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in Wiener»Neustadt gehaltenen Festpredigt oov
gebracht haben soll. Oberwähnte Predigt „Dei
Friede ^. s. w." weist alle Angriffe mit Nuh«
zurück und wünscht von ganzem Herzen auf«
richtigen und wahren Frieden mit den katho>
lischen Brüdern. M i e n e r Schnellpost
(Wiener polit. Vlatt) 1863, Nr. 133«. „P
fessor Renan und Pastor Kolatschek".) —
Gin Gvwin Ko latschet war früher Pro
fessor an der höheren landwirtschaftlichen
Anstalt in Ung. Altenburg, gab aber später dies«
Stelle auf, um einem Rufe als Güter-In
spector in Ungarn zu folgen. Als er noch das
Lehramt bekleidete, gab er ein Lehrbuch der
Botanik: „Ein Führer in das Pflanzenreich,
vorzugsweise für Landwirthe und Forstmänner,
sowie für Freunde der Naturkunde. Mit 363 in
den Text eingedruckten Holzschnitten" (Wien
5856. Vraumüller. gr. 8".) heraus, über wel
ches das Zarnse'sche „Literarische Central«
vlatt" eine abfällige Kritik bringt. Kleinere
Aufsähe aus K.'ö Fcder waren auch in den
„Verhandlungen des Vereins für Natur»
künde in Preßburg" mitgetheilt, und zwar:
„Beitrag zur Lösung der Frage über Entste«
hung des sogenannten Speisedlutes" ( I I , 33);
— „Pilzbildung im Innern unversehrter
Eier" ( I I , 39); — „Botanisch.physiologische
Notizen über das Stärkemehl in den Mais-
kolben und über die Fortpflanzung von IUo-
tw-ix 2on<itH Xt2. (IV, 13). Auch besorgte
K. einige Zeit die Redaction der „Mittheilun«
gen des ungarischen Forstvereins", welche zu
PreHburg herausgegeben werden. sLiterari»
sches Centralb lat t für Deutschland. Her-
ausgegeben von Prof. Dr. Friedrich Zarncke
lLeipzig. 4°.) Jahrg. 4837. Sp. 534. — Ka-
n itz (Auaust). Geschichte der Botanik in Un»
gärn (Hannover 4864, 24«.) S. 160.)
ll, Fran; (Kupferstecher, geb.
zu Wien 22. September 1789). Der
Sohn eines Wiener Tischlers; zu des
Sohnes künstlerischen Ausbildung legte
der Vater selbst den ersten Grund,
indem er ihm zum Theile im freien
Handzeichnen, aber vorzüglich im Archi»
tecturfache die Anleitung gab. Später
besuchte K. die damals in Wien bestan-
dene Privat-Architecturzeichnenschule des
Joseph Exner, wo K. bald solche Fort«
schritte machte, daß er seinem Lehrer an Sonn- und Feiertagen, an welchen die
Zahl der Besucher ungewöhnlich stark
war, im Unterrichtertheilen aushelfen
konnte. Seit 1804 besuchte K. in Wien
die k. k. Akademie der bildenden Künste,
kam zunächst in die ElementarHeichnen-
schule des Professor Hubert Maurer
und studirte in der Folge bei den Anti»
ken und dem Modelle. In dieser Zeit
lernte er den -Professor der Schabekunst
Johann Pichler kennen und bekam
Lust. fich dieser Kunst unter dessen Lei-
tung zu widmen. Allein nach einem
Jahre starb Pichler und an dessen
Stelle kam Professor Vincenz Georg
Kininger s^. d. Bd. XI , S. 27^.
unter welchem K. als Anerkennung seines
Fleißes ein Stipendium erhielt. Im
Jahre 1816 war K. in dieser Kunst so
weit vorgeschritten, daß ihm für sein
geschabtes Blatt: „Die Vermälung Maxi«
milian's I. mit der Prinzessin von Bur»
gund", nach einem Gemälde von Ant.
Peter, einstimmig von den Professoren
der Akademie der erste Preis zuerkannt
wurde. Inzwischen gab K. mehrfachen Un-
terricht im Zeichnen als Privatlehrer, Als
solcher kam er. wahrend er noch akademi«
scher Zögling war, in das Haus des Gra-
fen Moriz von Dietrich stein, durch
dessen Vermittelung er zum Zeichnmlehrer
des Herzogs Franz von Reichstadt ge«
wählt wurde. In dieser Stellung verblieb
er durch einige Jahre. Als endlich der
Herzog im Jahre 1830 in's öffentliche
Leben trat, bewarb sich K., theils um
noch ferner in der Nahe des Herzogs
leiben zu können, theils auch. um sich
eine sichere Existenz für seine späteren
Jahre zu sichern, um eine Kammerdie»
nerstelle bei demselben, und wurde die^
'em Wunsche Gewahrung. Nach dem im
Jahre 1832 erfolgten Tode des Herzogs
wurde K. im k. k. Hofdienst angestellt
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon