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Aoüomtz 386 Aollonitz
(60 fi.). Näheres über diesen Maler ist
nicht bekannt.
Monats-Katalogedes österreichischen Kunst
vereins, 1852, November Nr. 57; 1855. März
Nr. 63. November Nr. 37; 1857. Februar
Nr. 4; 1863, Jänner Nr. 4ö.
Kollonitz, Maximilian Graf (k. k.
Feldmarschall > Lieutenant und
Ritter des Maria Theresien-Ordens, geb.
14. September 4761, gest. zu O b er<
siebenbrunn 4. März 1827). Sohn
aus der zweiten Ehe des 3 adis laus
Grafen K., gebornen Freiherrn von
Zay ^vergleiche das Nähere über diese
Adoption in der Genealogie S. 337^,
mit Walburga Iosepha Gräsin von
Hamil ton, und Stiefbruder des La<
dislaus Grafen K., Erzbischofs von
Kolocsa ^s. d. S. 361, Nr. 11^>, und
des Grafen Kar l j)'. d. S. 360, Nr.
Solange sein Vater Lad isl aus lebte,
konnte Graf Max seinen Wunsch, Soldat
zu werden, nicht verwirklichen; als aber
der Vater im Jahre 1780 starb, stand
dm Wünschen des Sohnes nichts mehr
im Wege und er trat als Nx propriis-
Gemeiner in das 1. Chevaur»legers»
Regiment. Im Türkenkriege war er
bereits Rittmeister bei Wurmse^Husza»
ren und erkämpfte sich als solcher
. am 22. October 1789 bei Lesznica in
Serbien das Ritterkreuz deS Maria
Therefien-Ordens durch folgende Waf>
fenthat. Nach dem Falle von Belgrad
war General-Major Csernel beordert
worden, in das Innere Serbiens vorzu-
dringen. I n Vallievo aufgestellt, wollte
er von da aus die an der Drino postirten
Türken vertreiben, welche durch ihre
Stellung zwischen Lesznica und Los.
nica das Vorrücken der Unseren sehr
erschwerten. Oberst David ovich. der
ein Bataillon Brooder, ein Bataillon
Peterwardeiner und zwei Escadronen Wurmser«Huszaren befehligte, überschritt
am 20. October die Save, kam am fol«
gen Tage bis zum Dorfe Pernjavor und
am 22. durchschritt er das vom Feinde
bereits geräumte Lesznica. Da dichtes
Gebüsch jede Aussicht verwehrte, so
erblickte die Colonne, die übrigens in der
durchschnittenen Gegend im Reihen»
marsche vorwärts drang, den Feind erst,
als sie ihm schon sehr nahe war. An ein
Vordringen war nicht mehr zu denken,
und da der Gegner bedeutend starker
war und kampffertig dastand, so wurde
Davidovich'S Lage sehr bedenklich.'
Die Scharfschützen und eine halbe
Schwadron Huszarm dem bereits auf
einen Angriff harrenden Feinde ent«
gegensendend, wollte Davidovich vor
der Hand nur Zeit gewinnen, um seine
Truppen aufmarschiren zu lassen und sich
kampffertig zu stellen. Die Huszaren —
diese führte Rittmeister Kol lonih —
griffen herzhaft an; aber die Uebermacht
des Gegners war zu groß, sie wurden
zurückgeworfen, drängten im Rückzüge auf
das hinter ihnen aufgestellte Fußvolk,
welches nunmehr auch in Unordnung
gerieth und die ganze Situation noch
stärker gefährdete. I n diesem bedenklichen
Augenblicke sprengte Kollonitz vor seine-
Huszaren, und mit dem Zurufe: ,Seid
ihr Wurmsei'HuSzaren, sofolgt
mir nach!" fährte er sie zu neuem An«
griffe gegen den übermächtigen Gegner.
Dieser, in seiner ordnungslosen Verfol-
gung der llnserigen durch die Huszaren
unterbrochen, mußte sich nun selbst stellen,
fand einen heftigen Gegner, verlor bald
wieder die erst genommene Kanone, und
mußte endlich selbst im Rückzüge sein Heil
suchen. Während dieser Attaque hatte
unsere Infanterie Zeit gehabt, ihre ordent«
e Aufstellung zu nehmen; jedoch schien
der Feind keine weitere Lust zu haben,.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon