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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 282 -
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Seite - 282 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Aohäry 282 Kahary dürfte es am Platze sein. über den so häufig und ganz irrthümlich angewende« ten Namen Coburg.Kohäry etwas Berichtigendes zu sagen. ES ist eine im Auslande und auch in Oesterreich ver» breitete irrthümliche Auffassung, daß die Herrschaften und Güter, welche als MannSlehen des Fürsten Franz Ko« haiy, letzten männlichen Sproßen seiner Familie, an die ungarische Krone anheim« sielen, seiner einzigen Tochter, der Prinzes. sin M. Ant o n i a, vom Kaiser und König Franz durch Präfection verliehen wur» den. und in Folge derselben ihren Nach- kommen aus ihrer Ehe mit dem Prinzen Ferdinand von Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen, oder diesem ihren Gemal selbst auch der Familienname K o h a r y zugewachsen sei, sie also Coburg-Kohäry genannt werden. Die Kohäry'schen Mannslehen, nämlich die Herrschaften Szitnya, Cftbrag und Murany, erhielt Prinz Ferdinand, k. k. General der Kavallerie und Indi- gena von Ungarn, durch huldvolle Schen- kung des Kaisers und Königs Franz von der ungarischen Krone im Cameral- Schähungswerthe — pro üdeliduL ssr- und die anderen nach dem Fürsten Franz Kohäry Hinterbliebenen Herrschaften und Güter in Ungarn und Oesterreich kamen in der geschlichen weiblichen Suc< cession in das (Krbe seiner Tochter, der Prinzessin Anton ia Gabriele, wie dieß aus den Acten der AbhandlungS- inftanz des k. k. Obersthofmarschallamtes zu ersehen ist. Prinz Ferdinand von Coburg und Gotha, Herzog von Sachsen, und dessen Söhne und Prin- zesstn Tochter sind daher weder auf die er- wähnte noch sonst irgend eine andere Art in i den Besitz des Namens Kohäry gelangt. i, d i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stamm» tafeln (Pesth 1860, Moriz R-ith. 8«.) Bd. VI, S. 294 Mhrt ihn auf der genealogischen Tafel (S. 289) ganz richtig als Franz. im Texte (S. 294) aber als Anton auf. was natürlich falsch W. Kohä.ry, Stephan (II. (Feldherr und Staatsmann, geb. auf dem Schlosse Csäb rag 11. März 1649, gest. 29. März 1731). Aeltester Sohn des bei Levenz für das Vaterland gefallenen Stephan (I.) s^. d. S. 280. Nr. 11) aus dessen Ehe mit Jud i th Balassa. Nachdem er zuvor zu Hause unterrichtet worden, bezog er für das Studium der höheren Wissenschaften die Hochschule zu Wien,und schon im Begriffe, die theolo» gische Laufbahn einzuschlagen, gab der un« erwartete Heldentod seines Vaters seinem Geschicke eine andere Wendung: Kaiser Leopold I. ernannte ihn nämlich an seines Vaters Stelle zum Commandan- ten der Feste Fülek. Die Tökölischen Re. bellen vereint mit den Türken, verwüste« ten und beunruhigten das Land und ein Hauptpunct ihrer Streifzüge auf Plün- dernng war die Umgebung von Fülek. Kohäry straftediese Unbilden und reizte dadurch den Gegner. Tököly erhielt neue Zuzüge von türkischer Seite, insm- girte weit und breit alles Land. Kaschau, Szathmar waren bereits in seiner Gewalt und nun sollte auch Fülek das gleiche Schicksal treffen. Kohäry leistete bel- denmüthigen Widerstand. 17 Tage bereits dauerte der'Kampf mn die Festung, 3000 stürmende Türken lagen auf der Wahlftatt. Schon waren die Außenwerke genommen, aber jeden Fußbreit verthei- digte K. auf das Heldenmüthigste. End« lich nur mehr auf die Vertheidigung des Schlosses beschränkt, harrte K. noch immer aus, aber seine pflichtvergessene ehrlose Mannschaft zwang ihn nicht nur zum Auf»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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