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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 357 -
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Seite - 357 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Kollonitz 33? Kollouih den Kampf fortzusetzen, denn er verließ die Gegend. In der ersten Promotion, welche nach dem beendigten Türkenkriege (19. December 4790) stattfand, und in welcher 4 Groß« und 66 Ritterkreuze in das Capitel aufgenommen wurden, fand K. den Lohn für feine Waffenthat- noch früher aber, im Februar d. I., war er zum Major befördert worden, kam mit semer Division nach Luxemburg und gab im Gefechte bei Affeffe an der Maas. im Treffen bei Florenne (23. Mai 1792) und in der Schlacht bei Aldenhoven neue Proben.seiner Tapferkeit. Im Februar 4794 zum Oberstlieutenant bei Blanken- stem.Huszaren, 4797 zum Obersten bei Lothrmgen'Kürassieren ernannt, stand er ununterbrochen bei der Armee, in Deutsch» land und zeichnete sich mit dem Regimente in der Schlacht bei Würzburg (3. Sep. tember 1796) aus. Im Jahre 1800 zum General'Major und Brigadier in Ungarn ernannt, wurde er 1803 Premierlieutenant bei der ungarischen Garde, rückte in dieser Anstellung 1809 zum Feldmarschall. Lieutenant vor und blieb in derselben bis zu seinem im Alter von 66 Jahren erfolgten Tode. Der Graf war mit Karolina Gräfin Haugwitz ver« malt, aus welcher Ehe das gegenwärtige Haupt der Familie, Graf Maximilian, entstammt, dessen einziger Sohn Graf Lad islaus (geb. 1833) am 31. Jan- ner 1863-in der Vollkraft seiner Jahre zu Wien starb, und aus seiner Ehe mit AdalbertaGrafin Podstatzky-Liech. tenstein nur drei Töchter hinterließ, so daß der MannSftamm deS Grafenge« schlechtes Kollonitz im Erlöschen ist. Einer alten Bestimmung zufolge soll nach dem Aussterben deS Hauses daS Wiener Erzbisthum die Erbschaft des bedeuten, den Familienvermögens antreten. Wiß gr i l l (Franz Karl), Schauplatz des land» z sässigen Nieder« Oesterreichischen Adels vom Herren» und Ritter-Stande (Wien 1804, 4«.) Vd. V, S. 20l. — Hirtenfeld (I.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mit- glieder (Wien 585?, Staatsdruckerei, gr. 8".) S. 3l6 und 1734. — Oesterreichisches Mil i tär«Konversations-Lerikon von H i r t e n f el d (Wien 1830 u. f.. gr. 80.) Bd. I I I , S.580.— Waldheim's Illustrirte Zeitung (Wien, Fol.) 1863. Nr. 39. S. 703. Rubrik: Todesfälle. l. Zur Genealogie des Vrafengeschlechtes der Aollonitz (anch Chollonitsch, Collenitsch, Aal- wni«, Aollonitsch und Kollanich). Dieses alte Geschlecht ist croatischen Ursprunges und besaß in Croatien schon im 13. Jahrhunderte sein Stammgut Kollograd, nach welchem sich einzelne Mitglieder schrieben. Den Namen Kollonitz nahm es erst später von der ihnen verwandten kärnthnerischen Familie Koll« n itz (Kolnitzer), nachdem diese ausgestorben war. an. Die Einfälle der Türken haben es aus dem Lande vertrieben und so suchte es in dem benachbarten Steiermark und Ungarn Zuflucht und dehnte sich später auch in die Grzherzogthümer Oesterreich hd und unter der Cnns auß. Die sichere Stammreihe der Fa- milie beginnt mit Nikolaus Kol lon ih, der zu Anfang des <3. Jahrhunderts lebte. Zahlreich war die Familie im Anbeginne und bildete allmälig mehrere Linien, wie z. B. die steierische, die österreichische in zwei Zwei« gen, den älteren und den jüngeren u. dgl. m.; jedoch erloschen sie allmälig sämmtlich, und schon zu Anfang des 18. Jahrhunderts war Erz bisch of Sigmund Kollonitz der letzte männliche Sproße dieses ansehnlichen und reichen Geschlechtes. In Anerkennung der viel« fachen Verdienste, welche sich dir Familie um den Staat und das Herrscherhaus im Laufe dreier Jahrhunderte erworben, wie der From» miakeit und übrigen Tugenden des Kirchen« fürsten wurde ihm ausnahmsweise als sol« chem von Kaiser Karl VI. die große Begün» stigung zu Theil, den Fceiherrn Ladislaus von Zay. einen Sohn der Halbschwester sei- nes Vaters, der mit Karenz Freiherrn von Zau. vermalten Mar ia Polyxena Gräsin Kollonitz. zu adoptiren. Der Adoptivsohn wurde sofort auch Erbe der Herrschaften Groß«Schützen. Freiberg, Iedensveugen, Ober» Siebenbrunn, wußte aber, er wie seine Nach- kommen, Namen und Wappen, die sie bisher geführt, ganz weglassen und sich nunmehr allein Grafen und Gräfinen von Kollonitz schrei»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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