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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 308 -
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Seite - 308 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Kolatschek 308 Kolatschek auS seiner Feder flössen. Im Juli 1837 in Folge der Allerh. Amnestie, kehrte K. in sein Vaterland zu seiner Familie zurück, welche in Wien lebte. Daselbst beschäf tigte er sich mit kleineren literarischen Arbeiten und imBrockhau S'schen ency klopädischen Werke „Unsere Zeit« 1857 und 1838 sind von ihm einige Artikel über Amerika erschienen. I m Jahre 1838 begann er die Herausgabe der „Stimmen der Zeit", welche zuerst als Monats dann als Wochenschrift in Gotha und Leipzig herauskam. Im Jahre 1862 begründete er in Wien das größere poli» tische Tageblatt „Der Botschafter", trat aber schon in zwei Monaten von demsel- ben zurück, auch hörten die im Jänner d. I . nach Wien verlegten „Stimmen der Zeit« zu erscheinen auf. I n letzterer Zeit kam von ihm ein zum Besten eines wohlthätigen Zweckes gehaltener Vor- trag unter dem Titel: „Nie Stellung der Frllnrn in Amerika" (Wien 1864, 42".), im Drucke herauS. Seit 1861 ist K. Presbyter und Vice-Vorsitzender der evan- geliscken Gemeinde A. B. in Wien. Als in Frankfurt a. M. zu Goethe's Ehren das Hochstift für Künste und Wissen- schaften gebildet wurde, wurde K. zu dessen Ehrenmitglied ernannt und im Mai 1864 zum Gemeinderath der Stadt Wien gewählt. StenographischeBerichte über die Ver» Handlungen der deutschen constituirenden Na» tional'Versammlung zu Frankfurt a. M. und Stuttgart. Herausgegeben von Prof. Franz Wigard (Frankfurt a. M. 1830. Sauerlän- der, 4".) Bd. I, S. 63l. 659, 742; Bd. I I , S. 1071. il31. —Par laments. Alb UM. Autographicte Denkblätter der Mitglieder des ersten deutschen Reichstages (Frankfurt a. M. 1849, S. Schmerber, kl. Fol.) Blatt 53. lDa sich K. darin über die deutsche Frage ausspricht, so dürfte selbst diese aphoristische Ansicht doch als seine innerste Ueberzeugung über einen wichtigen Gegenstand noch in der Gegenwart Interesse haben. Kolatschek schreibt: „Die Zeit der Wunder ist noch nicht vorüber und wenn der unendliche Drang der deutschen Einheit und Freiheit wirklich so schnell und so tief gesunken ift. daß er jetzt nach kaum einem Jahre seiner revolutionären Erhebung, und wo die Frage nicht mehr bloß von Groß« und Kleindeutsch, land, sondern ob Deutschland überhaupt ge» stellt werden soll, sich oft sogar verläugnet und auf seine geographische Existenz zurückgeführt sieht, so wird deßhalb darin nicht seine Oh«, macht, sondern nur die Allmacht der Geschichte, welche der uneingeschränkten Fülle ihrer Macht bedarf, um dauernd Großes zu vollbringen, und in der Revolution von 1848 nichts weiter zu erblicken sein, als ein Symptom dessen, was die Zukunft uns im Schooße birgt." Frankfurt a.M. den 16. März 1849. Ad. Kolaczek(gio) aus Teschen" (K. schrieb sich damals noch nach slavischer Art mit cz).^ — Noch ist zweier Per« sonen mit gleichlautendem Namen (der eine von ihnen jedoch mit veränderter Schreibart) zu gedenken, und zwar des I)r. Julius Al- bert Ko latsch ck, der zur Zeit Pfarrer der evangelischen Gemeinde zu Wiener-Neustadt in Niederösterreich ist. Derselbe hat mehrere seiner kirchlichen Reden und Anderes drucken lassen, alS: „Geschichte der evangelischen Ge< meinde zu Biala in Galizien. Als Bei- trag zur Geschichte deS österreichischen Pro- testantismus überhaupt nach den Quellen mit Hinzufügung der wichtigsten Urkunden dargestellt" (Teschen 1860, Prohaska, 8<>.); — „Der Gang der Liebe des Erlösers in den Tod, ein Gang in's Leben. Gastpredigt, gesprochen am Palmsonntage den 13. April 1862 in der Gumpendorfer evangel. Kirche in Wien" (Wien 1862, Tendler, gr. 8".); — „Die Grundsteinlegung zur evangelischen Kirche in Neunkirchen am 1ü. Juni 1862. Zur Erinne« rung an die denkwürdige Feier" (ebd. 1862, gr. 8».); — „Festpredigt bei der feierlichen Einweihung der neuerbauten evangelischen Kirche in Neunkirchen" (Wien 1863, 8».); — „Der Friede zwischen Evangelischen und Katholischen. Predigt" (Wien 1864. 8°.). Diese Rede wurde gehalten in Folge von Angriffen, welche Sebastian Brunner's „Wiener Kirchen-Zeitung" 1864, Nr. 3 u. 4, in den Aufsätzen „Der wahrhaft Gläubige in Wiener<Neustadt und seine heiligen Bitten" gegen K. brachte, obgleich schon früher ein an» deres WienerBlatt, „Die Wiener Schnellpost", von „massiv groben Invectioen gegen die ka- tholische Kirche" sprach. welche K. in einer
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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