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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 310 -
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Seite - 310 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Soll» 310 und befindet sich noch zur Zeit als Kammerdiener am Allerh. Hofe. Unter seinen geschabten Blättern sind die vor- züglichsten daS schon erwähnte Preis- blatt: „Nie Vermiilnng Maiimilmn's des Ersten"; — „Nudalph mn Habsburg", nach einem Gemälde von Pet. Kraf t ; — „Zas Oestllmeut Iakllb'5 mit Zrinen zmölt söh- nen", nach einem Gemälde von C. P. G ö b e l , ein Blatt, schreibt Nagler, von größter Reinheit und Durchsichtigkeit der Schatten; — „Die Heilige Familie", nach einem Gemälde von Ant. Peter; — „Ulysses unll Girre", nach einem Ge» malde von W. M a u r e r ; — „Nnz Porträt des Hrrzagz nin UeichztM", nach einem'Gemalde von Moriz Daff inger. K. hat seit Jahren schon die Kunst, in der er nicht Gewöhnliches leistete, auf« gegeben. Nagt er (G. K. Or.), Neues allgemeines Kunst» ler'Zenkon (München l838, E. A. Fleischmann, «o.) Bd. V I I , S. 430. lDer daselbst ohne Angabe deS Taufnamens angeführte Kupfer« siecher Kolb aus Wien ist der Obige.) Kolb von Rießthal, Karl (vormals f. k. Officier, geb. zu Wiener« Neu» stadt 1818). Im RegimentS-Erziehungs- hause zu Wiener-Neustadt erzogen, kam er dann in die Pionnierschule nach Tulln und wurde 1833 Lieutenant im Infan» terie>RegimenteHoch. und Deutschmeister. Der Umstand, daß er von einem Land» Pfarrer verklagt wurde, er kniee während der h. Messe nicht nieder und sein Be- harren in diesem Benehmen, als ihm von seinen Oberen die Vorschriften in diesem Puncte entgegengehalten wurden, ver» anlaßten seine einfache Entlassung aus dem Dienstverbande der k. k. Armee. K. ging nun nach Constantinopel, wo ihm die Aussicht winkte, als Instructor der Pionniere in der Armee des Sultans angestellt zu werden. Ein Ministerwechsel vereitelte seine Hoffnungen. K. begab sich sofort nach Italien, lebte längere Zeit in Rom. kehrte dann nach Oesterreich zurück, wo feine Hoffnungen, im Eisenbahndienste unterzukommen, auch scheiterten, und unter solchen Wanderungen und Jagden nach einem Posten, der dem Beschäftigung suchenden Manne Arbeit geben, aber auch den Mann nähren sollte, schwanden in Kampf und Entbehrungen sieben Jahre dahin. Als darüber das Jahr 1848 her. ankam, fand ihn dasselbe in Prag. Da« selbst schloß sich K. der Bewegung an. hielt zur deutschen Partei, war Mitglied des vereinigten National-Ausschufses und entwickelte eine energische Thätigkeit, bis ihn die Umtriebe der öechischen Partei an» widerten, er Prag verließ und die statte deS Kampfes in Schleswig-Holstein auf» suchte. Dort bot sich eine seinen Fähigkeiten entsprechende Gelegenheit zur Thätigkeit; er formirte die 6. Compagnie des von der Tann'schen Freicorps; weil aber in Oesterreich in Folge des italienischen Krie> ges die FreiwilligeN'Bataillone gebildet wurden, kehrte K.inS Vaterland zurück und wurde Oberlieutenant in einem in Gratz gebildeten Freiwilligen>Bataillon. Als dann nach Beendigung des Krieges diese Bataillone aufgelöst wurden, wurde K., der, wie oben erwähnt, noch als politisch cornpromittirt in irgend einem Register verzeichnet stand, nicht eingetheilt, son« dern mit einer jahrlichen Gnadengabe von 200 fl. entlassen. Er kehrte somit nach Holstein zurück und trat als Haupt- mann in die reguläre schleswig>holsteinische Armee, welcher er bis zu deren Auflösung angehörte. Nun begab sich K., der eine Holsteinerin geheirathet, nach Steier» mark, wo er mit Tifer Landwirthschaft trieb und mehre Meierhöfe pachtete. Als aber im Jahre 1834 seiner Frau durch Erbschaft das Hotel Pahl in Rendsburg
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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