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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 360 -
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Seite - 360 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Aollonitz 360 Kollonitz zweiten Ehe mit Anna Elisabeth Freiin vunKuefstein. Graf Ferd inand Eme. vich diente im kaiserlichen Heere, war Oberst bei den kaiserlichen Hilfstruppen in Polen und zeichnete sich besonders bei Choczym im Jahre 1673 aus, in welcher Schlacht die Türken eine furchtbare Niederlage von Seite der Polen erlitten. Ebenso that er sich im Jahre 1683 bei Entsatz des von den Türken belagerten Wien hervor. Zuletzt war der Graf küis. Hofkriegsrath und General'Feldwacht» meister. Aus seiner Ebe mit der (1683 verstor» benen) Euphroslna Gräfin 5tary einbog hatte er keine Kinder. — 6. Georg Ferdinand, ein Sohn des Grafen Johann Sig ismund aus dessen Ehe mit Regina Elisabeth Freiin vonSpeidl , war kais. Ob erst wacht« meister und fiel im Kampfe für das Vater» land im Jahre 1691 wider die Türken. — 7. Georg Sehfried, der fünfte Sohn des Freiherrn Johann Georg aus dessen Ehe mit Ludomil la Anna Wissa Freiin von Wrzessowicz, diente in der kaiserlichen Armee und starb als Hauptmann den Helden» tod für das Vaterland im Jahre 1673 gegen die Türken. — 's. Kar l Freiherr von K. (gest. 162l), ein Sohn deS Freiherrn Ge org Seyfr i ed und Bruder Ferdi nand'Z ss. d. Nr. 4) und S evfried'S h'. d. Nr. 17 .^ Karl diente in der kais. Armee und ward zuletzt Oberst; er war einer der tapfersten Kämpen im kaiserlichen Heere und im Treffen bei Pesth (1602) hat er mit eigener Hand t4 Türken erlegt. — 9. Kar l Joseph Graf H. (geb. 20. November 1730, gest. zu Wien 13. Juni 1804), ein Sohn des Grafen Ladislaus Kollonitz, geb. Freiherrn von Zay l^ vergl. das Nähere in der Genealogie), aus dessen Ehe mit seiner Muhme Mar ia Eleonora GräfinK. Graf Kar l trat jung in die kais. Armee und war bereits im Jahre 4737 — damals erst 2? Jahre alt — Major bei HesseN'Darmstadt-Dragoner. Im siebenjäh' rcgen Kriege erscheint sein Name oft unter den Braven deS Tages, wie bei Kollin, BreS» lau, Torgau, Hochkirch. Besonders zeichnete er sich im Treffen bei Grünberg (1759) aus, in welchem er mit seinen 200 Reitern und Oberst Lanjus mit seinem Peterwardeiner Grenz-Regimente die wichtige Ebene bei 3eh. walde besetzt hielten; später wurde er noch im Tressen bei Adelsberg (1762) ehrenvoll ge. nannt. Nach demHudertsburgerFrieden trat er — mit Beibehalt des Charakters — aus der Armee, nahm aber 1767 wieder Dienste bei Kolowrat-Dragoner, wurde 1773 Oberst und 1784 General'Major. In diesen Eigenschaften machte er die Besitznahme Bayerns mit stand dann bei der Hauvtarmee in Böhmen, später bei dem d'Alton'schen Corps. Einige Jahre bekleidete K. auch die Stelle eines Premier« Wachtmeisters bei der ungarischen adeligen Leibgarde, zog sich aber zuletzt gcnz in den Ruhestand zurück. Seit 3. Mai 1764 mit Varia Frieberike Gräfin v'on Cal'Mni vermalt, hatte er aus dieser Ehe vier Töchter und einen Sohn Ladis laus (geb. 18. Octo» ber 1775), der kinderlos starb. Dieser Graf Kar l ist wohl auch derselbe, dessen Nag ler in seinem „Künstler-Fexikon" (Bd. VI I , S. 136) als eines Malers gedenkt, der um 1779 und noch zum Anfange unseres Jahr» Hunderts in Wien lebte, Bildnisse malte, solche auch nach Art von Medaillons in Wachs bossirte. Wenigstens lebte um diese Zeit kein anderer Kollonih mit dem Taufnamen Karl. M i ß g r i l l (Franz Karl), Schauplatz deS landsässigen Nicder»Oesterreichischen Adels vom Herren« und Ritter«Stande (Wien. 4«.) Bd. V, S. 20l.) — 10. Ladislaus Graf K. (geb. 4. Juli 1703, gest. 6. September 1760). geborner Freiherr von Zay. Sigismund l^s. d. S. 363^, Erzbischof von Wien. war der letzte männliche Sproße des einst so weit verzweigten Kollonitz'schen Grafengeschlechtes und stand mit seinem Tode das Erlöschen desselben bevor. Da wurde ihm mit Allerh. tais. Consens und Diplom vom 12. Juni 1728 gestattet, den Sohn der an einen Freiherrn von Zay verheiratheten Halbschwester seineS VaterS, Ladislaus Freiherrn vonZay, zu adoptiren. Diesen setzte Erzbischof SigiS» mund zum Universalerben aller Kollonitz» schen Herrschaften und Güter ein; jedoch sollte Freiherr von Zay seinen Namen in Zukunft ganz weglassen und nur den Namen Kol< lonitz führen; auch ging auf Ladislaus mit Diplom vom 28. Juni 1728 die Grafen- würde des Hauses Kollonitz über. Graf Ladislaus war seit 1739 ton. ungarischer Hofrath und Referent bei der ungarischen Hofkanzlei in Wien, seit 1751 wirkl. geheimer Rath. Aus seiner zweimaligen Ehe stammen alle folgenden K. bis auf die Gegenwart. Seine erste Gemalin war seine eigene Muhme Maria Eleonora Gräfin Aollonitz (gest. 1759). welche ihm zehn Kinder, darunter die Grafen Kar l und Ladislaus, letzterer Erzbischof von Kolocsa, gebar. Seine zweite Gemalin walöurga Iostpha Gräfin Hamilton war die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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