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Hohiry 280 Acchary
wig I. (geb. 3l. October 1838) ist seit seines
Bruders König P edr o V. (am H. November
1861) erfolgten Tode König von Portugal und
durch seine Heirath mit Prinzessin Mar ia
Pia Schwiegersohn des Königs V ic tor
Emanuel von Italien; o) August Ludwig
Victor (geb. 13. Juni 1«1t>), kön. sächsischer
General.Major und lseit 2l). April 1^4^) ver.
mält mit Prinzessin C lem en tin e uonVour.
bon« Orleans (geb. 3. Juni 1817), Tochter
des -s- Könige der Franzosen Ludwig Phi»
l ipp; c) Leopold Franz Julius (geb.
^1 . Jänner 1324), k. k. General«Major in der
Armee; vermalt mit Constanze geb. Gei»
«er. — 8. Nikolaus (geb. 9. Juli 1721,
gest.zu Balog 14..November 176!)). erstgeborner
Sohn des Grafen Andreas Joseph ^s. d.
S. 276^ und Bruder des Grafen Ignaz
sS. 279. Nr. 4). Graf Nikolaus wurde
noch im Kindesalter — als er erst 12 Jahre
zählte — Hauptmann im Negimente seines
Vaters, nach dessen Tode, im Jahre 1758,
Obergespan des Honter Comitates und im
Iadre 1757 General-Major. — !). Sein Neffe
Nikolaus der Jüngere, seines jüngsten Bru«
ders Johann Lohn (^eb. 12. Juli 1?64).
dience auch in der kais. Armee, machte die
Feldzüge 1?88 und 1759 gegen die Türken,
17'^ 3 und 1794 gegen die Franzosen mit und
wurde im letztgenannten Jahre als Major im
Huszaren<Regimente Kaiser Franz durch eine
Kartätschenkugel am Fuße so schwer verwundet,
daß er aus dem Kriegsdienste treten mußte.
— 10. Peter K. (geb. zu Lewenz 13ll4, gest.
1629), ein Sohn Emerich's aus dessen Ehe
mit Katharina Iäköffy. Anfänglich war
er Notar des Honter Comitates, später ergriff
er aber das Wassenhandwerk, und stellte sich
bald durch seine Thaten unter die Helden
seines Vaterlandes. Schon 1593 zeichnete er
sich bei der Belagerung von Fülek, im folgen«
den Jahre bei Gran aus; 15l)8 kämpfte er
wieder mit wahrem Heldenmuthe bei Raab.
Im Jahre 1606 nahm er alö königlicher Man.
datar an den Friedensverhandlungen zu Wien
Theil und zwei Jahre später wurde er an den
Erzherzog Mathias nach Prag geschickt, um
ihm dahin die Krone zu überbringen. Nach
drr Krönung ernannte ihn Math ias zum
Kapitän von Neuhäusel. Im Jahre 1613 ging
er als Deputirter zu dem Fürsten Gabriel
Bathory. Eine seiner ruhmvollsten Hand»
lungen ist die Vertheidigung von Neuhäusel,
welches er zwei Jahre lang. 1618 und 1619,
gegen die heftige Belagerung Bathory's hielt. Erst durch den Verrath seiner Besatzung,
welche überfeinen beharrlichen Widerstand und
die bestimmt verweigerte Iledergade erbittert
geworden, ihren Commandanten dem Feinde
als Gefangenen übergab, fiel die Festung
in Bathory'6 Hände. Vatdory brachte
Peter in strengen Gewahrsam und hielt ihn
in derselben zu Kaschau bis zum Frieden von
Nikolsdurg, der erst 162 l geschlossen wurde.
Nach erlangter Freiheit erdielt er vom Könige
die Gestattung, eine Leibwache von 60 Reitern
und 40 Mann Fußoolk zu halten. Im Jahre
162^ j'iegie er bei Ujuiir gegen die Türken
und Sicbenbürger. 1627 wurde er Cziraky's
Nachfolger in der Würoe des kön. Personal
(Präsident des Landtages). Auch schickte ihn
König Ferdinand ün genannten Jahre nach
Komorn, um mit Gabr ie l Vathory Frie»
den zu schließen. Am 13. Februar 16l 6 erhielt
Peter die Varonswüroe. Er starb im Jahre
<629. Aus seiner Ehe mit Barbara Vuzu hin.
terließ er zwei Töchter, Magdalena und
Kathar ina, und einen Sohn Stephan
lälcku,!, d. i. Die Familien Ungarns mit Wap»
pen und Stammtafeln (Pesth ll>60. Mor. Mth,
ü".) Bd. VI, S, 289.1 — " . Stephan (l.)
(gest. 19. Juli 1664), ein Sohn des Baron
Peter h'. d.-Nr. '") auS dessen Ehe mit
Varbara Kazy. Stephan wurde am
23. September 1647 Hauptmann drr Festung
Szucst'Ny' und 165? erblicher Commandant
der Festung Füleü; im folgenden Jahre Ober«
gcspmi des Hontcr Comitatro. ^lm lu. April
1664 wurde er zum Fcldmarschall'Lieutenant
ernannt, fiel aber noch iin nämlichen Jahre
in der Vollkraft seines Lebens in der siegrei-
chen Schlacht bei Lcvenz (19. Juli) für das
Vaterland. Stephan war zweimal verhei»
rathet. Scinc erste Gemalin Iudill) Valasäli
brachte ihm das schöne Kecskemet als Mitgift
zu. Seine, zweite Gcmalin Cl'ü lvar eine ge-
dorne Ujsalusji. Von seinen fünf Söhnen über»
ragte alle an Hcldengröße Stephan (ll.)
l.s. d. S. 282^, der Erstgeborne. Dor zweite,
Wolfgang (geb. 1630, gest. 1?04). welcher
das Geschlecht fortpflanzte. nahm Theil an
der Vertheidigung Wienü im Jahre l68!l und
führte den Adel des Neograd-Honter Conw
tates zur Belagerung von Ofen.^Äus seiner
Ehe mit Nana lluljc Gräsin Acchlierg hatte er
acht Kinder, vier Söhne und vier Töchter
^siehe die Stammtafel^. Von ersteren theilten
sich drei in die Lorbern ihres Großvaters, zwei
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon