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Aolowlat 374 Aolowrat
gische Tabellen u. s. w. (Leipzig l728. Ioh.
Friedrich Gleditschens s. Sohn. kl. Qu. Fol.)
Theil I I I , Tab. 957, 958, 959. — (H o r-
mayr's) .Archiv für Geschichte. Statistik.
Literatur und Kunst (Wien. 4«.) XV. Jahrg.
(1824), Nr. 49, 50, 5l, 58, 62. 63, 66, 67:
„TieKolowrate", vonI. W. Zimmermann
^berücksichtigt vornehmlich die Linie Kolowrat«
Liebsteinsky und gibt in der Anmerkung auf
S. 269 eine reiche Literatur zur Geschichte
dieses Hauses). — Kneschke (Ernst Heinrich
Prof. Dr.), Deutsche Grafenhäuser der Ge«
genwart (Leipzig 1832, T. O. Weigel, gr. ö".)
Bd. I, S. 455—4U0. — Derselbe, Neues
allgemeines deutsches Adels-Lexikon (Leipzig,
Fr. Voigt.»".) Bd.V, S. 225. — _Va^ ^vä^>
^23721-01-3253 052iääa.i c^imers^fti ss ULM-
28^r62äi tädili^l^i, d. i. Die ungarischen Fa,
nülien mit Wappen und Stammtafeln (Pesth
1860. Moriz Räth, gr. 8».) Bd. VI, S. 313
d^ie Tabellen sind sehr unvollständig und die
Kolowrat-Liebsteinsky werden sehr un-
schön in Kolowrat'Leibstinszky ver-
wandelt^ . — XouvsNs Bio^i'H^dis
ßvQsi-als . . . z>u,b1i«s x».!- ^'irmin Diäot
ilörss, 30U2 la äirectiou äs Ül. Ie Dr.
H 0 s lsr (?ari2l85() ots., 8".) 1'omsXXVIII,
x. 46 6t 5eg. sdie Linie Kolowrat 'Lieb-
steinsky wird daselbstzu K. Leibsteinsky
entstellt). — Schönfeld (Ignaz Ritter von),
Adels^Schematismus des österreichischen Kai«
serstaates (Wien l 824, Sck^aumburg u. Comp.,
8°.) I. Jahrg. S. 85—93. — Taschenbuch
für dir vaterländische Geschichte. Herausgege»
ben von Freiherrn v. Hormayr und von
Mednyansky (Wien. kl. 8<>.) v. Jahrg.
(1824), S. 412—42«. — Wiß gr i l l (Franz
Karl). Schauplatz des landsässigen Nieder«
Oesterreichischen Adels vom Herren» und Rit«
ter'Stande (Wien 1804, Wappler, 4«.) Bd. V,
S. 202—220.
U. Hervorragende Sproßen des Grasengeschlech-
tes Kolowrat. 1. Albert (I.) *) K. befand sich
1355 mit zwei anderen seines Geschlechtes,
vielleicht Brüdern oder Vettern, im Gefolge
des Kaisers Karl IV.. als dieser nach Italien
gezogen war. um in Mailand die lombardische,
in Rom die römische Kaiserkrone zu empfan»
gen. Auf seiner Rückkehr in die Heimat über-
nachtete der Kaiser in Pisa. Da brach in dem
Rathhause, in welchem er seine Wohnung
') Die in' den Klammern befindlichen römischen Zahlen
sind nur dei leichteren Oiientiiung wegen bei mrh> genommen hatte, Feuer aus, welches so rasch
überhandnahm, daß es dem Kaiser kaum
gelang, im Nachthemde sich zu retten. Bald
verbreiteten Uebelgesinnte das Gerücht, der
Kaiser selbst habe das Feuer gelegt, um die
dabei entstehende Unordnung zur Bezwingung
der Pisaner zu benutzen und sie den ihnen
feindlichen Florentinern zu übergebt n. Darüber
entstand ein mächtiger Aufruhr im Volke und
des Kaisers Person gerieth in nicht geringe
Gefahr.. Aber sein. wenn auch kleines, jedoch
muthbeseeltes Gefolge, alle Gefahr verachtend,
bildete einen Wall um den Kaiser und warf
die Angreifer theils zurück, theils tödtete eS
mehrere. Besonders thaten sich drei Kolo»
wrat: Albert, Benesch und Georg, bei
diesem Anlasse auf das rühmlichste hervor.
Durch die Tapferkeit des kleinen Heldenhau»
fens wurde Karl gerettet und konnte die ver»
rätherische Stadt ungefährdet verlassen. Zum
Andenken an die Rettung seines Königs stiftete
A. auf seiner Herrschaft Roczow im Jahre 4373
die Kirche Maria Empfängniß mit allen üblichen
Pfarrrechten und einem reichen Einkommen.
Auch erfreute sich Albert von Seite seines
Königs besonderer Vergünstigungen, welche
nicht wenig zum Aufblühen dieser Familie
beitrugen. Zu dem silbernen Rade im rothen
Felde, welches er im Wappen führte, erhielt
er ein neues Feld, und zwar im rothen Schilde
eincn silbernen Adlrr mit goldener Krone um
den Hals. Albert's vierSöhne Albert (II.).
Nikolaus, Burkhardt und Hcrbor t
bildeten zu Anfang des lö. Jahrhunderts die
vier Seitenzweige des HauseS Ko lowra t :
Nowohraosky, Bezdruzicky, Kra<
kows ky und Liebsteinsky. von denen der
vorletztgenannte noch zur Stunde in drei
Zweigen blüht. — 2. Albert (II.) K. (gest. zu
Prag 5. Juli 138i. n. A. I3i)l). Nach Cini.
gen ein Sohn, nach Anderen ein Enkel des
Albert (I.), wird sozusagen als der zweite
Stammvater des Hauses Ko lowrat in
seinen Haupt» und Nedenzweigen betrachtet.
Er führte das Heer, welches der König von
Böhmen dem bundverwandten Könige von
Polen schickte, um den Aufstand der Lithauer
bändigen zu helfen. Die Nebellen wurden zu
ihren Pflichten Zurückgeführt und Albert für
seinen im Kampfe bewiesenen Heloenmuth
damit belohnt, daß er das polnische Wap-
pen, einen Adler halbroth und Halbweib im
blauen Felde, mit seinem Familienwappen ver»
einigen durfte. Er verband es mit dem oben«
erwähnten Wappen Albert'S (I.). welches ihm
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon