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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 313 -
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Seite - 313 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Kslbe 313 Aolbe ausgeblldet; er spielte mit Meisterschaft die Violine und als er sich nach Prag begab, diente er im Opernorchester und in den Capellen der St.Aegydius. und Iacobus kirche daselbst. Obwohl mehr dürftig als bemittelt, ertheilte er doch in seiner Liebe für die Musik ärmeren jungen Leuten unentgeltlich Unterricht im Gesänge und Violinspiele. So war der nachmals be» rühmt gewordene Tonsetzer Stephan Klackel ^S.3d.BdS.^j auch sein Schüler. K. spielte nicht nur, sondern setzte auch mehrere von Kennern belobte Concerte, Solostücke. Serenaden u. dgl. m. für sein Instrument, welche zum Theile inwBefitze seiner Kamille als Handschrift geblieben sind. während mehrere derselben sein oberwähnter Schüler K lacke l besaß. K., seit Jahren leidend, zog sich zuletzt zu den Minoritcn bei St. Jacob in Prag zurück, wo er auch starb. Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgemeines histo- risches Künstler-Lerikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, G. Haase, 4°.) Ad. I I , Sp. 103. — Außer Obigem sind noch mehrere dieses Na- mens anzuführen, und zwar: 1. Franz K. <geb, zu Prag 1682. gest. zu Planian 19. April 1727), trat im Jahre 1698 in den Orden der Gesellschaft Irsu, in welchem er folgeweise die lateinische, hebräische Sprache, Philosophie und Theologie zu Prag, Breslau und Olmüh lehrte. Er stand seiner Gelehrsamkeit wegen in hohem Ansehen und erregte durch seinen Scharfsinn in der Klosterwelt großes Aufsehen. Seine Schriften sind: „Oi-ätto äs Grands oo 8iU6Lio" (?i-k326 1711, 4«.); — „Dispute- tlousÄ pniloLoViuckS in lidrog ^I'istotolis üb Hlunäo st Oaslo, <36Q6ra,tlonV ot Oc»r- luxtione, Nl6m8!iti3 , ^nilna etc. ktc. (OioirmoU 1713, 40.); - . „^nilna im- inoi'tHliZ xoi»t komiinL inortaiitHtsm. Lo^m- rktiin ^srsuaus ^ua.e3tiouibu5 octo oli^xu- tata" (ebd. 1717, 8".); — ^keLSS td.solo- iQ Lgeois: ^a^tiZiuo, lDouälmationo et KuodkliLtia. . ." (^Vi-atislan. 1719, 8".); — on62 LeriVtiriäticas in 6O3twg.to2 tu« coucinnatae" (ebd. 1720, 80.); — ,,1'ks- 263 VX univsrZH L'dsoloßiH Zedol astioa eto." (ebd. 1720, 8<>.); — „Hu568tioQS5 ldsolo» Fioo-rituHlfts äs Oersmoniiä ortkoäoxäs Nooi65i26" (ebd. 1721, 8".); — „1K68S8 tdeoi. äs aämn-Hbili iucai-Hationis in^sts- rio" (01oili!i<:. 1722, 8".); — „LKS505 hx 1?nso1oFig, univsi-sa cuin «zuaäi-iVartito äs DUsoula" (ebd. 1723, 8<>.); — eta. ouiu. a.uu,sxa rsso^utions cou» v äs xotsstaty ?a.p^o «uxra ec>ll> (?rHF26 1723, 8".); — ^tieoloFiH univs^a c-um guaüiitiouidUL Instorioo sei-i- ptUliLtieis 8np6r vita et m^Ztsriis Vomini Q. ^. Okriäti" (ebd. l726, k'ol.); —^ !>i5VU- tktiontzä 3ZlLou.^ a,t,ivc>>td6o1o3i<:g.e", toini 3 (ebd. 1740, 8".); — ^UnivsrsH tkealoFi» Lpseniativk pu^NeiL pr3.e^6l:tlouidU5 in nai- vsr2it2tiduä ?i'2,36O5i, ^Vr-NiLl^vi^nÄi st 0lorau<:6N3i ti-acliw", tomi 2 (?i-a.F i740, I'ol.); die beiden letzten Werke wurden erst nach seinem Tode herausgegeben. ^Pelzet (Franz Martin). Böhmische, mährische und schlesische Gelehrte und Schriftsteller aus dem Otden der Jesuiten (Prag 1786, 8".) S. 166.^ — 2. Joseph K. (geb. im Markte Hof auf der Familienherrschaft Schloßhof in Niederöster» reich im Jahre 1732. gest. zu Lubereck am 26. Jänner 1839), war zuletzt Inspector der k. k. Patrimonial-Herrschaften im Viertel ober dem Manhartsberge und ober dem Wiener Walde, der sich deS besonderen Vertrauens weiland Sr. Majestät des Kaisers Franz erfreute und bei demselben, wie sein Biograph M. Enk berichtet, nie eineFehlbitte gethan hat, da er meist für Andere bat und redlich die reichlichen Wohlthaten, welche Se. Majestät den Unterthanen der Herrschaften zufließen ließ, vertheilte. Ferner als bei dem Ankaufe der Herrschaften Pcrsenbeug und Rohregg der Kaiser beabsichtigte, durch Abtrieb des über» ständigen Holzes der Waldungen die dürfti» geren Bewohner der Kaiserstadt mit diesem schon damals sehr theuren Bedürfnisse zu den wohlfeilsten Preiscn zu versehen, brachte K. mit rastlosem Eifer, keine Gefahr der häufigen Ueberschwemmungen. Wolkendrüche, Wald« brande u. dgl. schrurnd, in kürzester Zeit die Absicht des Monarchen zur Ausführung, indem er auf drei eigens erbauten Schwemmen zu Lubereck. Isper und Sennmgstein jährlich an 13U.ti0l) Klafter Brennholz nach Wien förderte. Der Kaiser belohnte seinen um das Nächsten» wohl vielfach verdienten treuen Diener im Jahre 1832 durch Verleihung der großen-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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