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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 299 -
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Aohn 299 Kohn aufgeführt, wurden auch in Prag, Brunn, Olmütz, Berlin, Pefth und anderen Städ ten mit Beifall gegeben, während früher schon „Flodoardo Wuprahall" den Weg über viele deutsche Bühnen gemacht hatte. Gegenwärtig ist Konradin als Com- ponist für Wien an die Bühne des DirectorS Treumann contractlich ge« bunden. Sein letztes bisher aufgeführtes Werk an diesem Theater war die Bur« leSke „Ner Aing des Gqgez" (November 4863). Die übrigen Compositionen Konradin's bestehen in Orchester« und Klavierstücken, namentlich Liedern. Von letzteren sind einige beiHaslinger in Wien im Drucke erschienen. ll, . .. (Schriftsteller, geb. zu Prag 26. April 4804, gest. zu Teplitz in Böhmen 16. October 1830). Erscheint nie mit seinem wahren Namen, sondern bald als Nork, abwechselnd mit den Taufnamen Felix und Franz; bald als Korn. abwechselnd mit den Taufnamen Joseph, Ferdi nand und Friedrich. Von jüdischer Abkunft, Sohn eines Lein. Wandhändlers, der den Beruf deS Vaters fortsehen sollte, sich aber, von Kindheit ernst gestimmt, mit dem Gedanken, ein Handelsmann zu werden, nicht befreun« den konnte. Im Alter von 13 Jahren bezog er daS Gymnasium. Eines auf seinen Professor gerichteten Epigramms wegen wurde er aus der Schule ausge- schlossen und sehte nun seine Studien privatim fort. Er trieb mit besonderem Eifer das Studium der classischen Spra- chen. Ovid und Homer waren bald seine Lieblingsbücher und das Pathos, der Ernst des EpoS weckten frühzeitig seine satyrische Ader, denn schon um jene Zeit entstand als Parodie zur Iliade „Die Igliade" in Hexametern, deren Held ein Barbier Namens Igel war. Dieses Gedicht blieb ungedruckt, nicht so daS satyrische Lehrgedicht in Alerandri. nern: „Nie Nlegr jmn Reichthum" (Prag 1828, 8".), welches er unter dem Namen F. W. Korn herausgab. In seiner „Igliade" hatte er sich Zachariä, in seinen „Wegen zum Reichthum" Licht- wer's „Recht der Vernunft" zum Vor« bilde genommen; das war Rococo, und Dichter wie Gedicht erfuhren in der Zeit» schrift „Hebe" 1828, von Draxler- Manfred j^Bd. I I I , S. 374) einen scharfen Angriff, in welchem der Kritiker den jungen Zehidichter einen Juden von Profession und Schriftsteller von Hand« werk nannte. K. blieb die Antwort nicht schuldig und Drärler-Manfred mußte sich von dem Angegriffenen einen „Soneb tenklingler von Handwerk und Müssig« ganger von Fußwerk" in der „Berliner Schnellpost" schelten lassen. Die Erwi- derung war im Ganzen so witzig, daß Saphir den jungen Poeten zur fleißigen Mitwirkung an seiner „Schnellpoft" und am „Courier" aufforderte. Nun erschienen Erzählungen, satyrische Aufsähe, Epi« gramme u. dgl. m. in den genannten Blättern und im „Gesellschafter", im. „Merkur", in der Mitternachtszeitung", aber schon unter dem Pseudonym Nork, weil sich K. den Nachforschungen der Censur, welche das Mitarbeiten an aus' wartigen Journalen nicht gestattete, ent« ziehen wollte. Im Herbste 1829 begab sich K. mit Erlaubniß seines VaterS und unter dem Vorwande, die Leipziger Messe zu besehen, nach Leipzig. um aber nicht sobald nach Prag zurückzukehren. K. ergriff nun die schriftstellerische Laufbahn und trat bei der Redaction der Zeitschrift Hebe", derselben, in welcher jener schon erwähnte Angriff auf ihn enthalten war, welche aber damals Alvenslebeu führte, als Mitarbeiter ein. Auch vermit-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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