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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 382 -
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Seite - 382 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Aolawrat 382 Aolowrat kaum überstandenen Drangsale von Neuem zu stürzen drohten, vereinte Hanusch auf dem Landtage zu Kuttenberg die entzweiten Stände und bestimmte sie, unter sechs Thronbewerbern sich fürNladislauS uonPolen zu entscheiden. In seinen letzten Lebensjahren war Hanusch geheimer Rath des Königs Math ias von Ungarn. Sein Sohn, den ihm Kathar ina von Sternberg geboren, war Albert (IV.), der berühmte Oberstburggraf von Karlstein, dessen schon oben sNr. 3^ gedacht worden. — 23. Johann Joseph Hyazint Graf K. Kr.« Teinizl (geb. 1l. Sept. 1692. gest. 21. Oct. 1766), ein Sohn des Grafen Max Norbert , des Gründers der Seitenlinie Kolowrat'Kra« kowsky zu Teinizl, aus dessen erster Ehe mit Mar ia Barbara Elisabeth Gräfin Wrbna. Der Graf stand in churfürstlich« sächsischen Diensten, war sächsischer geheimer Rath und seit 1759 Gesandter am königl. spanischen Hofe. Er starb auch auf seinem Posten zu Madrid im Alter von 74 Jahren. Er war seit 1719 mit Nnrw Franzislia Gräfin Warlimtz vermalt. — 34. Johann N . Kar l Graf K. Kr. Vrzeznitz (geb. 12. Scptem« bcr 1794). Ein Sohn des Grafen Joseph Maria aus dessen erster Ehe mit Mar ia Walpurga Gräfin Clam. Der Graf war nach beendeten Nechlsstudien in den Staats» dienst getreten, welchen er aber nach dem 4824 erfolgten Tode seines Vaters verließ, um die Verwaltung der ererbten Güter selbst zu übernehmen. Nun hat sich der Graf durch sein humanes Wirken, welches die Bürden des Land« manns erleichterte, Schulen für die Jugend gründete und überhaupt Alles that, um einer» seits den Wohlstand der Landleute zu steigern, andererseits ihre geistliche und sittliche Aus« biloung zu fördern, bald die Liebe und das Vertrauen der Bevölkerung erworben. Von 1834—1827 bereiste er den Continent und besuchte Deutschland, Holland, England und Frankreich. Nach seiner Rückkehr setzte er seine humanistischen Bestrebungen fort, insbesondere unterstützte er die 2la,ti'o6 äsäka. mit ansehn« lichen Geldmitteln. Im Jahre 1848 bewaffnete er selbst die ganze Nationalgarde des Brzez. nitzer Vezirkes, deren Commandant er war; auch spelidete er sonst ansehnliche Summen für die neue Garde. An der Einberufung des Slaven-Kongresses im Frühjahre 1848 nach Prag, wie an der Ausführung dieses Geoan« kens hatte der Graf auch seinen Antheil und wurde in Anerkennung dieses dem Slaven- thume geleisteten Vorschubes bald darauf zum Ausschuß des Präger Narional-Convents ge< wählt. Auf dem Slaven.Congresse zu Prag war er Ausschuß der öechisch'slavischen Section. Im Jahre 1849 wurde er noch in das Comits der Prager slovanska, Iipa gewählt. Als spä» ter, 1830 und 1831, die Entlastung des Grund und Bodens zur Ausführung kam, ließ K. sei« nen früheren Untergebenen gegenüber mehr die Milde als das Recht walten, ließ vielen ihre Schulden und Rückstände ganz nach und that überhaupt Alles, um den Bauern den Ueber' gang in das neue Verhältniß der noch unge« wohnten Freiheit, das im Anbeginne für die» selben oft mehr drückend als angenehm war, möglichst zu erleichtern. Im Jahre 1851 wurde der Graf zum Präses de3 Pilsner landwirth« schaftlichen Vereins gewählt, und als sich der Verein zur Hebung der nationalen Bühne in Böhmen bildete, schenkte ihm der Graf die ansehnliche Summe uon 4000 ft. Der Graf ist unvermält und der Letzte des Brzeznitzer Zwei« ges der Linie Kolowrar »Krakowsky, welche zugleich— die einzige — den fceiherr« lichen Titel von Ugezd führt. sKittsT-Höe^, Kla^ssui Llovni6sk novinliräk)- 2 konvsr- 22,6111, d. i. Kleines Taschen-Conversations« Lexikon (Prag 1830. 12».) Bd. I I , S. 181.) — 33. Johann 3tep. Kar l Graf K. Kr. fs, d. bes. Biogr. S. 38ti). — 36. Johann Wilhelm K. L. (geb. 18. September 1624, gest. 31. Mai 1668), widmete sich dem geistlichen Stande und wurde Doctor der Theologie; dann ward er Scholafticus in Olmütz und Archidiakon des Erzstiftes. Nach dem Tode des Cardinals Grafen Harrach ^Vd. VI I , S. 372, Nr. ö^ j wurde K. Erzbischof uon Prag. Aber ehe er noch seine Würde antrat, starb er auf der Reise nach Prag, erst 44 Jahre alt. — 37. Leopold GrafK. Kr. (geb. 31. December 1727 , gest. 2. November 1809). Der älteste Sohn des Grafen Ph i l ipp aus dessen Ehe mit Mar ia Barbara Gräfin Mich na. Der Graf trat in Staatsdienste und hatte unter fünf Regenten: Franz I., MariaThe< resia. Joseph I I . , Leopold I I . und Franz I I . gedient. Er war mehrere Jahre königl. böhmischer und österreichischer Oberster Kanzler, dann k. k. Hofkämmerer und Mini» sterial.Banko.Deputations-Präsioent und zu- letzt dirigirender Staats« und Conferenzmi« nister in inländischen Geschäften. Die „Bie< dermanns'Chronik" rühmt ihn als „einen Patrioten und Menschenfreund, beides im echten Verstande". Der Graf führte die Ge- schäfte bis in sein hohes Alter und mochte in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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