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Koller 382 Kolletschka
ein und derselbe Künstler, oder ob es mehrer,
Künstler desselben Namens seien. Wona ts
kataloge des österreichischen Kunstuerein
1852. October Nr. 32; 1853. Februar Nr. 7
April Nr. 83; September Nr. 56; 1854. Iän>
ner Nr. ^; 1855, October Nr. i i2, Decembe,
Nr. ll7; 1856, April Nr. 23, December
Nr. 23; 1857. November/December Nr. 8. —
Katalog der Prager Ausstellung im Jahr«
1853, Nr. 252. — Frankl (L. A. Dr.),
Sonntagsblätter (Wien. gr. 8".) I I I . Iahrg
(1844). S. 1068; IV. Iahrg, (l845), S. Z45.)
— 12. d'Elvert in dem unten bezeichneten
Werke gedenkt eines Stadtrathes Ko l le r
(aus Brünn) in folgender Weise.- „Stadrath
Kol ler unterstützte mit seltener Hingebung
Rößler in der Herausgabe der Brünner
Rechte und verfaßte tressliche und mustervolle
Register der Stadt Brünn und anderer Cor<
porationen, namentlich der Klöster Dau«
brawnik und Os lawan , aus dem rei«
chrn Urkundenschatze der Stadt Brünn. Wir
können unseren Wunsch nur wiederholen: Kol>
ler möchte ein Brünner Schlager werden."
sd'Elvert (Christian). Beiträge zur Geschicht«
und Statistik Mährens und Oesterreichisch,
Schlesiens. I. Band: Geschichte des Bücher«
und Steindruckes, des Buchhandels, der Bücher«
censur und der periodischen Literatur u. s. w,
(Brünn 4834. R. Nohrer. gr. i>o.) S.
Koller, Mathias Forwnat, siehe
S. 331 in den Quellen Nr. 10.
Koller, Wilhelm, siehe ebenda Nr. 41.
Koller, Kupferstecher, siehe ebenda.
Koller, W., Plastiker, siehe ebenda.
Koller, Stadtrath, siehe auf dieser
oben Nr. 12.
Kollert, Maler, siehe S. 337 in den
Quellen Nr. 11.
Kolletschka. Ia^ob (Arzt, geb. zu
Deutsch.Biela im Chrudimer Kreise
Böhmens 24. Juli 1803. gest. zu Wien
13. März 1847). Semen Vater, Orts-
richter in Deutsch.Biela, verlor K.. als er
erst drei Jahre zählte. K. besuchte das
Piaristengynmasium zu Mährisch.Trübau,
die Philosophie beendete er 1824 auf
dem Lyceum zu Brünn. Darauf begab ^ er sich nach Wien, wo er dem medici'
nischen Studium oblag und nach dessen
Vollendung 1830 in die pathologisch-
anatomische Anstalt des allgemeinen
Krankenhauses als zweiter Praktikant
eintrat. Im Jahre 1836 erwarb er die
Doctorwürde. Einige Jahre diente er als
Assistent der pathologischen Anatomie,
bis er 1840 sich als praktischer Arzt in
der Leopoldstadt niederließ und zugleich
die Stelle eines Primarius in dem kurz
zuvor eröffneten Filial«Svitale der barm»
herzigen Schwestern erhielt. Im Herbste
1843 trat er die durch Bernt 's Tod
I M . I, S. 331) erledigte Lehrkanzel für
Staatsarzneiwiffenschaft an der Wiener'
Hochschule an und bekleidete sie bis an
seinen Tod. Als dessen Ursache wird daS
mittelst des Secirmessers, als er bei einer
Section von einem der Zuhörer aus Ver-
sehen unter dem Nagel des linken Zeige,
singers unmerklich verwundet wurde, em«
pfangene Leichengift angesehen. Dieß sind
die einfachen Umrisse seines Lebens, das
nicht in geschriebenen Werken Spuren
seiner großen geistigen Thätigkeit hinter»
assen; aber einen Umschwung in der
Wissenschaft, der er huldigte, anbahnen
geholfen hat, und der seinem Namen eine
ehrenvolle Erwähnung sichert, so lange
n der Arzeneikunde der Ausdruck „Wiener
Schule" maßgebend bleiben wird. Um
'eine Bedeutung nach dieser Seite voll»
:nds zu würdigen, lassen wir seinen Nekro«
ogisten Teden, der ihm eine ergreifende
Standrede in dem in den Quellen citir-
en «Deutschen Nekrolog" gehalten hat.
Die L e i c h e n k a m m e r", schreibt
Dr. Fesl, „wurde die Großmeifterin des
ärztlichen LehrstuhleS; mit unbezähm»
arer Gewalt stürzte sie die ältesten, ver-
wickeltsten, scharfsinnigsten Theorien und
Systeme der bisherigen Kunst. Es mt»
stand eine neue Schule, die in der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon