium der Musik, in welcher er auch als Tonsetzer sich hervorgethan hat. Den Zöglingen des Collegiums ertheilte er c,us freien Stücken musikalischen Unter« richt. Wie bedeutend K. in dieser Kunst gewesen sein muß, erhellet aus Schal« ler's Worten: „Diese seine glänzen» den Fähigkeiten gaben die Veranlas» sung, daß viele Fürsten und Städte das Verlangen geäußert haben, diesen Mann in ihren Gränzen zu besitzen". Wo seine Kompositionen — von denen Schaller schreibt, daß er „deren viele treffliche der Nachwelt hinterlassen hat" — sich besin« den, ist nicht 'bekannt; vielleicht im Cot» lrgium zu Nikolsburg. wo er als K^eus 8sin5u2.r5i im besten Alter, von 42 Iah< ren, gestorben. Weder Gerber noch die anderen Musiklexika und selbst nicht der so fleißige Dlabacz, dem nicht leicht ein Name entgangen ist, gedenken seiner. Schall er (Iaroslaus), Kurze Lebensbeschrei- bungen jener verstorbenen gelehrten Männer aus dem Orden der frommen Schulen, die sich durch ihr Talent und besondere Verdienste um die Literatur u. s. w. ausgezeichnet haben (Prag 1799, Franz Gerzabeck. 8«.) S. 166. — Ein Joseph Küßler lauch Koehler) (geb. zu Briren 16. März 17t 1 , gest. zu Wien 3. Jänner 1771) war Priester der Gesellschaft Jesu, Lehrer an den Collegien zu Gratz, Wien, dann Rector zu Linz und Iudenburg, zuletzt Präpositus der österreichischen Provinz. Von ihm sind im Drucke erschienen: „Hsoiusti-ia Oxtsuipols.usa, 8ivs?i'Hxis «xpsäita et 5a- ailis 0INN63 Fsomstrioas MLNLUi-ktiousg per- tieisuüi" (VikQnae 1749); — ^Oai-oNaria on- i-iosa, ex oatoptrioo-äioptrioiF oollsota. priQ- 0IM2" (edd. 1730). Auch hat er eine latei- nische Nebersetzung des französischen Werkes von?. NataliS Regnaul t 8.^1. über die Bewegung unter dem Titel: „Dialo^i i>ü>'- ^iei äs lnotu« (Grätz 1746, 8«.) herausge- geben. I n Handschrift aber hinterließ er: «vis- 2ßltHtioQ62 äs ^uls ?onts5<:io". ^Poggen- dorff ( I . C.). Biographisch.literarisches Hand- wörterbuch zur Geschichte der erarten Wissen» schaften (Leipzig 1839. I . Ambr. Barth. gr. 8«.) Sp 1298.) Kößler, Joseph Christoph, siehe: Kehler sBd. x i , S. 200^j. Köstler. Joseph (Mechanike r, lebte in der zweiten Hälfte des 18. und in der ersten des laufenden Iahrhun« derts). Er war Kunftuhrmacher zu Eisen« stadt in Ungarn und erregte durch seine sinnreich eingerichteten Uhren allgemeines Aufsehen. So wurde ihm im Jahre 4807 von der k. Universität zu Pesth für eine Kunstuhr, die er verfertigt, am 27. August g. I . ein öffentliches Zeugniß ausgestellt, in welchem nicht nur „die Nettigkeit, Schönheit und Eleganz des Kunstwerkes, sondern auch der bewunderungswürdige Erfindungsgeist und die unverkennbare Originalität des Künstlers" im vollsten Maße angepriesen werden. Es war dieß Köftler's erste Kunstuhr. Er erzeugte nun in den Jahren 4842. 1813, 18l8 und 1820 neue Kunstwerke. Dieses letz« tere zeigte u. a. auf dem Zifferblatte den Lauf der Sonne, ihren Eintritt in die Sternbilder, die Jahreszeiten, die Wochen- und Monatstage, den Zeitpunct des Auf- und Unterganges der Sonne, die Zeitunterschiede auf noch 48 verschie» denen Puncten (Städte und Inseln) der fünf Welttheile, nebst den Stunden. Minuten und Secunden. Sie wurde alle acht Tage aufgezogen. Das Uhrblatt be« stand auS einem im Durchmesser 8 Zoll langen Hauptblatte und aus vier kleine« ren, im Durchmesser 1 ^ Zoll betragen» den runden Blättern. Die Idee, das Sonnensystem in seinen verschiedenen Wirkungen auf einem verhältnißmaßig kleinen Raume und in Uebereinstimmung der verschiedenen Functionen zu versinn» lichen, war mit diesem Kunstwerke in meisterhafter Weise gelöst. Ueber die weiteren Schicksale dieses Künstlers ist
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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