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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 344 -
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Seite - 344 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Koller 344 Koller St. Veit eine Bleiweiß-, eine Salniter Fabrik; entzog sich aufdasDrängen seiner ihm vertrauenden Mitbürger nicht der Uebernahme schwieriger Gemeindeämter, und auch humanistisch wirkend, gründete er aus eigenen Mitteln eine bedeutende Studentenstiftung. K. wurde in Folge dessen im Jahre 1792 mit der erblan- dischen Freiherrnwürde ausgezeichnet. Adelstands« Dip lom vom 1. April 1769. — Freiherrnstanos-Diplom vom 27. No< vember 1782. — Wappen. Geuierteter Schild, i und 4: in Gold ein ausgebreiteter schwarzer Adler; 2: in Blau auf grünem Boden ein Schmid, der auf einem Amboß ein Eisen schmiedet, in natürlichen Farben; 3: in Blau auf wellenbewegter See ein einmastiges Schiff nnt rother fliegender Wimpel, in natürlichen Farben. Auf dem Schilde ruht die Freiherrw kröne, auf welcher sich drei gekrönte Turnier» Helme erheben; auf der Krone deS mittleren Helms steht der schwarze Adler von l und 4, auf den Kronen der beiden äußeren Helme wallen auf jedem derselben drei Straußen» federn, eine goldene zwischen zwei blauen. Die Helm decken sind rechts und links blau, in der Mitte schwarz, sämmtlich mit Gold belegt. Das frühere einfache Adelswappen ist dem obigen ähnlich, nur waren die Felder 2 und 3 vertauscht und der Schmid in 3, das Schiff in 2. Auch erhob sich auf dem Schilde nur ein gekrönter Helm mit dem Adler, wie er jetzt in der Mitte der beiden anderen steht. — Ein dem zuerst beschriebenen ähnliches und nur im 2. Felde unterschiedenes Wappen — welches in Alau sieden grüne Bergspitzen, von einem goldenen Sterne überstiegen, zei^t — ist jenes der Familie Koller« Stadler. (Johann Baptist Ritter o. Koller>Stad< ler, aus Klagenfurt gebürtig, vordem Statt< Haltereirath in Hermannstadt, ist in Folge des für seine Verdienste um den Staat erhaltenen Ritterkreuzes des Ordens der eisernen Krone den Ordensstatuten gemäß mit Diplom vom 1l. September 1829 in den erblänoischen Rit» terstand erhoben worden.) Ein fernerer Unter» schied des Wappens zeigt sich in dem Helm< schmucke der zwei gekrönten Helme, deren jeder den schwarzen Adler trägt, wie er in dem oben beschriebenen Wappen nur auf der mittleren Krone sich erhebt. Endlich sind die Helmdeckcn rechts schwarz, links blau, beider- seits mit Oold belegt. Koller, Joseph (I.) (Kirchenhisto- riker, geb. zu Huszt im Marmaro« scher Comitate Ungarns 16. December 1743, gest. zu Fünfkirchen 11. Sep. tember 1832). Gehört zur Familie der Koller von Nagy-Mä.nya, aus welcher Franz Xaver s^. d. S. 349, Nr. 4^ für seine Verdienste um den Staat in den Freiherrnstand erhoben wurde. Joseph beendete in Preßburg, wo sein Vater Anton Rath bei der königlichen Kammer war, und dann in Tyrnau die philosophischen und theolo« gischen Studien. Im Jahre 1762 trat er zu Fünfkirchen,in's bischöfliche Semi» nar (nach Stoeger wäre er 1793 — soll wohl heißen 1763 — in den Orden der Gesellschaft Jesu getreten; überhaupt weichen die Lebensdaten Stoeger's von den obigen so bedeutend ab, daß eine Identität seines Jesuiten mit unse- rem Domherrn nicht leicht anzunehmen ist). Zu jung, um die h. Weihen empfan. gen zu können, schickte ihn der Bischof von Fünfkirchen Georg Klimo s^. d. S. 99^ nach Wien, mit dem Auftrage, in der Hofbibliothek die auf die Fünfkirchner Diöcese sich beziehenden Schriften und Urkunden aufzusuchen und zu verzeichnen, kurz die Materialien zu einer Geschichte des Fünfkirchner VisthumS zu sammeln. Von Wien begab sich K. nach Rom, hielt sich aber auf der Reise dahin in Pisa auf, wo er im October 1766 die theologische Doctorwürde erlangte. In Rom setzte er seine Arbeit bezüglich deS Fünfkirchner Bisthums fort und fand reiche Materialien. Im November 1767 kehrte er in sein Vaterland zurück, erhielt sogleich eine Pfarre und versah die Seel» sorge bis zum Jahre 1772. Im letztge« nannten Jahre berief ihn der Bischof in seine Nähe, übertrug ihm ein Lehramt n seinem Seminar, und zugleich die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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