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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 298 -
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Seite - 298 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Aohn 298 Kohn das Jahr 1348 die geeigneteste Gelegen- heit, dem Beginnen der Verruchtheit die Krone aufzusetzen. Gegen Ende deS Sommers 1848 befaßte sich Kohn eben mit den Anstalten zur Herausgabe eines Wochenblattes, dessen Tendenz durch dm Titel „Der israelitische Volks freund" ge« nügend angedeutet ist. Am 6. Septem« ber, nachdem er sich den Tag über mit diesen Vorbereitungen beschäftigt, setzte er sich mit den Seinigen zum Mahle. Es sollte daS letzte Mahl sein. daS er in Gemeinschaft mit den Seinen gehalten. Eine verruchte Hand hatte die Speisen vergiftet. Während K. selbst mit dem Tode rang, war er bemüht — Kohn war seit 1833 mit einer bayerischen Rabbiners- tochter verheirathet — den Seinigen hilf« reich beizustehen. Aber feine Stunden waren gezahlt, schon am nächsten Tage erlag er unter furchtbaren Leiden der Ver» giftung. Im Jahre 1836 begann sein Sohn Jacob die Herausgabe des Nach« laffes seines Vaters, und zwar in der deutschen Abtheilung der (in Lemberg bei Poremba, 8"., erscheinenden) Zeitschrift »^OLokurun"; dieser Nachlaß ist homi» letischen Inhaltes. Denselben aber hat sein Sohn mit einer ausführlichen Bio- graphie dieses Märtyrers seines Glaubens in entsprechender Weise eingeleitet. Allgemeine Zeitung des Iudenthums von Dl. L. Philippson (Leipzig. 4".) XX. Jahr. gang (1356). Nr. 43. S. 330. — ?i-2^H. otsi Houio^^, d. i. Der Hausfreund (ein Lemberger Volksblatt. 40.) 1837, Nr. 21, S. 163: „H.brakkin kokn, rkbin. t'nov.'Lki", d. i. Abraham Kohn, Rabbiner vor Lemberg. Kohn, Albert, siehe: Cohlt, Albert Md. I I , S. 403). Kohll, Karl Ferdinand, in der Ton< Welt bekannt unter dem Pseudonym Konradin (geb. zu Helenenthal bei Baden 1. September 1833). Der Sohn deS Baron.Sina'schen Ingenieurs Kar l Kohn; war ursprünglich nicht zur Kunst, lerlaufbahn bestimmt, besuchte in den Jahren 1830—4854 daS polytechnische Institut zu Wien, und kam sodann als Praktikant in eine Zuckerfabrik nach Mähren, von wo er aber, dem immer mächtiger werdenden Kunsttriebe folgend, bald wieder nach Wien zurückkehrte (Herbst 1836), um sich von da an ganz« lich der Musik zu widmen. Außer einem sehr oberflächlichen Clavierunterrichte und den ersten Elementen der CompositionS- lehre hatte derselbe bis dahin gar keine musikalische Bildung genoffen, und sich von da an dieselbe, also erst in seinem 23. Jahre, durch eifriges Selbststudium und das häufige Anhören guter Musik» weike erworben. I m December 1889 trat Kohn (Konradin) mit der tragi- komischen einactigen Oper „Flllbllaidll Wnprchall" zum ersten Male in die Oeffentlichkeit. Dieses Werk, ursprünglich in einem Privatkreise aufgeführt und so- dann unter Nestroy's vorzüglicher Mit« Wirkung im Carltheater gegeben, errang einen zu fernerem Schaffen aufmuntern- den Erfolg. I m Frühlinge des Jahres 1860 nahm der Componist die Stelle eineö ChormeisterS beim Wiener Sänger« bunde an, in welcher Eigenschaft er bis zum November desselben Jahres thatig, eine Capellmeisterstelle am Carl-Theater unter Brauer'S Direction antrat. Die damals ungünstigen Verhältnisse dieses Theaters bestimmten ihn, diese Stelle nach einem halben Jahre wieder aufzu« geben. Er wendete sich dem Theater an der Wien zu und brachte dort die Operetten „Ner Nrachrnstrin" und „Liebchen am Nache" zur Aufführung (1862). Diese nebst den nachfolgenden Operetten ,Gin- qnllttirung" und „Prinz (5ngen", die letzte« «n im Frühjahre 1863 im Quaitheater
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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