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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 286 -
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Seite - 286 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Aohaut 286 Aohaut gepaart mit riefer Empfindung und jenem ele- gischen Ton, wozu Anfangs seine Leiden, spater seine Erfahrungen sein Gemüth stimm- ten. Auch er liebt gleich Stephan Gyön« ' gyösi ll. d. Bd. VI, S. 60). mit welchem er eine gleichmäßige Ausbildung gewann, und dessen jüngerer Zeitgenosse, sowie Verehrer und Nachfolger in der Poesie er gewesen, das Symbolische, die Eremplification. die mytho« logische Ausdrucksweise; wird aber wegen der Beschränktheit seineS Gesichtskreises häufig breit und matt, zwar weniger in der zrinyi- schen Stanze als in den kurzzeitigen Vers- arten, welche seit Balassa so ziemlich zur Herrschaft gelangten und dmch daö häusige Vorkommen des Reims den Schriftsteller zur Wortfülle verführen. Sein Vortrag ist edel, regelrecht, von Fleiß zeugend". KolMt, Joseph und Karl (Ton- setzer, beide geb. in Böhmen. Joseph im Jahre 1736. gest. zu Par is 1793; Kar l lebteund starb ebenfalls imis.Iahr- Hunderte). Sie sind Brüder. Joseph war anfänglich Trompeter in einem kaiserlichen Cavallerie.Regimente. desertirte aber und ging nach Frankreich. SeinTalent auf der Laute verschaffte ihm in Paris bald eine Stelle als Karnmermusicus deS Prinzen Conti. Er componirte und es gelang ihm, seit 1764 mehrere komische Opern, als: «5 , an der „OoNöäiO ita- lienns" zur Aufführung zu bringen. Seine Arbeiten fanden Beifall. Die zwei letztgenannten sind auch in Partitur im Stich erschienen, und 1^6 ssrrnrier in deutscher Bearbeitung auch auf deutschen Bühnen gegeben worden. — Sein Bruder Karl — wenigstens Gr imm in seiner S. 130) nennt ihn seinen Bruder — trat in den Staatsdienst und bekleidete in dem- selben die Stelle eines SecretarS in der k. k. Hof. und Slaatskanzlei. Als Graf Kaunitz. der nachmalige Staatskanzler, in Paris als Gesandter verweilte, befand sich K. in jeineln Gefolge. Kohaut war einer der größten Lautenisten seiner Zeit, und hat für sein Instrument mehreres geschrieben, wovon aber nur das „D/vs?-. ^asso" (Leipzig 1767j im Stiche erschienen ist, 'Als in Handschrift befindlich zählt aber Gerber ein Con» cert für die Laute, 12 Lauten-Trio's, 12 Lauten-Solo's und 6 VioUn.Tno's auf. Dlabacz (Gottfr. Johann). Allgemeines histo. risches Künstler<3exikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 48l 3. Gottl.Haase. 4«.) Bo, I I , Sp. 87u.8g. ^Der zweite von den beiden Brüdern, Kar l Kohaut, wird von Gerber, Gaßner und Dlabacz als adelig: Karl von Kohaur. be^ zeichnet. Alle meine Nachforschungen nach der ihm zu Theil gewordenen )k>elsverleihung wa^en vergeblich; wohl fand ich zwei Adels familien des Namens Kohaut und Kohut, welche aber beide aus dem Jahre 1817, also aus einer viel späteren Zeit, als Karl Ko« haut lebte, stammen. Es sind Kar lKohut Edler von Eichenkron, k. k. Hauptmann, mit Diplom vom 25. Februar t8l?, und Ignaz Kohaut von Waldhof, k. k. Artil- lerie»Hauptmann, mit Diplom vom l6. Juni 18l7, beide in Anerkennung militärischer Ver dienste, geadelt worden. Auch stellt sich bei Keinem dieser zwei eine Verwandtschaft mit den beiden obgenannten Virtuosen Joseph und Karl Kohaut heraus.^ — Gerber (Ernst Ludwig), Historisch-biographisches Len kon der Tonkünstler (Leipzig 1790, Breitkopf, gr. 8o.) Theil I , Sp. 74ä. — Gaßner (F. S. Dr.), Unioersal'Lerikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 134V, Franz Köhler. Ler. 80.) S. 499 u.500.— Neues Universal'Lerieon der Tonkunst. Ange« fangen von Dr. Julius Schladebach, fort' gesetzt von Cd. Bernsdorf (Dresden 1857, Rob. Schäker, gr. 3°.) Bd. I I , S. 642. — Dlabacz führt noch mehrere Tonsetzer und Virtuosen dieses Namens auf, und zwar einen Adam K, einen trefflichen Organisten an der Prämonstratenserkirche zum h. Benedict in der Altstadt PraZ, der daselbst in den Jahren 1719 und 1720 lebte; — einen Frattz Mn- dreas K., Organisten und Chorregenten an oer Marienkirche zu Saaz, der um dieselbe
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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