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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 363 -
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Seite - 363 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Kolionih 363 Kollonitz bei der ersten Türkenbelagerung Wiens im Jahre 1329 durch Muth und Tapferkeit so hervorgethan, daß ihn Kaiser Kar l V. im Jahre 1530 öffentlich zum Ritter schlug und ihm sein Bildniß an kostbarer goldener Kette umhing. Im Jahre 1352 wurde er kaiserlicher Hofkammerrath. Seyfr ied ist so zu sagen der Stammvater aller späteren Linien dieses Geschlechtes, welche von seinen drei Söhnen Ferdinand, Georg Seyfried und Ga- briel gebildet wurden s^iehe die I. Stamm» tafel). — 17. Siegfried (II.) (Seyfried) Freiherr von K. (geb. zu Eisenstadt 22. Sep« tömber 1372. gest. auf dem Schlosse Levenz 12. Februar 1624), ältester Sohn des Freiherrn Georg Seyfried (gest. 1599) aus dessen Ehe mit MariaHelena Freiin Fuchs von Fuchsberg. Kaiser Mar imi l ian I I . war sein Taufpathe. Siegfr ied war einer der berühmtesten Feldherrn seiner Zeit, der dem Fürsten Gabriel Bat ho ry und seiner Partei in Ungarn tapfern und erfolgreichen Wider- stand geleistet hat. Er war Commandant zu Neuhäusel, Hofkriegsrath, commandirender General in den ungarischen Bergstädten und endlich hat ihn Kaiser Ferdinand I I . zum Feldmarschall ernannt. Aber in der Vollkraft seines Lebens, im Alter von 52 Jahren, raffte ihn der Tod dahin. ES ist dieß derselbe Sieg- frieb, der den originellen Briefwechsel mitdem türkischen Befehlshaber KaraAl iBey führte, worin er diesen mit 500 Reitern zum Kampfe mit einer gleichen Anzahl seinerseits auf den St. Georgitcig 1613 auffordert. Johann Graf Mai läth theilt diesen Briefwechsel im „Con» versationsblatte" 182l, Bd. I I I , S. 637. mit. ^Porträt. ^63. Laäsler äsl. ?i-2Füo l607.) — 18. Sigismund Graf von K. s,s. d. besond. Biographie zu Ende dieser Seite). — 19. Tho- mas Kollonitz, lebte im 14. Jahrhunderte. Balthasar Kercselich in seiner „Notiria 6s NeßuiL Dkliuktias, Oroktias" u. s. w. führt ihn als Thomas 6o ToiioFlaä äiotus XoUo- Diode, im Jahre 1381 unter Stephan König von Bosnien auf. Es ist dieß der Erste, der den Namen Kollonich führt. Die früheren nann- ten sich allein Kol lo grad, die späteren aber entweder Kollonitz oder Kollonitz von Kollograd. — 20. Ulrich Kar l ist ein Sohn des Grafen Johann Sig ismund aus dessen Ehe mitNegina Elisabeth Freiin von Speidl und Bruder Georg Ferdi» nand's ^s.d.Nr. 6).des Missionärs Leopold Ignaz s^. o. Nr. 13) und des ersten Wiener ErzbischofsSigismund Grafen vonK. ls- d. zu Ende dieser Seite). Ulr i ch Kar l ist bei der Belagerung der Stadt Wien durch die Türken im Jahre 1683 geblieben. III. Wappen. Schild, zweimal der Länge und einmal quergetheilt, mit Mittelschild. Mittel» schild quaorirt. 1 und 4: in Silber ein rechts» springender eisengrauer Wolf: 2 und 3: in Roth ein goldenes Wagenrad von 8 Speichen. ^Dieses Wagenrad, im Slavischen Xolo, steht zunächst in Beziehung zu den Namen Kollo« nitz von Kol lograd, dessen Schreibart ur» sprünglich mit einem l gewesen sein mochte.) Hauptschild. 1 und 6: in Roth ein silberner schrägrechter Balken, aus welchem an der oberen Seite hintereinander drei silberne Klee« blätter hervorkommen Wappen der ausgestor» denen Familie Kolnitz); 2.» in Schwarz ein dreieckiger, mit einer Spitze aufwärts gerichte» ter ausgehauener weißer Werkstein; 3 und 4: in Roth ein rechtsspringender grimmiger Fuchs, nach Anderen ein Leopard; 5: in Roth cln der Länge nach gestelltes goldenes Fischgerippe. Ueber dem Schilde ruhen fünf gekrönte Tur» nierhelme. Die Krone des rechten trägt Kopf und Hals eines einwärtsgekehrten silbernen Brackens, dessen rechtes Ohr mit einem schwär» zen Ordenskreuze belegt ist» aus der Krone des zweiten wächst ein rother, die Sachsen einwärtskehrender Adlerfiug, der mit dem gol» denen Rade von 2 und 3 im Herzschilde belegt ist; die Krone des mittleren trägt fünf rothe wallende, quer mit dem Fischgerippe d?s 5. Feldes belegte Straußenfedern; die Krone des vierten, zwischen zwei von Roth und Silber quergetheilten Adlerflügeln mit gewech» selten Tincturen einen wachsenden einwärts« sehenden schwarzen Wolf und aus der Krone des fünften springt mit halbem Leibe der Leopard oder Fuchs von 3 und 4. Die Helm« decken sind beiin mittleren Helme roth mit Gold, bei allen übrigen roth mit Silber be» legt. Nicht alle Beschreibungen stimmen mit der obigen — welche jedoch die richtige ist — überrin. , Sigismund Graf von (erster Eizbischof von Wien, geb. 30. Mai 1676, gest. zu Wien 12. April 1731). Jüngster Sohn des Grafen Johann Sigismund aus dessen The mit Regina Elisabeth Freun von Speidl. Graf Sigtsmund- beendete die Gymnasial« claffen zu NeuhauS in Böhmen als Zog-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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