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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 307 -
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Seite - 307 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Aolatfchek 307 Kolatschek beendeten Rechtsstudien unternahm er eine Reise durch Deutschland und die Schweiz, heirathete nach seiner Rückkehr im Herbste 4843. und lebte als Privat- mann in Biala. Im Jahre 1847 erwarb er an der Wiener Hochschule die philc» sophische Doctorwürde und wurde erst zum supplirenden, dann ordentlichen Pro- fessor der Philosophie und Geschichte an der neu errichteten Lehranstalt, dem damals akademischen, jetzt Staatsgymnastum in Teschen ernannt. Im Frühjahr 1848. als die Wahlen für das deutsche Reichspar- lament stattfanden, wurde er im Bezirke Ostrau als Abgeordneter und im Bezirke Teschen als Ersatzmann in dasselbe ge« wählt. Im Parlamente saß K< auf der äußersten Linken, ohne übrigens eine her- vorragende Thätigkeit entwickelt zu haben, indem er nur wegen der Stellvertretung der in der Wiener Nationalversammlung gewählten Parlamentsmitglieder, ferner wegen der Wahl des Dr. Hecker in Thiengen, wegen Berathung der Grund« rechte und bei jener der Posener Ange- legenheiten mitsprach. Als dann am 6. Juni 1849. nach dem in Frankfurt am 30. Mai dess. I . gefaßten Beschlusse der Nationalversammlung: daß dieselbe so» fort in Stuttgart zusammentreten solle, daS Rumpfparlament von 108 deutschen Reichstags-Abgeordneten daselbst eintraf, befand sich auch Kolatschek unter diesen. Das tragische Ende dieses parlamentarischen Körpers ist bekannt. Kolatschek blieb vorderhand in Stuttgart und begann dort 1850 die Herausgabeder^ Deutschen Monatschrift", die später in Bremen erschien. Es war diese Monatschrift sozusagen die Centra» lisation der deutschen Opposition nach allen Richtungen der Wissenschaft und Kunst, und man begegnet in derselben den Arbeiten von Heinrich Bernhard Oppenheim, Robert Haag, Julius Wiggers. FranzRaveaux, K.Vogt, der in ihr seine spater besonders erschie» nene merkwürdige Schrift „Die Thier» ftaaten" veröffentlichte, Ludwig S i mo n. C. F o r t l a g e , Dr. Albert OpPer- mann, Friedrich Hebbel, welcher sein auf einer Reise von Paris nach Rom im Herbste 1844 geführtes Diarium darin mittheilte, Richard Wagner, Sigmund Eng lände r . KarlHaagen. Gott» fried Kinkel. Arnold Rüge, Dr. Ioh. Iacob i , Bernhard Eisenstuck u. A.. meist Namen, die ihre Bedeutung in der wissenschaftlichen oder Kunstwelt zu wahren verstanden haben. Nichtsdesto« weniger vermochte sich die Zeitschrift nicht lange zu halten. Ende 1831 hörte sie auf zu erscheinen. Im Jahre 1832 nahm K. seinen Aufenthalt in Paris, aber schon im Herbste folgenden Jahres kehrte er Europa den Rücken und segelte in die neue Welt, wo er den Rest von 1833 und die Jahre 1834, 1833 bis April 1836 verlebte. K. schlug seinen Wohnsitz in New.Uork auf, widmete sich der Publi- cistik und war zuerst Mitarbeiter der „Ns^-^ork i'irllkL" und „NvkninF kost" (deren Redacteur Wm. Bryant); im Jahre 1833 begann er selbst die Herausgabe eines deutschen Organs, der „Deutschen (früher Mayer'schen) Monats- hefte", und unternahm noch im Herbste desselben Jahres eine Reise durch die ver- einigten Staaten. Anfangs 1836 trat er seine Rückreise nach Europa an und befand sich im April d. I . wieder in Paris. Dort lebte er als Correspondent der „NveninF ?0L5", des „<7oul-nlü ol Oomsro^" , beide in New > Iork, und des „?onL^1v5.ni3.n" in Philadel. Phia; zugleich war er Mitarbeiter des Wochenblattes „Das Jahrhundert"(Ham- bürg), dessen damalige Leitartikel meist
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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