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kohl 294 Kohl
Kirche«, äußere Ansicht, für den Grafen
vonKolowrat ; — „Ner Vrönnngzsalll
illg Präger königlichen Schlusses". — «Nie
Prllger^chlnsHkirche". innere Ansicht, beide
für den Grafen von Sa lm ; — 1812:
„Ner H. NllrthlllllmanZ", für den Grafen
Har t ig ; — im Atelier deS Künstlers
befanden sich noch im Jahre 4843: „Nie
3). Mllgdülena", — „Johannes der Gänkrr",
— „Nie H. Katharina und MnUll", — „Nie
heil. drei Könige", — „Sminna", — „Ner
Krn5chr3ll5ezch" und eine „Grablegung OhriZti".
Außer diesen namentlich angeführten
Oelbildern befinden sich noch viele
andere, und zwar mehr als 180 kleinere,
darunter mehrere Ansichten der Prager
Metropolitankirche, des darin befindlichen
Grabmals des H. Johann Nepomuk,
Prospecte von Kirchen, Palästen, antiken
Tempeln mit Säulen, Audienz» und Hut«
digungssälen, Ritterburgen, Grüfte, Rui«
nen, alte Städte«Ansichten u. dgl. m.
im Besitze von Privaten in Prag und
der Nmgegend. Der Werth dieser Ar»
beiten ist ungleich; aber aus allen spricht
der talentvolle, tüchtig geschulte Künstler.
Wenn die historischen Bilder in der
Erfindung Manches zu wünschen übrig
lassen, so
sichern
ihm aber seine Architek«
turftücke und Prospecte, in denen er nicht
Gewöhnliches leistete, in der Kunstwelt
ein ehrenvolles Andenken. Seine letzte
bekannt gewordene Arbeit war der „Krä-
nnngF- nnll Hnlllignng85lllll der Nllhnü5chen
Könige ant dem Präger ZchlllZse" (3 Fuß
7 Zoll hoch und 4 Fuß 8 Zoll breit),
stafsirt mit den gruppenweise zur Abhat«
tung einer Landtagssitzung versammelten
Landständen, strenge im Kostüme ihrer
Zeit. Dieses treffliche Bild überreichte K.
Sr. Majestät dem Kaiser Franz, als
dieser im Jahre 1820 die Hauptstadt
Prag besuchte, und K. wurde dafür mit
einem brillantenen Chiffreringe ausge« zeichnet. Nach ihm habm W. Berger,
Franz Moticzka, Schlösser, Kos-
manoS, Michalowitz u. A. mehrere
Blätter gestochen. Nicht Gin Jahr mehr
überlebte K. diese letzte Auszeichnung, da er
schon im folgenden, 63 Jahre alt, starb.
Wi l f l i ng (Ign. Nich.). Necrolo^ 3, Kohl's,
k. e. öffentlichen Lehrers der Zeichnenkunst
(Prag 1822. 8".). — Erneuerte vater--
ländische Blät ter für den österreichischen
Kaiserstaat (Wien. 4<>.) Jahrg. 1818, Nr. 99
und 400: „Ludwig Kohl's Verdienst? um die
bildenden Künste in Böhmen",- — diesel-
ben, Jahrgang 1820. Nr. 6 l : „Belohnung
der Verdienste Kohl's". — Nagler (G. K.
Di-.), NeueS allgemeines Künstler«Lerikon
(München l838, Fleischmann. 8<>.) Bd. V I I ,
S. 127. — Oesterreichische National«
Encyklopädie, herausgegeben von Gräf<
ferund Czi kann (Wien 1835. 8<>.) Bd. I I I ,
S, 245, und Bd. VI , Supplein. S. 515. —
Meyer (I>), Das große Conoersations'Ierikon
für die gebildeten Stände (Hildburghausen,
Bibliograph. Institut, gr. 8".) Bd. XVHI.
S. 446, Nr. 3. — Conversationsblatc.
Zeitschrift für wissenschaftliche Unterhaltung
(Wien. Gerold. gr. 8".) I I I . Jahrg. (l32l).
Bd. I I I , S. 5l der „Beilage X zur allgemei-
nen Novellistik" zu Nr. 60 des „Conversa-
tionsblattes". — Porträt. 6o ixsuni äsl.
C(lemens) Kohl (sein Vruder) 50. 1784 (8°)
— Noch sind einige Personen deS Namens
Kohl denkwürdig, u. z.: l. Bernhard K,
Unter diesem Namen führt Meusel 's „Kunst«
ler'Lexikon" einen Historienmaler auf. der
auch Professor der Zcichnenkunst an der Nor»
malschule in Prag war. Nun diente vom
Jahre 177S—t82l Ludwig Kohl ^ o.
S. 292), der zugleich ein geschickter Pro-
speckn» und Historienmaler war, als Lehrer der
Zeichnenkunst an der Prager Normalschule. Es
wird also wohl dieser Ludwig K. gemeint
und nur im Taufnamen (Bernhard statt Lud-
wig) ein Irrthum vorhanden sein. — 2. Franz
Kohl (geb. zu Chwatierub im Nakonitzer
Kreise Böhmens im Jahre 1748, Todesjahr
unbekannt), war anfänglich Fürst Lobkowitzi-.
scher Schul« und Musikoirector zu Bilin, spä-
ter, und zwar im Jahre 1794 Kreis-Schulcom-
missär zu Leitmerih, wo er sich noch im Jahre
1803 — damals 60 Jahre alt — befand.
Kohl wird als tüchtiger Componist gerühmt,
dessen Kirchencompositiori'en und Concerte so«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon